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03 Psychosomatik /

Überblick


Wenn die Seele rebelliert

Der Begriff Psychosomatik leitet sich aus den griechischen Wörtern „Psyche“ für „Seele“ und „Soma“ für „Körper“ ab. Die Psychosomatik beschäftigt sich disziplinübergreifend mit Erkrankungen, deren Ursachen sich nicht rein körperlich erklären lassen. Zum Aufgabengebiet der psychosomatischen Medizin gehört es, Krankheiten und Leiden, die auf psychische Ursachen zurückzuführen sind, zu erkennen, sie medizinisch und psychotherapeutisch zu behandeln sowie Patienten die Wiedereingliederung in ein normales Leben zu ermöglichen.
Oft ist es die Mischung von Auswirkungen unseres „modernen“ Lebensstils, die psychosomatische Erkrankungen begünstigen oder verursachen kann. Dazu gehören unter anderem hoher sozialer Leistungsdruck, Über- oder Unterforderung am Arbeitsplatz oder fehlender Ausgleich zum täglichen Stress. Dies kann beispielsweise mit Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS) im Kindesalter beginnen. Mit fortschreitendem Alter können dann Erkrankungen wie Magersucht (Anorexia nervosa), Depression, Burn-out oder Tinnitus vorkommen. Und das sind keine harmlosen Einzelfälle. So schätzt das Bundesgesundheitsministerium z.B., dass bis zum 65. Lebensjahr über 12 % aller Bundesbürger eine Depression durchlitten haben. Ein weiteres Beispiel: Bei der Magersucht, unter der vor allem weibliche Jugendliche leiden, geht man von einer alarmierend hohen Sterblichkeitsrate von 15 bis 20 % aus.

* Fallzahlen 2006