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051 Innere Medizin //

Allgemeine Innere Medizin

0511 Nierenbiopsie


Klarheit durch Gewebeentnahme Durch Röntgenuntersuchungen und Ultraschall kann bei vielen Nierenerkrankungen keine ausreichende Diagnose gestellt werden. Hier kann nur eine Nierenbiopsie, also eine Gewebeentnahme, endgültige Klarheit bringen. Sie hilft den Ärzten, eine Therapieentscheidung zu treffen, und gibt wichtige Hinweise für die Prognose der Erkrankung. Unter Ultraschallsicht wird dazu nach lokaler Betäubung mit einer dünnen Nadel ein Gewebezylinder aus der Niere entnommen und von Spezialisten unter dem Mikroskop untersucht.

Zentrales Organ mit oft unterschätzter Rolle: Die Niere Die meisten Erkrankungen der Niere beschränken sich nicht nur auf das Organ selbst, sondern haben Auswirkungen auf den gesamten Körper. Und umgekehrt. Die Hauptursachen für ein dauerhaftes Nierenversagen (Niereninsuffi zienz) sind Diabetes mellitus (50 % der Fälle) und Bluthochdruck (20 %).

TAB 1 // TAB 2 > Deutlich geringere Komplikationsraten im Klinikum Eilbek Nach Nierenbiopsien kann es in seltenen Einzelfällen zu Komplikationen wie Blutungen, Notfalloperationen bis hin zur notwendigen Nierenentfernung kommen. Im Klinikum Eilbek wurden 2006 insgesamt 52 Nierenbiopsien und damit die meisten innerhalb der Schön Kliniken durchgeführt. Notoperationen wurden dabei nicht notwendig.

TAB 3 // TAB 4 > Leichte Blutungen nach einer Biopsie können an einer Abnahme des Anteils an Hämoglobin (eisenhaltiger roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen) erkannt werden. Deshalb werden diese Hämoglobinwerte vor und nach einer Gewebeentnahme bestimmt. Das Klinikum Eilbek lag mit den Komplikationsraten durch leichte und schwere Blutungen nach einer Nierenbiopsie deutlich unter den internationalen Vergleichswerten.

* www.uptodate.com (Oktober 2007)


0512 Darmspiegelung

TAB 1 > Darmspiegelungen für Diagnose und Therapie Bei Erkrankungen des Verdauungstraktes ist die Endoskopie (Spiegelung) von Speiseröhre, Magen, Zwölffi ngerdarm und Dickdarm ein wichtiges Hilfsmittel bei Diagnostik und Therapie. Dabei spielt die Erfahrung des untersuchenden Arztes neben der Häufi gkeit der durchgeführten Untersuchung eine entscheidende Rolle, um Komplikationen wie Darmperforationen (Darmdurchbrüche) oder Blutungen zu vermeiden. In der Fachliteratur wird für diese Komplikationen ein Referenzbereich von 0,16 bis 0,34 % angegeben. Lediglich bei Darmspiegelungen zu therapeutischen Zwecken wies das Klinikum Neustadt Komplikationen auf, die allerdings noch deutlich unter dem Referenzbereich lagen. Ansonsten kam es weder beim Klinikum Neustadt noch bei der Argirov Klinik Starnberger See überhaupt zu Komplikationen.

* Classen, M. und Siewert, J.R.: Gastroenterologische Diagnostik (1993)


0513 Herzkathetertechnik für Diagnose und Therapie


Verkürzte Liegezeit durch modernste Geräte Bei der Koronarangiographie werden die Innenräume der Herzkranzgefäße über einen eingeführten Schlauch, den Katheter, mit Röntgenkontrastmittel gefüllt. Durch das Röntgen kann der Zustand der Herzkranzgefäße mit Hilfe dieses Kontrastmittels fotografi sch erfasst und digital gespeichert werden. Der Einsatz von Kathetern mit möglichst kleinem Durchmesser ermöglicht dabei eine kurze Liegezeit (8-24 Stunden) des Patienten nach dem Eingriff und gewährleistet so eine niedrige Rate von Blutungskomplikationen.

Exakte Ergebnisse: Diagnose mit Hilfe des Herzkatheters Wie derzeit keine andere diagnostische Methode ermöglicht die Verwendung eines Herzkatheters (Koronarangiographie) auch in der Argirov Klinik Starnberger See exakte Aussagen über den Zustand der Herzkranzarterien. Auf diese Weise lässt sich die erste Diagnose einer koronaren Herzkrankheit sichern bzw. ausschließen. Außerdem kann damit das Ausmaß einer koronaren Herzkrankheit beurteilt werden. Die Koronarangiographie unterstützt den Arzt bei der Entscheidung, ob überhaupt eine Behandlung notwendig ist, ob eine Therapie mit Medikamenten ausreicht, und ob der notwendige Blutfl uss mit Hilfe des Katheters oder eines herzchirurgischen Eingriffs sichergestellt werden sollte.

Herzkathetertechnik als Therapie: mit Drahtgerüsten und Ballons Die Kathetertechnik dient auch als schonende Alternative zu Operationen von Herzkranzgefäßen, bei denen die Durchblutung gestört oder gar nicht mehr möglich ist (Herzinfarkt). Dazu wird ein kleiner Ballon am Ende eines Führungsdrahtes befestigt und bis zur verengten Stelle des Gefäßes geschoben. Dort angekommen, füllt der Arzt den Ballon und weitet so die Engstelle auf. Um Gefäßabschnitte dauerhaft offen zu halten, werden mit dem Katheter röhrenförmige Gitter aus feinem Draht (Stents) zur inneren Abstützung des Gefäßes eingebracht.

TAB 2 > Erfolgreicher Kathetereinsatz nachgewiesen Der Kathetereinsatz zur Beseitigung einer Durchblutungsstörung gilt als erfolgreich, wenn die Engstelle oder der Verschluss ohne Komplikationen beseitigt wurde. In der Argirov Klinik Starnberger See traf dies nachweisbar auf über 95 % aller Fälle zu.

TAB 1 > Sehr hohe Treffsicherheit bei der Diagnose Die Koronarangiographie sollte nur vorgenommen werden, wenn Beschwerden oder andere Befunde auf eine koronare Durchblutungsstörung hinweisen. Bei 88 % aller in der Argirov Klinik Starnberger See durchgeführten Herzkatheteruntersuchungen wurde die erste Diagnose bestätigt und es wurden eindeutige Zeichen für Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen ermittelt.

* BQS = Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung


0514 Ambulant erworbene Pneumonie


TAB 1 > Erhöhtes Risiko steigt mit zunehmendem Alter und bei zusätzlichen Krankheiten Die hohe Sterblichkeitsrate macht den Anteil der Lungenentzündungen mit Todesfolge zu einem Messkriterium für die Qualität der Behandlung. Das Lebensalter und Begleiterkrankungen können allerdings das Risiko eines tödlichen Ausgangs verstärken und dadurch das Messergebnis beeinfl ussen. Deshalb hat man zur exakteren Messung eine Einteilung in Risikoklassen vorgenommen. Dazu werden mit anerkannten Scores (CRB-65 und CURB) genau festgelegte Anzeichen von Begleiterkrankungen erfasst. Je nach Ausprägung dieser Anzeichen ergeben sich drei unterschiedliche Risikoklassen. In der Risikoklasse 1 ist die zu erwartende Sterblichkeit niedrig, in der Risikoklasse 2 besteht dagegen ein höheres Sterblichkeitsrisiko. In der Risikoklasse 3 liegt aufgrund des Alters und der Begleiterkrankungen eine hohe Wahrscheinlichkeit vor, an der Lungenentzündung zu sterben.
In zwei der drei Risikoklassen liegt die Sterblichkeitsrate im Klinikum Eilbek erheblich unter dem Bundesdurchschnitt. Nur in der Risikoklasse 2 sind die Werte des Klinikums Eilbek in etwa gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt

Weltweit Todesursache Nr. 1 unter den Infektionskrankheiten Die Lungenentzündung (Pneunomie) ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO die häufigste Infektionskrankheit mit Todesfolge. Unter einer „ambulant erworbenen“ Pneumonie versteht man die Fälle von Lungenentzündung, bei denen die Infektion nicht während eines Krankenhausaufenthalts auftritt. Allein an der ambulant erworbenen Pneunomie erkranken jährlich 350.000 bis 500.000 Menschen in Deutschland.

* BQS = Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung