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Arthritis

Was ist Arthritis? – Definition, Informationen & Behandlungsmöglichkeiten

Arthritis ist ein Oberbegriff für verschiedene entzündliche Gelenkerkrankungen. Mehrere Entzündungen der Gelenke werden Arthritiden genannt. Sie entstehen aufgrund von Immunstörungen, Stoffwechselkrankheiten oder Infektionen. Typische Anzeichen sind etwa Gelenkschmerzen, Schwellungen und Rötungen.

Lesen Sie weiter, um mehr über die Erkrankung, ihre Diagnose und Therapie zu erfahren. Bei Fragen sind wir gerne für Sie da!

Ursachen & Symptome

Arten von Arthritis – Begriffsklärung
Eine Arthritis kann in jedem Gelenk des menschlichen Körpers auftreten. Für bestimmte Gelenkentzündungen gibt es spezifische Fachbegriffe: So wird beispielsweise eine Entzündung des Hüftgelenks Coxitis genannt. Eine Arthritis des Kniegelenks bezeichnet man als Gonarthritis. Auch nach Anzahl und Umfang der Entzündungen kann differenziert werden:
  • Eine einzelne Entzündung ist eine Monarthritis.
  • Sind zwei bis vier Gelenke im Körper betroffen, spricht man von Oligoarthritis.
  • Ab fünf Arthritiden handelt es sich um eine Polyarthritis.
  • Ist auch das umliegende Gewebe entzündet, nennt man die Entzündung eine Periarthritis.
Außerdem wird zwischen dem akuten und dem chronischen Verlauf unterschieden.
Ursachen: Wie entsteht Arthritis?
Welche Ursachen stecken hinter den Gelenkentzündungen? Diese Frage ist entscheidend, um die geeignete Therapieform auszuwählen. Auch die Symptomatik kann je nach Ursache anders ausfallen. Mögliche Gründe für eine Arthritis sind:
  • Rheuma
  • Infektionen (durch Bakterien, z. B. nach Spritzen oder Operationen)
  • Stoffwechselstörungen (z. B. Gicht)
Infektiöse Arthritis
Akute Gelenkentzündungen können durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden. Die häufigste infektiöse Ursache stellt das Bakterium Staphylococcus aureus dar. Wenn Borrelien die Krankheit verursachen, handelt es sich um eine Lyme-Arthritis. Unter den Viren gelten Mumps und Röteln als häufige Auslöser bei Erwachsenen.

Wie gelangen die Erreger in das Gelenk? Das geschieht entweder über das Blut – etwa bei einer Mittelohrentzündung – oder von außen durch Verletzungen oder medizinische Eingriffe wie Gelenkspritzen und -operationen.

Einen Sonderfall stellt die postinfektiöse Arthritis dar. Hier befinden sich keine Keime in der Gelenkflüssigkeit. Stattdessen reagiert der Körper auf die Infektion eines anderen Organs mit einer Gelenkentzündung. Sind beispielsweise die Harnwege infiziert, kann bei manchen Menschen eine sogenannte reaktive Arthritis entstehen.

Arthritis bei Stoffwechselerkrankungen
Bei Erkrankungen des Stoffwechsels können sich unter Umständen Substanzen im Gelenk ablagern. Das kann wiederum eine Entzündung nach sich ziehen. Ein Beispiel sind die Harnsäurekristalle, die sich bei Gicht bilden. Auch die Hämochromatose bringt oft eine Arthritis mit sich.
Arthritis & Arthrose: Unterschiede & Zusammenhang
Was ist der Unterschied zwischen Arthritis und Arthrose? Kurz gesagt: Eine Arthritis ist eine Entzündung, eine Arthrose ein Knorpelschaden am Gelenk.
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Die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Arthrose sind somit andere als bei einer Arthritis. Bei der Arthrose verschleißen die Gelenke übermäßig. Dadurch kann wiederum akut eine Entzündung, also eine Arthritis, ausgelöst werden. In diesem Fall spricht man auch von einer entzündlich aktivierten Arthrose.

Wie können Patientinnen und Patienten zwischen Arthritis und Arthrose unterscheiden? Bei einer Arthrose ist der Beschwerdeverlauf meistens langsam steigernd, bei einer Arthritis manchmal sehr kurz und akut mit starken Überwärmungen und Rötungen sowie allgemeinen Anzeichen für einen Infekt. Während sich die Gelenke bei Arthrose nach einer Ruhezeit meist schnell lockern, ist eine Arthritis oft durch eine länger anhaltende Morgensteifigkeit sowie durch Schmerzen im Ruhezustand gekennzeichnet.
Typische Symptome: Wie äußert sich eine Arthritis?
Typisch für eine entzündliche Gelenkerkrankung sind eine verstärkte Durchblutung und dadurch eine Überwärmung an der entzündeten Stelle sowie Rötung, Schwellung und Schmerz. Bei einer Arthritis kann außerdem ein Gelenkerguss entstehen, wenn Flüssigkeit in die Gelenkhöhle gelangt. Auch ist es möglich, dass Mobilität und Kraft des Gelenks eingeschränkt sind.
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Je nach Ursache, Verlauf und Anzahl der betroffenen Gelenke können die Anzeichen unterschiedlich ausfallen. Beispielsweise ist eine bakterielle bzw. septische Arthritis häufig von Fieber begleitet. Bei Rheuma kann sich die Patientin oder der Patient erschöpft fühlen. Zudem gilt Morgensteifigkeit als Anzeichen für eine chronische Arthritis.

Diagnostik

Arthritis feststellen – die Diagnose
Anamnese
Zunächst klären wir in der Anamnese, seit wann und in welchen Situationen Ihre Beschwerden auftreten. Wir sprechen über Einschränkungen, die Sie bemerkt haben, sowie über mögliche Vorerkrankungen, Verletzungen, Operationen und Medikamente.

Körperliche Untersuchung
Anschließend werden die betroffenen Gelenke untersucht. Unser ärztliches Personal tastet die entzündeten Bereiche ab und achtet auf Rötungen sowie Schwellungen. Außerdem wird die Körpertemperatur gemessen.
Ist nur ein Gelenk entzündet und die Körpertemperatur erhöht, deutet das auf eine bakterielle Arthritis hin. Bei mehreren betroffenen Gelenken und ausgeprägten Schmerzen handelt es sich vermutlich um eine rheumatische Erkrankung.

Bildgebende Untersuchung
Durch Röntgen, CT, MRT oder Ultraschall kann die Diagnose nach der körperlichen Untersuchung gesichert werden. Die bildgebenden Verfahren visualisieren die Entzündungen im Gelenk. Auch Ergüsse und Veränderungen der Knochen werden hier sichtbar.

Blutuntersuchung
In der Blutuntersuchung werden je nach Verdacht unterschiedliche Werte gemessen:
  • grundsätzlich: Entzündungswerte (CRP-Wert)
  • bei Verdacht auf Rheuma: Rheumafaktor, CCP-Antikörper u. Ä.
  • bei Verdacht auf Gicht: Harnsäurespiegel
Außerdem kann ein vorhandener Gelenkerguss punktiert werden, um sein Erscheinungsbild und die enthaltenen Keime und Zellen zu untersuchen.