Spinalkanalstenose. Diagnostik, Therapie & OP

Wie wird eine Spinalkanalstenose festgestellt und behandelt?

Die Auswahl der Therapie hängt maßgeblich vom Grad der Spinalkanalstenose und den auftretenden Beschwerden ab.

Die Auswahl der Therapie hängt maßgeblich vom Grad der Spinalkanalstenose und den auftretenden Beschwerden ab.

Ein schmerzender Rücken, Gefühlsstörungen in den Beinen oder Einschränkungen beim Gehen: Die Symptome einer Spinalkanalstenose können vielfältig sein und auch auf andere Erkrankungen der Wirbelsäule zutreffen.  Daher ist eine gründliche Diagnostik erforderlich, um andere Erkrankungen auszuschließen und den verengten Wirbelkanal als Verursacher der Beschwerden zu identifizieren.

Wurde eine Spinalkanalstenose festgestellt, hängt die Art der Behandlung von der Ausprägung der Verengung und den auftretenden Beschwerden ab. Nicht immer muss dabei gleich operiert werden. Ist die Einengung des Wirbelkanals noch nicht weit fortgeschritten, helfen oft stabilisierende Maßnahmen wie Physiotherapie oder Muskelaufbautraining. Auch mit physikalischen Anwendungen können die Beschwerden einer Spinalkanalstenose in diesem Stadium gut gelindert werden.

Erst bei einer starken Verengung des Wirbelkanals ist eine Operation unvermeidbar. Der Wirbelkanal muss dann erweitert und die Stabilität im betroffenen Wirbelsäulensegment wieder hergestellt werden.

 

Diagnostik, Therapie & Behandlung bei Spinalkanalstenose.

Diagnostik. Wie wird eine Spinalkanalstenose festgestellt?

Sorgfältige Untersuchung zur Sicherung der Diagnose.

MRT- & CT-Aufnahme helfen, die Spinalkanalstenose sichtbar zu machen.

MRT- & CT-Aufnahme helfen, die Spinalkanalstenose sichtbar zu machen.

Bei Auftreten der aufgeführten Symptome ist eine fachärztliche orthopädische, neurologische oder neurochirurgische Untersuchung notwendig, um eine vorliegende Spinalkanalverengung feststellen zu können. Das bildgebende Verfahren der ersten Wahl ist dabei die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT): Diese strahlenfreie Untersuchung ermöglicht es den Spinalkanal und die darin verlaufenden Neurostrukturen wie Rückenmark und Nervenwurzeln hervorragend darzustellen. Bei Patienten, die Herzschrittmacherträger sind oder an Platzangst leiden kann diese Untersuchung nicht durchgeführt werden. Die Computer-Tomographie (CT) stellt dann eine sinnvolle Alternative dar.

In einzelnen Fällen kann auch die Bestimmung der Stromleitgeschwindigkeit im Rückenmark (evozierte Potentiale) oder in den Nerven (Elektromyographie) hilfreich sein.

 

Konservative Therapie bei Spinalkanalverengung.

Im frühen Stadium hilft eine Behandlung ohne OP.

Ist die Einengung des Wirbelkanals noch nicht weit forgeschritten, helfen oft auch konservative Behandlungsmaßnahmen.

Ist die Einengung des Wirbelkanals noch nicht weit forgeschritten, helfen oft auch konservative Behandlungsmaßnahmen.

Bei einer Wirbelkanalverengung werden auftretende Rückenschmerzen durch exakt dosierte Schmerzmedikamente sowie gezielte Physiotherapie, Manuelle Therapie und Physikalische Therapie. Es kommt darauf an, die Muskulatur an den richtigen Stellen zu kräftigen und zu entspannen. Denn auf Schmerzen reagiert der Körper mit Verspannungen, die wiederum die Nerven irritieren.

 

Infiltrationen gegen die Schmerzen.

Gute Erfolge werden bei stärkeren Schmerzen mit semi-invasiven Wirbelsäulen-Infiltrationstechniken erzielt. Hierfür wird ein hauchdünner Schmerzkatheter genau zum Schmerzpunkt gelegt, durch den über mehrere Tage, kontinuierlich oder gestaffelt, Medikamente zugeführt werden. So wird der Schmerzkreislauf durchbrochen. Computergesteuerte Spritzen (periradikuläre Therapie = PRT), die ein örtliches Betäubungsmittel und Cortison in die Nähe der betroffenen Nervenwurzeln einbringen, können in Einzelfällen ebenfalls endlich eine Schmerzlinderung herbeiführen.

 

Physiotherapie & physikalische Therapie

Der Schonhaltung ade sagen und durch gezielten Aufbau der Bauch-und Rückenmuskulatur den Rückenschmerzen entgegenwirken.

Raus aus der Schonhaltung

 

Operation bei Spinalkanalstenose.

Wirksame Alternative zur Behandlung ohne OP.

Bei fortgeschrittener Spinalkanalstenose hilft oft nur noch eine Operation, um den Wirbelkanal zu erweitern.

Bei fortgeschrittener Spinalkanalstenose hilft oft nur noch eine Operation, um den Wirbelkanal zu erweitern.

Internationale Studien belegen, dass die Behandlung der Spinalkanalstenose mittels Operation die wirksamere Alternative ist - insbesondere dann, wenn die Einengung des Wirbelkanals bereits weit fortgeschritten ist. Der Kanal muss dann im Rahmen einer OP erweitert werden.

 

Operation im Bereich der Halswirbelsäule.

Im Bereich der Halswirbelsäule bieten sich zwei OP-Zugänge an:

  • Von vorne, d.h. durch den Hals, führen vorgegebene „anatomische Straßen“ zur Halswirbelsäule. Eine oder mehrere Bandscheiben sowie ein oder mehrere Wirbelkörper mit den entsprechenden Knochenspornen, die gegen das Rückenmark drücken, werden entfernt und durch Implantate ersetzt. Mit diesem Eingriff wird die normale Weite des Spinalkanals wieder hergestellt und anschließend die Halswirbelsäule stabilisiert.
  • Von hinten, d.h. durch den Nacken, können mehrere Wirbelbögen aufgesägt und „aufgeklappt“ werden: auch mit dieser Technik wird der Durchmesser des Spinalkanals erweitert.

Die unterschiedlichen Operationstechniken sind meistens nicht frei austauschbar und werden je nach individueller Befundkonstellation angewendet.

Die Eingriffe erfolgen in Vollnarkose und mit Hilfe des Mikroskops, so dass sich die Belastung für die Patienten im Rahmen hält. Sie können am Abend der Operation aufstehen und bleiben bis zu 4 Tagen stationär.

 

Minimal-invasives OP-Verfahren an der Lendenwirbelsäule.

Beim minimal-invasiven Verfahren erfolgt der OP-Zugang über einen kleinen Hautschnitt.

Beim minimal-invasiven Verfahren erfolgt der OP-Zugang über einen kleinen Hautschnitt.

Die Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule kann durch so genannte minimal- invasive Verfahren behoben werden. Über einen etwa 25 mm langen Hautschnitt wird über einen einseitigen Zugang der Wirbelkanal auf beiden Seiten erweitert. Dieser Eingriff kann in bis zu 4 Höhen durchgeführt werden. Der Vorteil dieser schonenden Operationstechnik besteht darin, dass sich auch betagte Patienten den Eingriff unterziehen können. Bereits am Tag nach dem Eingriff verzeichnen sie üblicherweise eine Verlängerung ihrer Gehstrecke.

 

Schmerztherapie bei Spinaler Stenose.

Schmerztherapie: Damit sich der Schmerz nicht festsetzt.

In der Akutphase werden bereits vor- und während der OP, bis hin zur Nachbehandlung eine spezielle medikamentengestütze Therapie angewendet, um die Schmerzen zu lindern, Bewegungstherapien zu ermöglichen und auch die Chronifizierung des Schmerzsignals zu vermeiden.
Halten Schmerzen über eine längere Zeit an, drohen sie eine Eigendynamik zu entwickeln – auch wenn die Verengung im Wirbelkanal längst behoben wurde. Man spricht dann von einer eigenen Schmerzkrankheit, dem chronischen Schmerz. In diesem Fall wird die Multimodale Schmerztherapie wirkungsvoll eingesetzt – ein erprobtes ganzheitliches Konzept, bei dem Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Psychologen und Therapeuten an einem Strang ziehen. Das Konzept dieser Methode erklärt unser Film:

 

Film: Therapie & Behandlung bei Spinalkanalstenose.


Rehabilitation bei Spinalkanalstenose.

Die Reha sorgt für eine reibungslose Rückkehr in den Alltag.

Möglichst schnell zurück ins Leben: Ziel der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der Leistungstungsfähigkeit der Patienten.

Möglichst schnell zurück ins Leben: Ziel der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der Leistungstungsfähigkeit der Patienten.

Nach Eingriffen wegen zervikaler oder lumbaler Spinalkanalstenose kann eine ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) erfolgen. Am Tag nach der Operation wird die Möglichkeit einer AHB mit dem Patienten besprochen. Eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes leitet sie in die Wege. Ziel der AHB ist es zum einen, eventuelle neurologische Ausfälle, d.h. Lähmungen, zu trainieren als auch den Patienten mit einem nacken- und rückengerechten Verhaltensmuster vertraut zu machen. Dies soll bei der beruflichen und privaten Belastung der Wirbelsäule zu Gute kommen.

 

Spinalkanalstenose

Engt der Wirbelkanal das Rückenmark ein, kommt es oft zu ausstrahlenden Schmerzen und erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag.

Spinalkanalstenose

Patientenbericht

'Fußballspielen und Joggen? Unmöglich!' Ein Betroffener berichtet über die Behandlung seiner Spinalkanalstenose.

Patientenbericht Spinalstenose

 

Vorsorge & Ratgeber

Kann man einer Spinalkanalstenose vorbeugen? Und wann sollte man bei Beschwerden zum Arzt gehen? Wir geben Rat & Hilfestellung im Alltag.

Vorsorge & Ratgeber im Alltag

Behandlungserfolg & Qualität

Geht es den Patienten nach dem Klinikaufenthalt spürbar und messbar besser? Daran wollen wir uns als Schön Klinik messen lassen.

Behandlungsqualität

 

Ärzte & Therapeuten

Unsere Rückenexperten im Überblick: Finden Sie hier Ihren Spezialist für die Behandlung von Spinalkanalstenose der Wirbelsäule.

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Spezialisierte Kliniken

Diese Kliniken und Krankenhäuser sind auf die Diagnostik, Behandlung und Therapie von Spinalkanalstenose der Wirbelsäule spezialisiert.

Spezialisierte Kliniken