Spinalkanalstenose.
Der Wirbel-/Spinalkanal - Schutz des Rückenmarks
Deutlich zu sehen: Der Spinalkanal
Die Wirbelsäule besteht aus den Wirbelkörpern, die vorne (bauchwärts) durch die Bandscheiben und hinten (rückenwärts) durch die Gelenke verbunden sind. Ein Bandapparat fixiert zusätzlich vorne und hinten die Wirbelsäule. Wirbelkörper, Bandscheiben und Bänder bilden einen Kanal (Wirbel- oder Spinalkanal), der zum Schutz des Rückenmarkes und der austretenden Nervenwurzeln gedacht ist.
Mit zunehmendem Alter werden die Bandscheiben instabiler
Mit zunehmendem Lebensalter reduziert sich der Wassergehalt des Bandscheibengewebes. Die Bandscheiben werden flacher, rissiger und somit instabiler. Diese degenerativen (=verschleißbedingten) Veränderungen führen zur Bildung von reaktiven Knochenspornen und zur Vorwölbung einiger Bänder in den Spinalkanal: es entsteht eine langsam voranschreitende Einengung des Spinalkanales: Die Spinalkanalstenose.
Was ist eine Spinalkanalstenose?
Deutlich ist die Einengung zu sehen
Die angeborene (kongenitale) Spinalkanalstenose ist eine seltene Form der Wirbelkanaleinengung und zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits in den 2. bis 4. Lebensjahrzehnten Beschwerden verursacht. Die weit verbreitete erworbene (degenerative) Spinalkanalstenose ist eine typische Erscheinung des 5. bis 9. Lebensjahrzehntes. Sie tritt außerordentlich häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Die Halswirbelsäule ist am zweithäufigsten betroffen und die Brustwirbelsäule nur selten.
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Luca Papavero