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023 Orthopädie //

Wirbelsäulenchirurgie

0231 Bandscheibenvorfall // Operation


Schmerz, lass nach! Die Operation von Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule gehört weltweit zu den häufi gsten Eingriffen der Wirbelsäulenchirurgie. Kein Wunder, allein in Deutschland werden jährlich 800.000 Bandscheibenvorfälle diagnostiziert. Jeder einzelne von ihnen ist mit Schmerzen verbunden, die im Rücken auftreten oder in andere Körperregionen ausstrahlen. Häufig treten auch Gefühlsstörungen oder Lähmungen in Beinen und Füßen auf. Führen konservative Therapien wie Massagen, Gymnastik oder Elektrobehandlungen nicht zum Erfolg, kommt oft nur noch eine Operation in Frage. Dabei wird heute grundsätzlich minimalinvasiv operiert, entweder mit Hilfe eines Operationsmikroskops (mikrochirurgisch) oder eines Endoskops („Schlüssellochchirurgie“). Erfolgreich sind solche Operationen dann, wenn sie ohne Komplikationen verlaufen, der Schmerz reduziert oder ganz abgestellt werden kann und der Patient wieder ungehindert seinem Beruf und Freizeitaktivitäten nachgehen kann. Bandscheibenvorfälle operieren die Spezialisten der Schön Kliniken in der Orthopädischen Klinik München-Harlaching, im Behandlungszentrum Vogtareuth, im Klinikum Eilbek und im Klinikum Neustadt.

TAB 1 > Operation geglückt, Schmerz im Bein (fast ganz) weg Von einer gelungenen Bandscheibenoperation spricht man, wenn der Schmerz deutlich verringert werden konnte. Als Messmethode dient dazu die international anerkannte „Visual Analog Scale“ (VAS). Von einer deutlichen Schmerzverringerung ist dann die Rede, wenn die Schmerzstärke innerhalb der VAS unter einem Wert von 3 liegt. In den Schön Kliniken werden ehrgeizige Ziele verfolgt: Unternehmensweit gilt die Unterschreitung des Wertes 2 als maßgeblich. Sowohl die Orthopädische Klinik München-Harlaching als auch das Klinikum Neustadt lagen deutlich unter diesem Wert.

TAB 3 > Infektionen gut im Griff Zu den häufi gsten Komplikationen, die nach einer Bandscheibenoperation auftreten können, zählen neben neurologischen Verschlechterungen (z.B. Lähmungen) Infektionen. Diese treten erfahrungsgemäß durchschnittlich nach 0,5 bis 2 % aller Eingriffe auf. Sowohl die Orthopädische Klinik München-Harlaching als auch das Klinikum Neustadt zeigten in diesem Bereich hervorragende Ergebnisse.

TAB 2 > Erfahrung zählt: kaum Verletzungen der Rückenmarkshaut Die Verletzung der Rückenmarkshaut gehört zu den häufigsten Komplikationen während einer Bandscheibenoperation. Sie kommt bei 3,5 bis 7 % der Eingriffe vor. Bei den Schön Kliniken sollte sie bei maximal 3 % aller Bandscheibenoperationen auftreten. Das Klinikum Neustadt und die Orthopädische Klinik München-Harlaching erfüllten diese interne Vorgabe problemlos.

* Visual Analog Scale
** Tafazal S. I., Sell P. J.: Euro Spine J 14 (2005)
*** Tarlov E., Complications of Spinal Surgery (1991), Pastacchini f.: Lumbar Disc Herniation (1999)

0232 Lenden-/Brustwirbelsäule // Stabilisation

TAB 2 > Die klinische Untersuchung belegte, dass sich der Schmerzscore (Visual Analog Scale, VAS) über alle Patienten betrachtet von 8 Punkten vor der Operation auf 2 Punkte verbesserte. Um als deutliche Schmerzverbesserung zu gelten, muss der Wert nach der Operation laut internationalen Standards die 3-Punkte-Marke unterschreiten. Der erreichte Wert aus dem Behandlungszentrum Vogtareuth lag klar unter dieser Marke und zeugt von einem sehr guten Operationsergebnis

TAB 1 > Künstliche Unterstützung für die Wirbelsäule Bestimmte Krankheitsbilder, wie z.B. das sogenannte Wirbelgleiten oder die Folgen einer seitlich verkrümmten Wirbelsäule, machen eine Stabilisierung der Wirbelsäule erforderlich, um weitere Schmerzen und einseitige Abnutzungserscheinungen zu vermeiden. Mit dem „System Expedium LIS“ lässt sich die Form der mittleren Wirbelsäule verbessern. Dazu werden maximal drei Wirbelglieder über Stäbe miteinander verschraubt. Der ganze Eingriff erfolgt minimal- invasiv über einen etwa 1,5 cm breiten Schnitt im Rücken, durch den Schrauben und Stäbe eingeführt werden. Diese Methode verringert im Vergleich zu einer klassischen, offenen Operation das Auftreten von Schmerzen, Blutungen, offenen Wunden oder Infektionen an der Operationsstelle deutlich. Die hier dargestellten Resultate sind Frühergebnisse einer Studie, da der Einsatz des Systems Expedium LIS weltweit relativ neu ist. Bei der letzten Nachuntersuchung spürten 80 % der Patienten keine Schmerzen mehr im operierten Bereich, 15 % hatten weniger Schmerzen. Eine Verschlechterung trat bei keinem Patienten auf.

* Visual Analog Scale

0233 Künstlicher Bandscheibenersatz


Hightech-Operation für ein Verschleissteil Wenn der Rücken dauerhaft schmerzt, liegt häufig ein Verschleiß der Wirbelsäule oder gar ein Bandscheibenvorfall vor. Gerade bei den Operationsmethoden des Skelettsystems hat sich in den letzten Jahren viel getan. Der Bandscheibenersatz gehört mit zum innovativsten Gebiet in der Wirbelsäulenchirurgie. Bei dieser – in der Regel minimal-invasiv durchgeführten – Operation wird zunächst die Bandscheibe, die auf die Nerven drückt, entfernt. Das danach eingebrachte Implantat stellt den normalen Abstand und den Winkel zwischen den Wirbeln wieder her. Auf diese Weise lassen sich die Wirbel stabilisieren, ohne die Beweglichkeit entscheidend einzuschränken.

TAB 2 > Deutliche Abnahme der Schmerzen Auch die Auswertung nach der Visual-Analog- Scale-Methode (VAS) zur Schmerzmessung brachte erfreuliche Ergebnisse zum Bandscheibenersatz.

TAB 1 > Nach Behandlung in der Orthopädischen Klinik München-Harlaching kann der Alltag wieder kommen Mit dem Oswestry-Score lässt sich die Schmerzintensität und ihre Auswirkung auf den Alltag sehr gut abbilden. Die Patienten werden dazu vor und drei Monate nach der Behandlung zu unterschiedlichen alltagsnahen Tätigkeiten und den jeweiligen Einschränkungen durch Schmerzen befragt. Dies umfasst beispielsweise, inwieweit das Gehen, Sitzen oder Stehen, die eigenständige Körperpfl ege, soziale Kontakte oder sexuelle Aktivitäten negativ beeinfl usst werden. Während sich bei einem Wert von 0 % der Patient in allen abgefragten Alltagssituationen ohne Einschränkungen durch Schmerzen bewegen kann, geht man bei Werten bis zu 20 % von einer minimalen Einschränkung aus, die den Alltag kaum beeinfl usst. Mit 16,5 % wies die Orthopädische Klinik München- Harlaching sehr gute Ergebnisse auf.

TAB 4 > Eine Analyse von Versicherungsdaten ergab außerdem, dass drei Viertel aller Patienten wieder angefangen hatten zu arbeiten. Ein Zeichen für die Rückkehr der Normalität in den bisher von Schmerzen bestimmten Alltag.

TAB 3 > In der Nachuntersuchung äußerten sich die Patienten hochzufrieden mit der Operation. 96 % würden sich wieder für einen solchen Eingriff entscheiden.

* Visual Analog Scale

0234 Allgemeine Wirbelsäulenchirurgie


TAB 1 > Für den Bereich Wirbelsäulenchirurgie in der Orthopädischen Klinik München-Harlaching hat sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität nach Einschätzung der Patienten sowohl in körperlicher wie psychischer Hinsicht deutlich verbessert. Während die körperliche Lebensqualität der Patienten bei der Aufnahme erheblich eingeschränkt war, lagen die psychischen Werte hier noch im niedrigen, aber normalen Bereich.

Mehr Freude am Leben mit gestärktem Rücken Um den Einfluss von Behandlungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität messen zu können, bedienen sich Qualitätsmanager eines bewährten Messinstruments. Der „SF-36“ ist ein Fragebogen, mit dem das psychische Empfi nden, die allgemeine körperliche Verfassung, der Einfl uss von Erkrankungen auf Beziehungen zu anderen Menschen und die Fähigkeit, berufl iche wie private Aufgaben zu bewältigen, erfasst werden. Alle diese Bereiche werden vom Patienten beurteilt, damit man ein Bild der Lebensqualität aus seiner Perspektive erhält. Die Ergebnisse aus dem Fragebogen werden in einem aufwendigen statistischen Rechenverfahren mit Normwerten verglichen. Als „Mittelwert“ gilt beim SF-36 ein Wert von 50 Punkten, wobei Schwankungen von jeweils 10 Punkten nach oben wie nach unten noch im normalen Bereich liegen.