Spinalkanalstenose. Behandlung, Therapie & OP

Wie wird eine Spinalkanalstenose festgestellt und behandelt?

Die Auswahl der Therapie hängt maßgeblich vom Grad der Spinalkanalstenose und den auftretenden Beschwerden ab.

Die Auswahl der Therapie hängt maßgeblich vom Grad der Spinalkanalstenose und den auftretenden Beschwerden ab.

Ein schmerzender Rücken, Gefühlsstörungen in den Beinen oder Einschränkungen beim Gehen: Die Symptome einer Spinalkanalstenose können vielfältig sein und auch auf andere Erkrankungen der Wirbelsäule zutreffen.  Daher ist eine gründliche Diagnostik erforderlich, um andere Erkrankungen auszuschließen und den verengten Wirbelkanal als Verursacher der Beschwerden zu identifizieren.

Wurde eine Spinalkanalstenose festgestellt, hängt die Art der Behandlung von der Ausprägung der Verengung und den auftretenden Beschwerden ab. Nicht immer muss dabei gleich operiert werden. Ist die Einengung des Wirbelkanals noch nicht weit fortgeschritten, helfen oft stabilisierende Maßnahmen wie Physiotherapie oder Muskelaufbautraining. Auch mit physikalischen Anwendungen können die Beschwerden einer Spinalkanalstenose in diesem Stadium gut gelindert werden.

Erst bei einer starken Verengung des Wirbelkanals ist eine Operation unvermeidbar. Der Wirbelkanal muss dann erweitert und die Stabilität im betroffenen Wirbelsäulensegment wieder hergestellt werden.

 

Behandlung, Therapie & Operation bei Spinalkanalstenose.

Konservative Therapie bei Spinalkanalverengung.

Im frühen Stadium hilft eine Behandlung ohne OP.

Ist die Einengung des Wirbelkanals noch nicht weit forgeschritten, helfen oft auch konservative Behandlungsmaßnahmen.

Ist die Einengung des Wirbelkanals noch nicht weit forgeschritten, helfen oft auch konservative Behandlungsmaßnahmen.

Bei einer Wirbelkanalverengung werden auftretende Rückenschmerzen durch exakt dosierte Schmerzmedikamente sowie gezielte Physiotherapie, Manuelle Therapie und Physikalische Therapie. Es kommt darauf an, die Muskulatur an den richtigen Stellen zu kräftigen und zu entspannen. Denn auf Schmerzen reagiert der Körper mit Verspannungen, die wiederum die Nerven irritieren.

 

Infiltrationen gegen die Schmerzen.

Gute Erfolge werden bei stärkeren Schmerzen mit semi-invasiven Wirbelsäulen-Infiltrationstechniken erzielt. Hierfür wird ein hauchdünner Schmerzkatheter genau zum Schmerzpunkt gelegt, durch den über mehrere Tage, kontinuierlich oder gestaffelt, Medikamente zugeführt werden. So wird der Schmerzkreislauf durchbrochen. Computergesteuerte Spritzen (periradikuläre Therapie = PRT), die ein örtliches Betäubungsmittel und Cortison in die Nähe der betroffenen Nervenwurzeln einbringen, können in Einzelfällen ebenfalls endlich eine Schmerzlinderung herbeiführen.

 

Physiotherapie & physikalische Therapie

Der Schonhaltung ade sagen und durch gezielten Aufbau der Bauch-und Rückenmuskulatur den Rückenschmerzen entgegenwirken.

Raus aus der Schonhaltung

 

Operation bei Spinalkanalstenose.

Wirksame Alternative zur Behandlung ohne OP.

Bei fortgeschrittener Spinalkanalstenose hilft oft nur noch eine Operation, um den Wirbelkanal zu erweitern.

Bei fortgeschrittener Spinalkanalstenose hilft oft nur noch eine Operation, um den Wirbelkanal zu erweitern.

Internationale Studien belegen, dass die Behandlung der Spinalkanalstenose mittels Operation die wirksamere Alternative ist - insbesondere dann, wenn die Einengung des Wirbelkanals bereits weit fortgeschritten ist. Der Kanal muss dann im Rahmen einer OP erweitert werden.

 

Spinalkanal-Operation im Bereich der Halswirbelsäule.

Im Bereich der Halswirbelsäule bieten sich zwei OP-Zugänge an:

  • Von vorne, d.h. durch den Hals, führen vorgegebene „anatomische Straßen“ zur Halswirbelsäule. Eine oder mehrere Bandscheiben sowie ein oder mehrere Wirbelkörper mit den entsprechenden Knochenspornen, die gegen das Rückenmark drücken, werden entfernt und durch Implantate ersetzt. Mit diesem Eingriff wird die normale Weite des Spinalkanals wieder hergestellt und anschließend die Halswirbelsäule stabilisiert.
  • Von hinten, d.h. durch den Nacken, können mehrere Wirbelbögen aufgesägt und „aufgeklappt“ werden: auch mit dieser Technik wird der Durchmesser des Spinalkanals erweitert.

Die unterschiedlichen Operationstechniken sind meistens nicht frei austauschbar und werden je nach individueller Befundkonstellation angewendet.

Die Eingriffe erfolgen in Vollnarkose und mit Hilfe des Mikroskops, so dass sich die Belastung für die Patienten im Rahmen hält. Sie können am Abend der Operation aufstehen und bleiben bis zu 4 Tagen stationär.

 

Minimal-invasives OP-Verfahren an der Lendenwirbelsäule.

Beim minimal-invasiven Verfahren erfolgt der OP-Zugang über einen kleinen Hautschnitt.

Beim minimal-invasiven Verfahren erfolgt der OP-Zugang über einen kleinen Hautschnitt.

Die Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule kann durch so genannte minimal- invasive Verfahren behoben werden. Über einen etwa 25 mm langen Hautschnitt wird über einen einseitigen Zugang der Wirbelkanal auf beiden Seiten erweitert. Dieser Eingriff kann in bis zu 4 Höhen durchgeführt werden. Der Vorteil dieser schonenden Operationstechnik besteht darin, dass sich auch betagte Patienten den Eingriff unterziehen können. Bereits am Tag nach dem Eingriff verzeichnen sie üblicherweise eine Verlängerung ihrer Gehstrecke.

 

Schmerztherapie bei Spinaler Stenose.

Schmerztherapie: Damit sich der Schmerz nicht festsetzt.

In der Akutphase werden bereits vor- und während der OP, bis hin zur Nachbehandlung eine spezielle medikamentengestütze Therapie angewendet, um die Schmerzen zu lindern, Bewegungstherapien zu ermöglichen und auch die Chronifizierung des Schmerzsignals zu vermeiden.
Halten Schmerzen über eine längere Zeit an, drohen sie eine Eigendynamik zu entwickeln – auch wenn die Verengung im Wirbelkanal längst behoben wurde. Man spricht dann von einer eigenen Schmerzkrankheit, dem chronischen Schmerz. In diesem Fall wird die Multimodale Schmerztherapie wirkungsvoll eingesetzt – ein erprobtes ganzheitliches Konzept, bei dem Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Psychologen und Therapeuten an einem Strang ziehen. Das Konzept dieser Methode erklärt unser Film:

 

Film: Therapie & Behandlung bei Spinalkanalstenose.


Rehabilitation bei Spinalkanalstenose.

Die Reha sorgt für eine reibungslose Rückkehr in den Alltag.

Möglichst schnell zurück ins Leben: Ziel der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der Leistungstungsfähigkeit der Patienten.

Möglichst schnell zurück ins Leben: Ziel der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der Leistungstungsfähigkeit der Patienten.

Nach Eingriffen wegen zervikaler oder lumbaler Spinalkanalstenose kann eine ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) erfolgen. Am Tag nach der Operation wird die Möglichkeit einer AHB mit dem Patienten besprochen. Eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes leitet sie in die Wege. Ziel der AHB ist es zum einen, eventuelle neurologische Ausfälle, d.h. Lähmungen, zu trainieren als auch den Patienten mit einem nacken- und rückengerechten Verhaltensmuster vertraut zu machen. Dies soll bei der beruflichen und privaten Belastung der Wirbelsäule zu Gute kommen.

 

Patientenbericht: Spinalkanal-Operation.

Ein Betroffener über die Behandlung seiner Stenose.

Jeden Fünften über 60 Jahre trifft es. Der Hamburger Hans-Peter ist einer von ihnen: Im Dezember vergangenen Jahres bekam er Rückenschmerzen. Er konnte sich nicht mehr aufrichten und auch gerade stehen war für ihn ein Problem. Diagnose: lumbale Spinalkanalstenose, also eine Verengung des Wirbelkanals im Bereich der Lendenwirbelsäule.

„Wenn ich mit Müh und Not aus dem Bett gekommen bin“, erinnert sich Hans-Peter an die Weihnachtszeit 2011, „musste ich mich nach vorne beugen, um überhaupt gehen zu können und meinen Rücken zu entlasten. Außerdem hatte ich starke Schmerzen.“ Die Wintermonate waren für den sportlichen Juristen eine harte Zeit. Dann ließ er sich vom Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie in der Schön Klinik Hamburg Eilbek operieren – und kommt jetzt, ein halbes Jahr nach der OP, gerade von einem Wanderurlaub zurück nach Hause.

 

Fußballspielen und Joggen? Unmöglich!

Fußballspielen und Joggen war lange Zeit nicht möglich. Der 70-jährige spielt sonst regelmäßig in einem Seniorenteam Fußball und in einer Betriebsmannschaft Tischtennis. „Außerdem jogge ich einmal pro Woche und Treppen gehe ich prinzipiell zu Fuß.“ Daran war in der akuten Krankheitsphase vor gut neun Monaten nicht zu denken: Die starken Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich verstärkten sich beim Gehen und strahlten bis in die Beine aus. Inzwischen ist der Hamburger beschwerdefrei und froh, dass er sich nach langem Zögern und erst nach der dritten ärztlichen Empfehlung doch für eine Operation entschieden hat.

 

Erst wurde die Verengung konservativ behandelt.

Zunächst wurde die Spinalkanalstenose konservativ behandelt, wie etwa mit Physiotherapie und Wärme.

Zunächst wurde die Spinalkanalstenose konservativ behandelt, wie etwa mit Physiotherapie und Wärme.

Im Dezember 2011 wurde er nach Absprache mit seinem Orthopäden wegen seiner starken Rückenschmerzen zunächst konservativ behandelt – mit schmerzstillenden Spritzen, Physiotherapie und Wärmeanwendungen. Damit wurden zwar die Schmerzen geringer, doch immer häufiger versagten die Beine des Patienten: „Ich war sehr wackelig, konnte nicht mehr kicken, ja nicht mal mehr flott über die Straße gehen“, berichtet Hans-Peter, „aber eine Operation lehnte ich zu der Zeit noch grundsätzlich ab.“

 

Trotz Behandlung besserten sich die Beschwerden nicht.

Doch die Beschwerden wurden trotz Medikamente und Krankengymnastik nicht besser. Im Gegenteil: „Ich konnte mich immer weniger bewegen und meine Beine ließen mich manchmal vollkommen im Stich“, erzählt der Betroffene. Auf Rat seines Orthopäden suchte er dann im Frühjahr 2012 doch einen Neurochirurgen auf. Der riet seinem Patienten zu einer Operation, um den Nervensträngen wieder mehr Platz zu machen.

Aufgrund der ständigen Reizung durch den verengten Kanal konnten sie die verschiedenen Beinmuskeln nicht mehr gezielt anregen und steuern. Was Hans-Peter als „versagen der Beine“ wahrgenommen hat. Doch noch immer lehnte er eine Operation ab, bei der der eingeengte Wirbelkanal erweitert wird.

 

Frieden mit einer Operation nach der dritten Meinung.

Zufällig wurde Hans-Peter auf die Schön Klinik Hamburg Eilbek und deren Behandlungskonzepte im Bereich spinale Chirurgie aufmerksam. Er zögerte nicht und ließ sich bei Chefarzt Prof. Luca Papavero einen Termin geben. Auch Professor Papavero empfahl ihm nach einer eingehenden Untersuchung eine Operation.

„Nach dieser dritten Meinung war dann klar, ich komme um den Eingriff nicht herum“, erinnert sich Hans-Peter und fügt hinzu: „Da ich bei dem Termin ein gutes Gefühl hatte und Prof. Papavero als anerkannte Kapazität gilt, habe ich dann schnell meinen Frieden mit der OP gemacht. Da bin ich dann sehr pragmatisch.“ Und sehr zielgerichtet: „Ich wollte hinterher wieder so leistungsfähig sein wie vorher, vor der Stenose.“

 

Vier Tage nach dem Eingriff wieder zu Hause.

Im Mai 2012 war es soweit: Hans-Peter wurde in der Schön Klink Hamburg Eilbek vom Chefarzt operiert. „Schon am nächsten Tag bin ich aufgestanden und nach vier Tagen war ich schon wieder zuhause. Schmerzfrei“, erzählt der glückliche Patient. Dank des mikrochirurgischen Verfahrens und der speziellen Instrumente, die Prof. Papavero bei der Weitung des Wirbelkanals eingesetzt hat.

Anfangs war Treppensteigen für Hans-Peter noch beschwerlich, doch nach Aufbautraining der Rücken- und Beinmuskulatur ist er praktisch wieder der Alte: „Jetzt, nach einem halben Jahr bin ich wieder so fit, dass ich meine vier Kilometer lange Joggingrunde schaffe und wieder Fußballspielen kann. Und gerade komme ich von einem einwöchigen Wanderurlaub zurück.“

 

Spinalkanalstenose

Engt der Wirbelkanal das Rückenmark ein, kommt es oft zu ausstrahlenden Schmerzen und erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag.

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