Spinalkanalstenose. Diagnostik & Therapien
Diagnostik, Therapie & Behandlung bei Spinalkanalstenose.
Wie wird eine Spinalkanalstenose festgestellt?
Eine CT-Aufnahme, die die Spinalkanalstenose sichtbar macht
Bei Auftreten der aufgeführten Symptome ist eine fachärztliche orthopädische, neurologische oder neurochirurgische Untersuchung indiziert. Das bildgebende Verfahren der ersten Wahl ist die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT): Diese strahlenfreie Untersuchung ermöglicht es den Spinalkanal und die darin verlaufenden Neurostrukturen wie Rückenmark und Nervenwurzeln hervorragend darzustellen. Bei Patienten, die Herzschrittmacherträger sind oder an Platzangst leiden kann diese Untersuchung nicht durchgeführt werden. Die Computer-Tomographie (CT) stellt dann eine sinnvolle Alternative dar. In einzelnen Fällen kann die Bestimmung der Stromleitgeschwindigkeit im Rückenmark (evozierte Potentiale) oder in den Nerven (Elektromyographie) hilfreich sein.
Konservative Behandlung bei einer Spinalkanalstenose.
Konservative Behandlung
Bei einer Wirbelkanalverengung werden Schmerzen durch exakt dosierte Schmerzmedikamente sowie gezielte Physiotherapie und Physikalische Therapie behandelt.
Operative Behandlung bei einer Spinalkanalstenose.
Internationale Studien belegen, dass die operative Behandlung der Spinalkanalstenose die wirksamere Alternative ist.
Operation im Bereich der Halswirbelsäule
Im Bereich der Halswirbelsäule bieten sich zwei Zugänge an:
- Von vorne, d.h. durch den Hals, führen vorgegebene „anatomische Straßen“ zur Halswirbelsäule. Eine oder mehrere Bandscheiben sowie ein oder mehrere Wirbelkörper mit den entsprechenden Knochenspornen, die gegen das Rückenmark drücken, werden entfernt und durch Implantate ersetzt. Mit diesem Eingriff wird die normale Weite des Spinalkanals wieder hergestellt und anschließend die Halswirbelsäule stabilisiert.
- Von hinten, d.h. durch den Nacken, können mehrere Wirbelbögen aufgesägt und „aufgeklappt“ werden: auch mit dieser Technik wird der Durchmesser des Spinalkanals erweitert.
Die unterschiedlichen Operationstechniken sind meistens nicht frei austauschbar und werden je nach individueller Befundkonstellation angewendet.
Die Eingriffe erfolgen in Vollnarkose und mit Hilfe des Mikroskops, so dass sich die Belastung für die Patienten im Rahmen hält. Sie können am Abend der Operation aufstehen und bleiben bis zu 4 Tagen stationär.
Minimal-invasives Verfahren an der Lendenwirbelsäule.
Beim minimal-invasiven Verfahren wird der Wirbelkanal erweitert
Die Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule kann durch so genannte minimal- invasive Verfahren behoben werden. Über einen etwa 25 mm langen Hautschnitt wird über einen einseitigen Zugang der Wirbelkanal auf beiden Seiten erweitert. Dieser Eingriff kann in bis zu 4 Höhen durchgeführt werden. Der Vorteil dieser schonenden Operationstechnik besteht darin, dass sich auch betagte Patienten den Eingriff unterziehen können. Bereits am Tag nach dem Eingriff verzeichnen sie üblicherweise eine Verlängerung ihrer Gehstrecke.
Schmerztherapie bei einer Spinalkanalstenose.
Schmerztherapie: Damit sich der Schmerz nicht festsetzt.
In der Akutphase werden bereits vor- und während der OP, bis hin zur Nachbehandlung eine spezielle medikamentengestütze Therapie angewendet, um die Schmerzen zu lindern, Bewegungstherapien zu ermöglichen und auch die Chronifizierung des Schmerzsignals zu vermeiden.
Halten Schmerzen über eine längere Zeit an, drohen sie eine Eigendynamik zu entwickeln – auch wenn die Verengung im Wirbelkanal längst behoben wurde. Man spricht dann von einer eigenen Schmerzkrankheit, dem chronischen Schmerz. In diesem Fall wird die Multimodale Schmerztherapie wirkungsvoll eingesetzt – ein erprobtes ganzheitliches Konzept, bei dem Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Psychologen und Therapeuten an einem Strang ziehen. Das Konzept dieser Methode erklärt unser Film:
Rehabilitation bei einer Spinalkanalstenose.
Gerade Sitzen ist für den Rücken wichtig
Nach Eingriffen wegen zervikaler oder lumbaler Spinalkanalstenose kann eine ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) erfolgen. Am Tag nach der Operation wird die Möglichkeit einer AHB mit dem Patienten besprochen. Eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes leitet sie in die Wege. Ziel der AHB ist es zum einen, eventuelle neurologische Ausfälle, d.h. Lähmungen, zu trainieren als auch den Patienten mit einem nacken- und rückengerechten Verhaltensmuster vertraut zu machen. Dies soll bei der beruflichen und privaten Belastung der Wirbelsäule zu Gute kommen.
Ein Betroffener berichtet über die Behandlung seiner Stenose
Erst wollte Hans-Peter seine Wirbelverengung nicht operieren lassen. Doch als der sportliche Rentner nicht einmal mehr Stehen konnte, blieb ihm kaum eine Wahl. Ein halbes Jahr nach dem Eingriff ist er wieder ganz der Alte.
Ursachen & Symptome
Man unterscheidet zwischen angeborenen und erworbenen Stenosen, die sich mit den gleichen Beschwerden äußern.
Spezialisierte Kliniken
Diese Kliniken sind auf die Behandlung von Spinalkanalstenose spezialisiert.
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