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Bandscheibenvorfall.

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  1. #1
    Registriert seit
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    1

    Standard L5S1 Vorfall links

    Liebe Forumsleser und Leidensgenossen,

    bei mir wurde am 28.12.2011 ein linksseitiger Bandscheibenvorfall L5 S1 diagnostiziert.

    Anfänglich hatte ich nur einen ziehenden Schmerz in die linke Pobacke nach dem Aufstehen für ca 1 Stunde.
    Inzwischen werden die Schmerzen täglich stärker und verschwinden gar nicht mehr. Nun bin ich kurz davor mich operieren zu lassen.
    Allerdings möchte ich vorher noch eine ambulante Reha(gerade beantragt) als letztes Mittel probieren.

    Nun meine Fragen: hege ich eine berechtigte Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung der Schmerzen ohne OP also nur durch eine amb. Reha?
    (Lähmungen, Kribbeln hatte ich noch nicht)
    Oder kann ich davon ausgehen daß die Beschwerden nun immer schlimmer, bis hin zu Lähmungserscheinungen, werden.
    Ich muß dazu sagen, daß ich weiterhin viel Sport ( Sportklettern, Skifahren, Radfahren, Kieser Training) betreibe und versuche mich weiterhin viel zu bewegen.
    Wobei es eigentlich immer zwickt, schmerzt und die Beweglichkeit eingeschränkt ist.
    So kann ich mich fast gar nicht mehr bücken, Socken und Schuhe anziehen ist eine schmerzhafte Prozedur.

    Die Bandscheibe L5S1 ist dehydriert nicht mehr besonders stark/dick und "musste schon einiges mitmachen". Bedeutet dies, daß nach einer OP zwangsläufig eine Versteifung ansteht?
    Ich habe befürchte einfach daß die 1te OP

    Zu mir: bin 45J 180cm, 70kg. bisherige Therapie: Physiotherapie seit 8 Wochen, Akupunktur, Ibuprofen täglich (seit 1 Woche) bis zu 1800mg.

    Über Erfahrungen und Meinungen wäre ich sehr dankbar.
    Herzliche Grüße
    thomas

  2. #2
    Registriert seit
    15.06.2011
    Beiträge
    256

    Standard

    Lieber Thomas,

    vielen Dank für Ihre Anfrage hier im Forum. Welche Behandlungsform bei einem Bandscheibenvorfall am besten geeignet ist, bespricht in der Regel der behandelnde Arzt gemeinsam mit seinen Patienten. Wichtig bei der Entscheidung über die angewendete Behandlungsart ist neben der eingehenden ärztlichen/klinischen Untersuchung auch die Beurteilung von CT- oder MRT-Bildern. Prinzipiel gibt es drei unterschiedliche Ansätze:

    - Bei der konservativen Therapie wird z.B. mit Physiotherapie, Muskelaufbautraining und anderen Anwendungen versucht, die Bandscheibe wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück zu bewegen, die stützende Muskulatur der Wirbelsäule zu kräftigen und auftretende Schmerzen zu lindern.

    - Bei den semi-invasiven Therapieansätzen steht die lokale Gabe von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten im Vordergrund, die in der Regel meist direkt an der Wirbelsäule verabreicht werden (z.B. in Form einer Infiltration).

    - Wenn diese beiden Ansätze nicht ausreichen bzw. keine ausreichende Linderung verschaffen, kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Dabei wird - vereinfacht ausgedrückt - der vorgewölbte Teil der Bandscheibe entfernt, so dass der Druck auf die Nervenwurzel vermindert wird.

    Eine Versteifung (die sogenannte "Fusion") ist dann notwendig, wenn das betroffene Wirbelsäulensegment stark degeneriert (etwa, wenn die Bandscheibe sehr dünn ist und daher die Wirbelkörper quasi aufeinander reiben) und instabil ist.

    Hier finden Sie weitere detaillierte Informationen zum Thema Bandscheibenvorfall und Therapiemöglichkeiten sowie eine Übersicht unserer spezialisierten Ärzte und Kliniken.

    Viele Grüße und gute Besserung
    Geändert von ojung (01.05.2012 um Uhr)
    Oliver Jung
    Internet-Team Orthopädie
    -------------------------------
    Schön Klinik Harthausen

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