Rückenschmerzen. Diagnostik, Therapie & OP

Bei Rückenschmerzen hilft meist eine konservative Behandlung.

Akute Rückenschmerzen können häufig konservativ behandelt werden.

Akute Rückenschmerzen können häufig konservativ behandelt werden.

Die gute Nachricht für alle Rückenschmerzpatienten: In über 80% der Fälle genügen einfache Maßnahmen, um die Schmerzen zu lindern. Akute Rückenschmerzen haben eine positive Behandlungsprognose. Schmerzlindernde Medikamente und Bewegung sind die wichtigsten Therapieelemente.

Denn selbst größere Bandscheibenvorfälle repariert der Körper innerhalb von vier bis sechs Wochen selbst. Sind die Schmerzen in der Zeit durch Medikamente gelindert und auszuhalten, ist eine Operation in diesem Fall nicht notwendig. Erst bei länger anhaltenden Beschwerden oder falls die konservative Behandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann eine OP in Betracht gezogen werden.

Rückenschmerzen sind ein wichtiger Schwerpunkt in der SCHÖN KLINIK. Unsere Spezialisten behandeln über 12.000 Wirbelsäulenerkrankungen im Jahr.

 

Diagnostik, Therapie & Behandlung bei Rückenschmerzen.

Diagnostik. So werden Rückenschmerzen untersucht

Ausführliche Untersuchung mit Funktionstests.

Bei der Untersuchung wird nach der Ursache der Rückenschmerzen gefahndet.

Bei der Untersuchung wird nach der Ursache der Rückenschmerzen gefahndet.

Nach einem ausführlichen Gespräch erfolgt eine intensive körperliche Untersuchung. Diese beginnt meist mit der Überprüfung des Gangbildes, der Beurteilung der Wirbelsäulenhaltung und Stellung. Ebenfalls werden wir nach bestehenden Druck- oder Bewegungsschmerzpunkten suchen.

Anschließend werden Funktionstests durchgeführt, um die Wirbelsäulenbeweglichkeit zu überprüfen. Zudem überprüft ein Neurologe die Sensibilität und die Kraft der Muskeln. Denn teilweise oder komplette Schwächen der Muskulatur können Signale für gequetschte Nerven sein.

Weiterführende diagnostische Maßnahmen sind  bei den meisten Patienten nicht notwendig. Insbesondere Röntgen oder eine Kernspinuntersuchung muss in den ersten zwei bis drei Wochen nicht durchgeführt werden.

 

Röntgen bei Verdacht auf spezifische Erkrankungen.

Bei länger anhaltenden Rückenschmerzen wird zur Sicherheit ein Röntgenbild angefertigt.

Bei länger anhaltenden Rückenschmerzen wird zur Sicherheit ein Röntgenbild angefertigt.

Dauern Beschwerden länger als zwei bis drei Wochen an und sind sie trotz Therapie nicht abgeklungen, sollte ein Röntgenbild angefertigt werden. Bei Patienten mit ausstrahlenden Rückenschmerzen in Arme oder Beine fertigen wir eine Kernspinaufnahme an, um eine Nervenquetschung im Rückenmarkskanal ausschließen zu können. Bei Verdacht auf eine Knochenstrukturveränderung ist jedoch die Computertomographie (CT) empfehlenswerter.

 

Röntgen bei "red flags".

Liegen sogenannte „red flags“ bei dem Patienten vor, sollte geröntgt werden.  Bei ausstrahlender Schmerzsymptomatik ist  zusätzlich eine Kernspintomographie durchzuführen. Dies gilt auch bei dem Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung bzw. Fraktur. Solche „red flags“ sind schwere Grunderkrankungen, wie

  • Tumorerkrankungen
  • Osteoporose
  • chronische Infektionen
  • HIV-Infektionen
  • Rheuma

Auch ein unkontrollierter, nicht gewollter, starker Gewichtsverlust sowie Fieber mit einhergehenden Rückenschmerzen ist ein Warnzeichen.

 

Unsere Empfehlung für die exakte Diagnose.

Patienten, die mit Ihren Rückenschmerzen bereits von einem Arzt zum nächsten gehen mussten, empfehlen wir das Schön Klinik Rückeninstitut in München-Harlaching oder Hamburg. Hier arbeiten Orthopäden, Neurologen, Schmerztherapeuten, Psychologen und Physiotherapeuten in einem Team, um gemeinsam eine Diagnose stellen zu können.

 

Therapie. Behandlung von Rückenschmerzen

Akute Rückenschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Um zu verhindern, dass der Schmerz sich festsetzt, chronifiziert, und die Rückenschmerzen weiterhin bestehen bleiben, obwohl die ursprüngliche Ursache längst behoben ist, sollten akute Rückenschmerzen nicht ausgesessen werden. Wir sind überzeugt: Stechende und pochende Schmerzen, ein Ziehen oder Drücken im Nacken oder Kreuz – sprich Rückenschmerzen – sollten frühzeitig behandelt werden.

Die Entwicklung eines chronischen Schmerzsyndroms lässt sich frühzeitig abwenden, wenn ebenfalls soziale Faktoren in die Therapie einbezogen werden. Denn auch psychische Überlastungen oder soziale Umfeldstörungen können sich als Rückenschmerzen bemerkbar machen. Manchmal müssen Rückenschmerzpatienten deshalb eher wegen Burnout oder Depressionen behandelt werden.

Das Behandlungskonzept gegen akute Rückenschmerzen ist deshalb sehr individuell. Es kann folgende Bausteine beinhalten:

 

Medikamentöse Therapie & Physiotherapie

Akute Rückenschmerzen können in der Frühphase meistens mit Schmerz-Medikamenten und Physiotherapie gut behandelt werden.

Medikamente & Therapie

 

Interventionelle Schmerztherapie

Akute und stark chronische Rückenbeschwerden können in vielen Fällen durch die interventionelle Schmerztherapie effektiv behandelt werden.

Interventionelle Therapie

 

Wirbelsäulenchirurgie

Bringt die konservative Behandlung nicht den gewünschten Therapieerfolg, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.

Wirbelsäulenchirurgie

 

Multimodale Schmerztherapie

Gemeinsam gegen den Schmerz: Bei der multimodalen Schmerztherapie werden physische & psychische Ursachen behandelt.

Multimodale Schmerztherapie

 

Rehabilitation (Reha)

Der Schwerpunkt der Reha liegt in der Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Belastbarkeit im Alltag.

Rehabilitation

 

FAQ. Häufige Fragen & Antworten zu Rückenschmerzen

Unser Rückenexperte beantwortet häufig gestellte Fragen.

Unser Rückenexperte beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema Rückenschmerzen.

Unser Rückenexperte beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema Rückenschmerzen.

Wann muss ich bei Rückenschmerzen zum Arzt, welche Alarmsignal gibt es und wann muss bei Rückenschmerzen operiert werden? Dr. Andreas Leidinger, Chefarzt der Schön Klinik Berchtesgadener Land, beantwortet häufig gestellte Fragen unserer Patienten.

 

Müssen akute Rückenschmerzen immer ärztlich behandelt werden?

Dr. Leidinger: Der akute Rückenschmerz hat einen guten Heilungsverlauf. In 90% der Fälle reichen einfache Maßnahmen wie eine frühzeitige milde Schmerzmedikamentengabe und eine Fortführung der aktiven Alltagsbelastung aus. Bettruhephasen sind meist nicht indiziert. Es besteht im allgemeinen keine Arbeitsunfähigkeit. Halten die Beschwerden länger als 2-3 Wochen an, sollte eine ausführliche ärztliche Untersuchung erfolgen. Weitere Schritte sind in die Wege zu leiten, falls gravierendere Ursachen für die Rückenschmerzerkrankung festgestellt werden.

 

Auf welche Warnzeichen ist bei Rückenschmerzen zu achten?

Dr. Leidinger: Rückenschmerzen nach Unfällen sollten stets frühzeitig abgeklärt werden. Kommt es zusätzlich zum Rückenschmerz zu einem ausstrahlenden Beinschmerz, sollte frühzeitig mit der Diagnostik und einer entsprechenden Therapie begonnen werden. Im Falle von Gefühlsstörungen an den Beinen oder Armen oder im Falle von muskulären Schwächen (Teillähmungen oder Lähmungen) ist unmittelbar ärztliche Behandlung notwendig, um fortgeschrittene Störungen frühzeitig zu erkennen und keine Dauerproblematik entstehen zu lassen.

 

Gibt es auch Notfälle in der Rückenschmerztherapie die sofort operiert werden müssen?

Dr. Leidinger: Notfälle in der Rückenschmerzbehandlung sind selten. Durch Wirbelfrakturen nach Unfällen oder im Falle einer fortgeschrittenen Osteoporose mit Wirbelfraktur kann es zu Kompression des Nervenkanals kommen, aus denen Lähmungen resultieren. Dann muss eine eilige Diagnosestellung und Therapie erfolgen. Ein besonderer Notfall ist das sogenannte "Caudasyndrom". Hier kommt es durch einen Massenvorfall von Bandscheibengewebe zu einer nahezu kompletten Verlegung des Rückenmarkskanales. Die Nerven werden hierdurch so stark eingeengt, dass es zu Pelzigkeitsstörungen im Bereich der Innenseite der Oberschenkel und in der Genitalregion kommt. Dieses sehr seltene Krankheitsbild kann dazu führen, dass sowohl die Blasenfunktion, als auch die Stuhlentleerungsfunktion dauerhaft gestört wird.

 

Wann muss bei Rückenschmerzen, Rücken-Beinschmerzen oder Nacken-Armschmerzen eine Kernspintomographie durchgeführt werden?

Dr. Leidinger: Die Kernspintomographie der Wirbelsäule ist im allgemeinen keine Diagnostik der Frühphase. Halten Beschwerden länger als 2-3 Wochen an und besteht keine Beinschmerzsymptomatik ist eine Röntgenaufnahme der erste Schritt. Kernspintomographien sind dann erforderlich wenn zusätzlich ausstrahlende Beinschmerzen oder Nervenausfälle bestehen z.B. in Form von Pelzigkeitstörungen an den Beinen oder Schwächen bzw. Lähmungen der Bein/Armmuskulatur. In diesen Fällen ist die Diagnostik mittels Röntgen nicht ausreichend. Durch die Kernspintomographie können die Weichgewebestrukturen im Bereich der Wirbelsäule und rund um die Wirbelsäule differenziert beurteilt werden.

 

Muss jeder Bandscheibenvorfall operiert werden?

Dr. Leidinger: 80% - 90% der Bandscheibenvorfälle müssen nicht operativ versorgt werden. Operationsindikationen sind dann gegeben, wenn es trotz konservativer Maßnahmen (z.B. interventionelle Schmerztherapie in Kombination mit physikalischen und physiotherapeutischer Anwendungen) nicht zu einer hinreichenden Besserung der Beschwerden kommt. Zusätzlich besteht die Operationsindikation, wenn deutliche Gefühlsstörungen im Bereich der Nervenwurzelversorgung auftreten oder wenn eine deutlich festzustellende muskuläre Schwäche der von dem entsprechenden Nerven versorgten Bein- oder Armmuskelregion festgestellt wird.

 

Rückenschmerzen

Volkskrankheit Nummer eins: Rückenschmerzen. Ursache sind häufig verspannte Muskeln, gedehnte Bänder oder Sehnen.

Rückenschmerzen

Vorsorge & Ratgeber

Damit Sie erst gar nicht unser Patient werden: Rückenschmerzen kann man vorbeugen. Einfach. Im Alltag. Wir verraten Ihnen wie.

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Ärzte & Therapeuten

Rückenspezialist gesucht? Hier finden Sie eine Übersicht unserer Ärzte, die auf die Behandlung von Rückenschmerzen spezialisiert sind.

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