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031 Psychosomatik //

Depression


Mit den Gefühlen am Boden Wenn Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und fehlende Lebensfreude ein Ausmaß annehmen, in dem sie den Alltag des Patienten massiv beeinträchtigen, spricht man von Depressionen. Die Betroffenen leiden dann beispielsweise unter Schlaf- oder Konzentrationsstörungen. Depressionen können ohne einen sichtbaren Anlass auftreten. Oft stehen sie aber im Zusammenhang mit abrupten Veränderungen der Lebensverhältnisse oder Schicksalsschlägen. Auch Konfl ikte in der Familie, Ehe bzw. Partnerschaft oder am Arbeitsplatz können zu Depressionen führen. Depressionen lassen sich medikamentös und psychotherapeutisch gut behandeln. Als eines der wirksamsten psychologischen Verfahren hat sich dabei die kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Bei dieser Therapieform wird der Patient dazu bewegt, sich bewusst gedanklich mit den Ursachen seiner Erkrankung und seiner Einstellung dazu auseinanderzusetzen. Seelische Verletzungen werden erkannt, therapeutisch bearbeitet, Verhaltensmuster geändert und schrittweise auch im Alltag umgesetzt.

TAB 2 > Wie stark wirkt die Behandlung auf die Depression? Zur Beurteilung von Therapieerfolgen durch einen bestimmten Behandlungsansatz hat sich unter anderem die Berechnung von sogenannten Effektstärken in der wissenschaftlichen Forschung etabliert. In der jeweiligen Effektstärke werden auch die Unterschiede zwischen Aufnahme und Entlassung betrachtet. Je größer die Abstände zwischen beiden Werten, desto größer ist der Effekt.

Gute bis sehr gute Therapieerfolge wissenschaftlich belegt Zur Beurteilung sind bei wissenschaftlichen Untersuchungen folgende Abstufungen üblich: Bei Werten zwischen 0,3 und 0,5 spricht man von einem kleinen Effekt (Erfolg), zwischen 0,5 und 0,8 von einem klinisch relevanten Effekt, der also die Therapie aus ärztlicher Sicht rechtfertigt. Über 0,8 wird der Effekt der Therapie als groß angesehen, d.h. die Therapie war sehr erfolgreich. Von sechs Schön Kliniken, die Depressionen therapieren, zeigen sich vier Werte in diesem hervorragenden Bereich. Auch bei Werten im klinisch relevanten Bereich geht man von einem guten Behandlungserfolg aus.

TAB 1 > Messinstrument für Depressionen Das Beck-Depressions-Inventar (BDI) stellt eine weit verbreitete Messmethode bei der Beurteilung für Erfolg und Verlauf einer Therapie dar. Erfasst werden damit die jeweils aktuellen depressiven Symptome. Außerdem hilft es einzuschätzen, inwieweit sich der depressive Zustand des Patienten verändert. Ab 18 Punkten sollte die Depression behandelt werden. Das Ziel am Ende einer Behandlung: ein Wert unter 18 Punkten, wie es bei allen Mittelwerten der Schön Kliniken deutlich der Fall war.


* BQS = Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung