Steifer Nacken & Nackenschmerzen.

Ein steifer Nacken ist meist einer Rückenblockade geschuldet.

Ein steifer Nacken entsteht durch Verspannungen oder Blockaden im Bereich der Halswirbelsäule.

Ein steifer Nacken entsteht durch Verspannungen oder Blockaden im Bereich der Halswirbelsäule.

Ein kalter Luftzug im Auto oder Restaurant, eine Nachtschicht am Computer oder eine ruckartige Bewegung – schon ist das Malheur passiert: Der Nacken verkrampft und schmerzt. Jede kleinste Bewegung wird zur Qual. Die meisten Erwachsenen kennen das, was der Volksmund „steifer Nacken“ nennt.

„Ein steifer Nacken ist vergleichbar mit einem Hexenschuss im Rücken, nur sitzt hier eben die Hexe im Schulter-Nacken-Bereich“, erklärt Dr. Christian Schneider, Leitender Arzt der Schön Klinik München Harlaching. Zum Glück verschwinden die Beschwerden bei den meisten Betroffenen so schnell wie sie gekommen sind: Nach ein, zwei Tagen ist der Spuk dann wieder vorbei. Doch die Ursachen reichen von einer Muskelverspannung bis hin zu einer Blockade der kleinen Wirbelgelenke oder gar einem Bandscheibenvorfall im Halsbereich. Es gilt also genau auf die Symptome zu achten.

 

Harmlose Verspannung oder lebensbedrohliche Erkrankung?

In seltenen Fällen kann bei einem steifen Nacken nicht nur eine Verspannung oder ein Bandscheibenvorfall vorliegen. Denn auch eine Hirnhautentzündung (Meningitis), beispielsweise nach einem Zeckenbiss, kann starke Nackenschmerzen auslösen. „Wäre es eine solch lebensbedrohliche Erkrankung, hätte der Betroffene meist zusätzliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen entlang der gesamten Wirbelsäule und ein allgemeines Krankheitsgefühl und sollte dringend zum Arzt gehen“, klärt Dr. Christian Schneider, Leitender Arzt der Schön Klinik München Harlaching auf.

Einen Orthopäden sollten Betroffene mit einem steifen Hals auch dann aufsuchen, wenn gleichzeitig Schmerzen in Arme und/oder Hände ausstrahlen. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen, einer Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) kann der Spezialist abklären, ob ein Bandscheibenvorfall im Halsbereich vorliegt oder ob die Beschwerden auf Verschleißerscheinungen beruhen. „Der Hals ist eine komplizierte Bewegungskette, bei der auf kleinster Strecke 16 Gelenke an sieben Halswirbeln und die dazugehörigen Bandscheiben ideal passen und miteinander funktionieren müssen“, verdeutlicht Dr. Schneider. „Schon kleinste Veränderungen können deshalb Schmerzen auslösen.“

 

Wärme und Bewegung lindern Nackenschmerzen.

Bei häufigeren Nackenschmerzen können physiotherapeutische Übungen helfen.

Bei häufigeren Nackenschmerzen können physiotherapeutische Übungen helfen.

Betroffene, die keine ausstrahlenden Schmerzen verspüren, rät Dr. Schneider zu Wärme und leichten Bewegungen. „Lassen Sie sich beim Duschen das warme Wasser auf den Nacken prasseln, das ist dann wie eine Wärmepackung plus Massage. Auch in der Mikrowelle oder im Backofen erhitzte Kirschkern- oder Dinkelkissen lindern die Beschwerden.“ Zudem empfiehlt der Experte leichte Bewegungsübungen, also das Drehen des Kopfes und Dehnen der seitlichen Halsmuskeln – auch wenn es anfangs zwackt und zieht.

Ist jedoch nach ein oder zwei Tagen trotz Wärmebehandlung keine Besserung spürbar, sollte ein Profi hinzugezogen werden. „Wenn man das häufiger hat, kann man gleich zu einem Physiotherapeuten, Osteopathen oder Masseur gehen, die dann mit ganz gezielten Handgriffen die Halsmuskulatur bearbeiten, Fehlstellungen korrigieren  und so die Gelenke entlasten.“ Beim ersten Mal oder  nicht ausreichender Besserung nach ein bis zwei Behandlungen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird die notwendige Diagnostik veranlassen und  kann entzündungshemmende, entspannende Medikamente sowie Wärmeanwendungen und Physiotherapien verschreiben. In ganz hartnäckigen Fällen können Medikamente auch direkt in das gereizte Gelenk gespritzt werden.

 

Bei Zugluft ein Halstuch tragen.

Wer empfindlich auf Zugluft reagiert, sollte sich in klimatisierten Räumen, beim Cabrio-Fahren oder im Flugzeug ein Tuch um den Hals binden oder ein Kragenshirt oder -pulli tragen. Der Hals sollte also schön warm eingepackt sein!

Um die Halsmuskulatur zu kräftigen, empfiehlt Dr. Christian Schneider sensomotorische Übungen – beispielsweise mit Schwingstäben, auf instabilen Unterlagen oder mit dem Theraband sowie regelmäßigen Sport zum Ausgleich der viel zu langen sitzenden Tätigkeiten. „Zwei Mal pro Woche sind optimal!“ Also, dann: Nichts wie los!

 

Rückenschmerzen

Volkskrankheit Nummer eins: Rückenschmerzen. Ursache sind häufig verspannte Muskeln, gedehnte Bänder oder Sehnen.

Rückenschmerzen

Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall ist wörtlich zu nehmen: Die Bandscheibe schiebt sich vor, drückt auf den Nervenkanal und verursacht Schmerzen.

Bandscheibenvorfall