Prof. Dr. Gerhard Goebel, ehemaliger Chefarzt / Berater

Herr Prof. Dr. Gerhard Goebel

Schön Klinik Roseneck
Am Roseneck 6
83209 Prien am Chiemsee

Tel.: 08051 68-0

Fax: 08051 68-100003


Vita

  • Professor Dr. med. Dr. med. habil. Gerhard Goebel (Jahrgang 1946), Facharzt für Innere Medizin und psychotherapeutische Medizin ist seit 1985 Oberarzt und seit 1999 Chefarzt der Klinik. Seit 1988 Mitglied Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) und Mitglied Schmerztherapeutisches Kolloquium, Heidelberg; 1995 Zusatzbezeichnung Algesiologie durch Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)
    1988 bis 1993 Dozent bei Lindauer Psychotherapiewochen, München und der Akademie für Sozialmedizin Berlin. 1988 Lehrbeauftragter des Ärztlichen Weiterbildungskreis für Psychotherapie/Psychoanalyse (ÄWK), München; 1992 Lehrbeauftragter für Postgraduierte Weiterbildung in Psychotherapie am Fachbereich Psychologie der Univ. Giessen und seit 2002 an der Univ. Zürich, Klinische Psychologie.
    2001 Mitglied Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT) und Deutsche Gesellschaft für Verhaltensmedizin (DGVM), München; seit
    1997 anerkannter Lehrtherapeut und Supervisor der Bayerische Landesärztekammer; 2003 Supervisor Institut für Therapieforschung IFT
    (München), der Bayerische Akademie für Psychotherapie BAP (München) und Centrum für Intergative Psychotherapie CIP (München)
    1990 Mitglied Deutsche Hals-Nasen-Ohren-Gesellschaft, Bonn und 1997 der Deutsche Gesellschaft für Audiologie DGA, Münster; 1999 habilitiert er sich an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität München und erhält im gleichen Jahr die Lehrbefähigung (Privatdozent) im Fachgebiet „Hals- Nasen- Ohrenheilkunde. 2005 Ernennung zum apl. Professor für HNO-Heilkunde.
    2002 wird er aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied der Deutschen Tinnitus-Liga (DTL) ernannt. Seit September 2002 ist er Vizepräsident der DTL und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirat der DTL, Wissenschaftlicher Beirat in der Redaktion von „HNO-Nachrichten“.
    1992 gibt er das erste Fachbuch zu Psychosomatik des Tinnitus heraus, das 1998 in englischer Übersetzung erscheint und 2001 in erweiterter Form als
    zweite Auflage herausgegeben wird. 2003 erscheint sein Fachbuch „Tinnitus und Hyperakusis“ (Hogrefe Verlag). Darüberhinaus hat er zusammen mit Prof. W.Hiller (Leiter des Psycholog. Institut der Univ. Mainz) den "Tinnitus-Fragebogen (TF)" evaluiert (1998) und in Deutschland etabliert sowie als wichtige Basis für den Praxis- und Forschungsbereich das "Strukturierte Tinnitus-Interview (STI)" 2001 publiziert. Eine veränderungssensitive Kurzform (Mini-TQ 12) publiziert er mit W. Hiller 2004 in 12 Sprachen. In ähnlicher Güte entwickelt er 2001 zusammen mit W. Hiller in deutsch, englisch und französisch das erste „Strukturierte Tinnitus- Interview (STI)“.
    Neben der Herausgabe eines Buches über Magersucht (1992) und zahlreicher Publikationen in Wissenschaftsjournalen zur Thematik Schmerz, Osteoporose, Psychosomatik und Tinnitus ist er Mitautor in den Symposiumsbänden der internationalen Tinnitus- Seminare von Bordeaux (1991), Portland (1995), Cambridge (1999) und Pau (2005) sowie „HNO-Praxis heute: Tinnitus“ (2005). In dem im Urban- & Vogel-Verlag jetzt neu erschienen Fachbuch "Ohrgeräusche", das er herausgeben hat, sind aus verschieden Fachsichten die Ursachen und verschiedenen Therapiemöglichkeiten und psychologischen Verfahren einschließlich der Tinnitus Retraining-Therapie (TRT) dargestellt. Schließlich hat er in der anspruchsvollen Reihe "Fortschritte in der Psychotherapie" den Band "Tinnitus und Hyperakusis" herausgegeben (Hogrefe-Verlag, 2003). Aus seinem Erfahrungsschatz in der tägl. Arbeit ist 2002 das Büchlein "100 Fragen zum Tinnitus" für Betroffene erschienen. In der Klinik Roseneck werden etwa 500 Tinnitus-Patienten pro Jahr im Rahmen einer psychosomatischen Krankenhausbehandlung behandelt. 2006 publiziert er eine weltweit erstmalige 15- Jahres Katamnese über den Effekt einer stationären Psychotherapie bei 271 Patienten beim quälendem chronischen Tinnitus (Acta Otolaryngologica 2006). Die Ergebnisse belegen einen anhaltend stabilen Erfolg über die Zeit.

Publikationen

  • Wichtige Publikationen:
    Goebel,G.(Hrsg.) (1992)
    Ohrgeräusche. Psychosomatische Aspekte des komplexen chronischen Tinnitus: Vorkommen, Auswirkungen, Diagnostik und Therapie.
    Fachbuch Quintessenz München Goebel,G. & Hiller,W. (1994)
    Verhaltensmedizinische Diagnostik bei chronischem Tinnitus mit Hilfe des Tinnitus-Fragebogens (TF)
    Diagnostica 2:155-167
    Goebel,G. (1995)
    Fortschritte bei der verhaltensdiagnostischen Diagnostik und Behandlung quälender Ohrgeräusche
    Otorhinologol Nova 5: 178-189
    Fichter,M. & Goebel,G. (1996)
    Psychosomatische Aspekte des chronischen komplexen Tinnitus.
    Deutsches Ärzteblatt 26: A1771-1776
    Goebel,G. & Hiller,W. (1998)
    Tinnitus-Fragebogen (TF)
    Ein Instrument zur Erfassung von Belastung und Schweregrad bei Tinnitus.
    Hogrefe, Göttingen
    G. Goebel,G. (Ed. 1998)
    Psychosomatic Aspects of Complex Chronic Tinnitus. Occurence, Effects, Diagnosis and Treatment.
    Quintessence publishing co LTD, Surrey (UK)
    Goebel,G., Schweiger,U., Krüger,R., Fichter,M.M. (1999)
    Predictors of bone mineral density in patients with eating disorders.
    International Journal of Eating Disorders 24: 143- 150
    Goebel,G. (1999)
    Therapie des chronischen Tinnitus. Evaluation und Prädiktoranalyse einer multimodalen Verhaltenstherapie.
    Habilitationsschrift zur Erlangung der Lehrbefähigung im Fachgebiet HNO- Heilkunde (Prof. W. Arnold). Medizinische Fakultät der Technischen Universität München Hiller,W., Goebel,G., Schindelmann,U. (2000)
    Studie zur systematischen Fremdbeurteilung von Patienten mit chronischem Tinnitus (Strukturiertes Tinnitus- Interview STI)
    Diagnostica: 46: 93- 102
    Hiller,W. & Goebel,G. (2000)
    Assessing audiological, pathological and psychological variables in chronic tinnitus: A study of reliabiltiy and search for prognostic factors.
    International Journal of Behavioral Medicine 6: 312- 330
    Goebel,G. (Hrsg., 2001)
    Ohrgeräusche. Psychosomatische Aspekte des chronischen Tinnitus
    Fachbuch Urban & Vogel, München
    Goebel,G. & Hiller,W. (2001)
    Verhaltensmedizinische Tinnitus-Diagnostik - Eine praktische Anleitung zur Erfassung medizinischer und psychologischer Merkmale mittels des Strukturierten Tinnitus-Interview (STI)
    Hogrefe Verlag, Göttingen
    C.Thora & G. Goebel (2002)
    100 Fragen zum Tinnitus: Wissenswertes und Patientenfragen zum Tinnitus
    TIBETZ, München (ISBN 3-8311-4154-1)
    Goebel,G. (2003)
    Tinnitus und Hyperakusis.
    In: Schulte,D., Grawe,K.,Hahlweg,K., Vaitl,D. (Hrsg.): Fortschritte der Psychotherapie: Manuale für die Praxis
    Hogrefe Verlag für Psychologie Göttingen ISBN 3-8017-1117-X
    Hiller,W. & Goebel,G. (2004)
    Rapid assessment of tinnitus-related psychological distress using the Mini-TQ
    International Journal of Audiology 43: 600-604
    Goebel,G. Kahl,M,.Arnold,W., Fichter,M. (2006)
    15-years prospective follow-up study of behavioral therapy in a large sample of inpatients with chronic tinnitus.
    Acta Oto-Laryngologica 126: 70- 79
    Hiller,W. & Goebel,G. (2006)
    Factors Influencing Tinnitus Loudness and AnnoyanceArch Otolaryngol Head and Neck surg 132:1323- 1330
    Hiller,W. & Goebel,G. (2007)
    When Tinnitus Loudness and Annoyance Are Discrepant: Audiological Characteristics and Psychological Profil
    Audiol Neurotol 12: 391-400
    U. Büttner, G.Goebel, C. Gerloff (2007)
    Tinnitus In: Brandt,T., Dichgans,J., Diener,H.C. (Hrsg.): Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen. 5. Auflage; Kohlhammer, Stuttgart: 174-180
    Goebel,G. & Floetzinger,U.(2008)
    Pilot study to evaluate psychiatric co-morbidity in tinnitus patients with and without hyperacusis
    Audiological Medicine, 6: 78- 84