Rückenschmerzen.

Wenn es plötzlich im Rücken zieht und schmerzt.

Akute Rückenschmerzen: Verspannte Muskeln, überdehnte Bänder oder verkürzte Sehnen sind die häufigsten Ursachen.

Akute Rückenschmerzen: Verspannte Muskeln, überdehnte Bänder oder verkürzte Sehnen sind die häufigsten Ursachen.

Langes Sitzen, einseitige Belastungen, wenig Bewegung, dabei vielleicht noch ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen – dafür ist der menschliche Rücken nicht gemacht. Seine Antwort darauf ist für viele Betroffene unangenehm: Rückenschmerzen!

Es zieht im Kreuz. Oder es drückt im Nacken. Oft tagelang. Und manchmal über Wochen. Denn verspannte Muskeln, überdehnte Bänder oder verkürzte Sehnen sind mit Abstand die häufigste Ursache akuter Beschwerden im Rückenbereich. Allerdings gilt ebenfalls: Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz. So wird allein schon zwischen „akuten“ und „chronischen“ Schmerzen unterschieden.

Akute Schmerzen treten plötzlich auf und dauern weniger als 12 Wochen an. Und auch wenn bei zahlreichen Patienten Verspannungen und Bewegungsmangel die Ursache der Schmerzen sind, ist das Symptom Rückenschmerzen ernst zu nehmen. Denn die Schmerzen können auch Anzeichen zahlreicher anderer Krankheitsbilder sein. So ist es bei Rückenschmerzen vor allem wichtig, die genaue Ursache zu finden.

 

Fachübergreifende Hilfe im Kampf gegen Rückenschmerzen.

Bewegung, Kräftigungs- und Entspannungsübungen – damit erzielen wir in der Schön Klinik bei vielen Rückenschmerzpatienten bereits enorme Fortschritte. Da Rückenschmerzen jedoch ein Hinweis auf viele Erkrankungen sein können, gilt unsere Aufmerksamkeit vor allem dem Schmerzursprung:  Für jeden Betroffenen gilt es, die genaue Ursache zu finden.

Denn mal steckt eine Fehlhaltung hinter den Beschwerden, mal aber auch ein verrutschter Wirbelkörper. Auch psychische Probleme können die Schmerzen verstärken. In der Schön Klinik arbeiten deshalb häufig Orthopäden, Wirbelsäulenchirurgen, Neurochirurgen, Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten und Psychologen bei der Diagnose und Therapie von Rückenschmerzen zusammen.

 

Rückenschmerzen. Krankheit, Ursachen & Symptome

Definition. Was sind akute Rückenschmerzen?

Was sind akute Rückenschmerzen?

Wenn Ihr Arzt Sie fragt, ob Sie „akute Schmerzen“ haben, dann bedeutet „akut“ in diesem Zusammenhang weder wie stark die Schmerzen sind, noch wie hoch Ihr Leidensdruck ist. „Akut" definiert in diesem Zusammenhang lediglich einen Zeitraum. Akute Schmerzen sind zeitlich begrenzt. Sie treten also plötzlich auf und sind noch keine 12 Wochen spürbar. Denn dann ist der Rückenschmerz noch ein tatsächliches Warnzeichen des Körpers.

Der Schmerz signalisiert: Achtung! Hier ist etwas anders als sonst. Akute Rückenschmerzen sind also eine  Warnung des Körpers und gleichzeitig ein Hinweis für Ihren Arzt, wo er zuerst nach der Ursache suchen sollte. Sind die Schmerzen sehr stark oder halten über mehrere Tage an, ist dies die Aufforderung an Sie als Betroffenen, auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

 

Auf welche Krankheit weisen die Rückenschmerzen hin?

Rückenschmerzen allein geben keinen Hinweis, um welche Erkrankung es sich genau handelt. Aber akute Schmerzen sind in jedem Falle ein Warnsignal.

Rückenschmerzen allein geben keinen Hinweis, um welche Erkrankung es sich genau handelt. Aber akute Schmerzen sind in jedem Falle ein Warnsignal.

Die Krankheitsbezeichnung „Rückenschmerz" ist lediglich ein Symptom – kein eigenständiges Krankheitsbild. Der Schmerz allein gibt aber auch noch keine Anhaltspunkte für die vielfältigen, möglichen Ursachen. Hinter einem schmerzenden Rücken können sich ebenso Verspannungen verbergen, wie ein brüchiger Wirbelknochen oder eine Nierenbeckenentzündung...

Im Allgemeinen werden unter Rückenschmerzen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule beschrieben. Allerdings zählt auch der obere Rücken, der Bereich der Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule selbstverständlich zum Rücken dazu. Schmerzen im unteren Rücken sind mit Abstand am häufigsten, gefolgt von Nacken- und Schulterschmerzen. Schmerzen im Brustwirbelbereich treten im Rücken eher selten auf.

 

Jeder vierte Deutsche leidet unter Rückenschmerzen.

80 bis 90 Prozent der Deutschen müssen wegen Rückenschmerzen mindestens einmal im Leben ärztlich behandelt werden. Jeder vierte Deutsche leidet zudem unter Rückenschmerzen mit hoher Schmerzintensität oder deutlicher Beeinträchtigung der Wirbelsäulenfunktion. Akute Schmerzen haben aktuell etwa 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung.

Das muss nicht sein! Denn vor allem akute Schmerzen, die überwiegend durch Verspannungen hervorgerufen werden, lassen sich durch eine Kombination aus Bewegungsübungen, Wärme- und Strombehandlung gut therapieren.

 

Symtome. Auftretende Beschwerden bei Rückenschmerzen

Wie äußern sich akute Rückenschmerzen genau?

Ein starkes Ziehen und ein dauerhafter Druck – akute Rückenschmerzen verändern ihre Intensität eher selten.

Ein starkes Ziehen und ein dauerhafter Druck – akute Rückenschmerzen verändern ihre Intensität eher selten.

Eine Faust im Nacken. Ein starkes Ziehen am Steißbein. Ein dauerhafter Druck im Bereich der Wirbelsäule – diese Beschwerden äußern viele unserer Patienten mit akuten Rückenschmerzen. Es sind diese Symptome, die sie letztendlich zu einem unserer Rückenspezialisten führen.

Im Gegensatz zu chronischen Schmerzen, die wechselnd mal stark und mal schwach wahrgenommen werden, bleiben akute Rückenschmerzen eher konstant – wie das dauerhafte und markdurchdringende piepsen eines Feuermelders. Nur piepst der Körper nicht, sondern schickt seine Warnmeldung als Schmerzsignal ans Gehirn. Diese Botschaft kann man schlecht ignorieren.

 

Alarmzeichen bei Rückenschmerzen.

Was der Volksmund als „Hexenschuss“ bezeichnet, sind ebenfalls Symptome akut auftretender Rückenschmerzen. Der Betroffene kann sich kaum bewegen, bzw. den Oberkörper nur unter starken Schmerzen aufrichten. Was sich dramatisch anfühlt und auch dramatisch aussieht, ist medizinisch betrachtet aber relativ harmlos: ein gequetschter Nerv. Ein Arztbesuch ist nicht zwingend erforderlich.

Aufhorchen sollten Betroffene jedoch, wenn der Schmerz ausstrahlt. Denn akute Rückenschmerzen können nicht  nur isoliert im Rückenbereich auftreten, sondern auch in Arme oder Beine ausstrahlen. Bei starken Rückenschmerzen können teilweise sogar Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen auftreten. Mit Taubheitsgefühlen und Lähmungen sollten Sie auf jeden Fall sofort zum Arzt gehen. Dieses Symptom ist eine sogenannte „rote Flagge“ (red flags) – ein Alarmzeichen für eine akute, bedrohliche Ursache von Rückenschmerzen mit medizinischen Handlungsbedarf.

 

Weitere Alarmzeichen bei akuten Rückenschmerzen sind:

  • starke Schmerzen bei Patienten unter 20 und über 50 Jahren
  • schlechter Allgemeinzustand
  • Lähmungen
  • neu auftretende Inkontinenz
  • sensible Ausfallerscheinungen
  • Tumor- oder Infektionserkrankung
  • Verletzungen und Unfälle
  • Abwehrschwäche und Immunsuppression (Unterdrückung einer Immunreaktion)
  • Osteoporose
 

Ursachen. So entstehen Rückenschmerzen

Wie können akute Rückenschmerzen entstehen?

Einseitige Belastunge, eine zu schwache Rumpfmuskulatur und eine ungünstige Körperhaltung sind häufigsten Ursache für Rückenschmerzen.

Einseitige Belastunge, eine zu schwache Rumpfmuskulatur und eine ungünstige Körperhaltung sind häufigsten Ursache für Rückenschmerzen.

Verspannte Muskeln, gedehnte Bänder oder verkürzte Sehnen sind mit Abstand die häufigste Ursache akuter Rückenschmerzen. Für stundenlanges Sitzen vor dem Computer, einseitige Belastungen bei mechanischen Arbeiten, wenig Bewegung und dabei vielleicht noch ein paar Pfunden zu viel auf den Rippen ist der menschliche Rücken einfach nicht gemacht. Und das ist kein Problem vornehmend älterer Patienten. Das Gros der Betroffenen ist die Gruppe der 30- bis 50-Jährigen.

Langes Sitzen vor dem Computerbildschirm führt zum Beispiel dazu, dass sich durch die angestrengte Haltung von Kopf, Schultern, Armen und Oberkörper die Muskeln an der Halswirbelsäule verspannen. So sind Rückenschmerzen in Deutschland heute Volkskrankheit Nummer eins. Jeder Vierte hat bereits „Rücken“. Tendenz steigend.

 

Nicht-spezifische und spezifische Rückenschmerzen.

85% aller Rückenschmerzen gehören zur Gruppe der nicht-spezifischen Schmerzen. Das bedeutet, dass die Rückenschmerzen keiner eindeutigen Ursache zugeordnet werden können. Vielfach bestehen mehr oder weniger starke Abnutzungserscheinungen (degenerative Veränderungen) an der Wirbelsäule, die für den Schmerz ursächlich sein können, aber nicht zwingend müssen. Eine starke Verschleißerscheinung muss nicht zwingend starke Schmerzen hervorrufen. Ebenso kann schon ein geringer Abnutzungsgrad an der falschen Stelle sehr starke Rückenschmerzen verursachen.

Spezifische Kreuzschmerzen hingegen sind eindeutig einer Ursache zuzuordnen. Hier sind z.B. Bandscheibenvorfälle, Verengungen des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose), poröse und brüchige Wirbelkörper, Infektionen und in seltenen Fällen auch Tumorerkrankungen zu nennen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen und eine Kernspintomographie geben in diesen Fällen meist eindeutige Hinweise auf die genaue Ursache der Rückenschmerzen.

 

Degenerative Erkrankungen.

Im Laufe eines Lebens nutzt sich die Wirbelsäule ab – wie vieles, das viel und häufig zum Einsatz kommt. Und degenerative Veränderungen der Wirbelsäule können Rückenschmerzen verursachen. Hier ist neben dem Verschleiß der Bandscheibe mit der Folge eines Bandscheibenvorfalls auch die Spondylarthrose, das heißt die Abnutzung und der Verschleiß der Zwischenwirbelgelenke in der Wirbelsäule, zu nennen. Es kann hierdurch zu einer Höhenminderung des Bandscheibenraumes und zur Ausbildung einer sogenannten Spinalkanalstenose kommen. Das heißt: Der Rückenmarkskanal, durch den die zahlreichen Nervenstränge laufen, wird zusammengedrückt. Es entstehen Engstellen.

Zusätzlich spielen teilweise anlagebedingte und teilweise erworbene Wirbelsäulenverkrümmungen und das sogenannte Wirbelgleiten eine Rolle. Die natürliche und gesunde Verbindung benachbarter Wirbelsäulensegmente ist dann nicht mehr gegeben, so dass sich einzelne Wirbel gegeneinander verschieben.

 

Stoffwechselerkrankungen und entzündliche Prozesse.

Im fortgeschrittenen Lebensalter spielt die Osteoporose, eine Knochenstoffwechselerkrankung, eine Rolle. Durch einen zu geringen Knochenneuaufbau und einen zu starken Abbau von Knochenzellen kommt es zu einer verminderten Stabilität und damit zu einer höheren Brüchigkeit der Wirbelkörper.

Entzündliche Veränderungen der Wirbelsäule können ebenfalls zu Rückenschmerzen führen. Diese Erkrankungen sind allerdings selten. Sie können den Bandscheibenraum und die angrenzenden Wirbel (Spondylodiszitis) betreffen. Knöcherne Entzündungen (Osteomyelitis) bzw. Abszesse im Bereich des Rückenmarkkanales oder außerhalb des Rückenmarkkanales sind möglich.

 

Psychische Ursachen

Nicht nur körperliche Faktoren können Rückenschmerzen verursachen. Oft spielt auch die Psyche eine wichtige Rolle.

Psychische Ursachen

 

Wie entstehen Rückenschmerzen?


Diagnostik, Therapie & OP

Akute Rückenschmerzen sind gut zu behandeln: In 90 Prozent der Fälle hilft Physiotherapie, kombiniert mit schmerzstillenden Medikamenten.

Diagnostik, Therapie & OP

Vorsorge & Ratgeber

Damit Sie erst gar nicht unser Patient werden: Rückenschmerzen kann man vorbeugen. Einfach. Im Alltag. Wir verraten Ihnen wie.

Rückenschmerzen - Tipps & Tricks

 

Multimodale Schmerztherapie

Gemeinsam gegen den Schmerz: Bei der multimodalen Schmerztherapie werden physische & psychische Ursachen behandelt.

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Rückenschmerzen vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu Rückenschmerzen kommt, genügen wenige Minuten tägliches Training - zuhause oder auch im Büro.

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Ärzte & Therapeuten

Rückenspezialist gesucht? Hier finden Sie eine Übersicht unserer Ärzte, die auf die Behandlung von Rückenschmerzen spezialisiert sind.

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Spezialisierte Kliniken

Spezialisten für Rückenprobleme: Unsere Kliniken & Krankenhäuser zur Behandlung von akuten und chronischen Rückenschmerzen.

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Welche Therapie? Und wo?

Konservative Behandlung oder OP? Suchen Sie eine geeignete Therapie für Ihr individuelles Rückenproblem? Wir beraten Sie gerne.

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