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053 Innere Medizin //

Geriatrie

0531 Muskuloskelettale Indikation


Über rein medizinische Zusammenhänge hinaus Um diese komplexe Problematik in den Griff zu bekommen, setzen die Spezialisten für Altersmedizin (Geriatrie) des Klinikums Staffelstein auf einen umfassenden und individuellen Ansatz in Diagnose und Therapie. Nicht allein das medizinische Problem, sondern der ganze Mensch mit seinem Lebenshintergrund wird dabei betrachtet. Auch psychische Begleiterscheinungen, die häufi g erst durch die Krankheitsgeschichte eintreten, berücksichtigen die Ärzte und Therapeuten bei den individuell angepassten Konzepten. Es ist Teamarbeit gefragt, wenn ärztliche Therapie, Pflege, Physiotherapie, Physikalische Therapie, Ergotherapie, Gedächtnistherapie und Kunsttherapie rund um den Patienten zu einem Erfolgskonzept verknüpft werden.

Unabhängigkeitsbewegung: mobil im hohen Alter Die Einschränkung der Bewegungs- und Gehfähigkeit verändert den Alltag von alten Patienten dramatisch. Selbst kleinste, scheinbar selbstverständliche Dinge, wie zum Beispiel der Gang zur Toilette, können nur unter größter Anstrengung oder gar nicht mehr ohne fremde Hilfe durchgeführt werden. Die Folge: Verunsicherung, Ängste, Abhängigkeit, die häufi g in Antriebslosigkeit oder Depressionen münden. Auch geht mit der Behinderung ein Abbau der Muskulatur und der gesamten körperlichen Verfassung einher, der wiederum die Anfälligkeit für Krankheiten begünstigt.

TAB 2 > Im Klinikum Staffelstein ist man zu Recht stolz darauf, 80 % aller Geriatrie-Patienten, die wegen erheblicher Einschränkungen der Beweglichkeit behandelt wurden, nach Hause und eben nicht in eine Pfl egeeinrichtung entlassen zu können.

TAB 1 > Von den Patienten, die vor dem Aufenthalt im Klinikum Staffelstein nicht gehfähig waren, konnte nahezu die Hälfte bei der Entlassung wieder eingeschränkt gehen. Sie erhielten auf diese Weise ein Stück Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein und Lebensqualität zurück.

TAB 3 // TAB 4 > Timed Up And Go Zur Beurteilung der Qualität der Behandlung wird erfasst, wie mobil und schnell der Patient vor und nach dem Klinikaufenthalt ist („Timed up and go“-Test). Dazu wird die Zeit gemessen, die ein Patient benötigt, um aus einem Stuhl aufzustehen, drei Meter zu gehen, sich umzudrehen, zurückzugehen und sich wieder hinzusetzen. Während ein gesunder Mensch dafür ca. sieben Sekunden braucht, lag der Wert bei den Geriatrie-Patienten in Staffelstein zunächst bei 35 Sekunden. Dieser Wert verbessert sich bis zur Entlassung auf durchschnittlich 30 Sekunden. Für die betroffenen Seniorinnen und Senioren stellt bereits diese Verbesserung von durchschnittlich 5 Sekunden einen sehr großen Erfolg und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität dar. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass bereits das Aufstehen aus einem Sessel selbst bei gesunden Menschen im Alter oft mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist.