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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Wir helfen dabei, chronische Darmentzündungen zu mildern

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind dauerhafte Entzündungen des Darms beziehungsweise des Magen-Darm-Traktes. Zu den häufigsten chronischen Darmentzündungen gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Eine seltenere Form ist die Colitis indeterminata. Immer mehr Menschen in Deutschland sind von diesen Erkrankungen betroffen, Frauen und Männer etwa gleich häufig. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind nicht heilbar. Die Symptome lassen sich jedoch gut behandeln, um ein hohes Maß an individueller Lebensqualität sicherzustellen.

Unsere interdisziplinären Experten für Magen-Darm-Erkrankungen und Bauchchirurgie in den Schön Kliniken behandeln chronische Darmentzündungen, abhängig von Form und Ausprägung – mit dem Ziel, Ihnen einen möglichst beschwerdefreien Alltag mit Ihrer Erkrankung zu ermöglichen.

Ursachen & Symptome

Ursachen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen
Die Ursachen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen sind nicht eindeutig geklärt. Es handelt sich um multifaktorielle Erkrankungen, bei denen verschiedene Einflussfaktoren eine Rolle spielen können, wie
  • genetische Veranlagung,
  • Rauchen,
  • Ernährung,
  • Hygiene,
  • Zusammensetzung der Darmflora (Mikrobiom).
Psychische Faktoren, wie Stress, spielen keine Rolle bei der Entstehung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Sie können den Erkrankungsverlauf allerdings negativ beeinflussen.
Symptome chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen
Meist treten chronisch-entzündliche Darmerkrankungen erstmals zwischen dem 15. und dem 40. Lebensjahr auf. Sie können allerdings auch Kinder und ältere Menschen betreffen. Die Erkrankung verläuft typischerweise in Schüben, wobei sich beschwerdefreie Phasen (Remissionsphasen) mit plötzlich auftretenden Erkrankungszeichen abwechseln, wie
  • krampfartigen Bauchschmerzen,
  • Durchfall – bei Colitis ulcerosa oft blutig und schleimig, bei Morbus Crohn meist unblutig,
  • Appetitlosigkeit,
  • Übelkeit und/oder Erbrechen,
  • Gewichtsverlust,
  • Fieber,
  • Müdigkeit und Erschöpfung,
  • Nährstoffmangel (Malabsorptionssyndrom),
  • Blutarmut (Anämie),
  • bei betroffenen Kindern auch Wachstumsstörungen.
In vielen Fällen sind Entzündungen anderer Organe – wie der Haut, der Leber, der Nieren, der Augen oder der Gelenke – (extraintestinale Manifestationen) erste Hinweise auf die Erkrankung.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): Erkrankungsformen
  • Colitis ulcerosa: chronische Entzündung des Dickdarms; Dickdarm (Kolon) und Mastdarm (Rektum) können betroffen sein
  • Morbus Crohn: chronische Entzündung des Magen-Darm-Traktes; alle Abschnitte des Verdauungstraktes können betroffen sein, am häufigsten der Teil zwischen Dünn- und Dickdarm (terminales Ileum); oft Verbindungsgänge zwischen Darm und Haut (Fisteln), vor allem im Analbereich
  • Colitis indeterminata: chronische Entzündung des Dickdarms, die weder der Colitis ulcerosa noch dem Morbus Crohn sicher zugeordnet werden kann

Diagnostik

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: So stellen wir die Diagnose
Einem ausführlichen Gespräch zu Ihren Beschwerden (Anamnese) folgt eine eingehende körperliche Untersuchung, um den Verdacht auf eine chronische Darmentzündung zu bestätigen beziehungsweise zu entkräften. Die Untersuchung liefert uns wichtige Hinweise auf die Erkrankungsform (CED-Form), die wir je nach dem betroffenen Darmabschnitt unterscheiden. Dafür tasten wir Ihren Bauchraum ab, sehen uns Ihre Haut und Schleimhäute an und untersuchen Sie auf Fisteln und Risse im Analbereich (Analfissuren), die ein Hinweis auf Morbus Crohn sein können. Ein Blutbild hilft uns dabei, erhöhte Entzündungswerte (CRP, C-reaktives Protein), einen Nährstoffmangel oder eine Blutarmut (Anämie) festzustellen. Eine Stuhlprobe liefert uns Aufschluss über eine mögliche bakterielle Erkrankung. Bildgebende Verfahren machen die betroffenen Darmabschnitte sowie die Ausprägung der Entzündungen sichtbar und unterstützen dabei, die Diagnose zu sichern und eine geeignete Therapie abzuleiten.
 
Bildgebende Diagnoseverfahren
Mittels Ultraschall (Sonografie) können wir Ihren Darm bildlich darstellen und den entzündeten Bereich sichtbar machen. Erhärtet sich der Verdacht auf Morbus Crohn, führen wir meist eine Magnetresonanztomografie (MRT) des Bauches (MR-Sellink) durch, um Veränderungen des Darms deutlich darzustellen. Mithilfe einer Magenspiegelung können wir darüber hinaus den gesamten Verdauungstrakt näher untersuchen. Zur Abgrenzung der Erkrankungsform (CED-Form) und zur Sicherung der Diagnose führen wir in allen Fällen eine Darmspiegelung (Koloskopie) durch, in deren Rahmen wir eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen, die anschließend unter dem Mikroskop (Histologie) näher untersucht wird.