Osteochondrose der Wirbelsäule.

Osteochondrose. Mehr als nur Rückenschmerzen

Bei der Osteochondrose kommt es zu degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule.

Bei der Osteochondrose kommt es zu degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule.

Es ist ein schleichender Prozess. Zu Anfang schmerzt es nur nach körperlicher Arbeit oder Sport. Bei dem Einen ist es der Nacken. Bei dem Anderen das Kreuz oder der untere Rücken. Aber der Prozess ist gleich: Irgendwann hält sich der Schmerz hartnäckig. Im Sitzen. Im Stehen. Im Liegen. Teilweise strahlt er bis in die Arme oder Beine. Das geht über „normale“ Rückenschmerzen hinaus.

Eine Osteochondrose ist eine durch Abnutzung der Bandscheiben bedingte knöcherne Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule. Der Prozess verläuft Stufenweise: Zuerst werden durch starke Überlastung des Rückens die Bandscheiben in der Wirbelsäule zusammengedrückt – sei es durch langes Sitzen, wenig Bewegung oder harte körperliche Arbeit. Irgendwann können sich die Bandscheiben nicht mehr regenerieren. Sie verbleiben in der zusammengepressten Form. Entsprechend federn sie die angrenzenden Wirbel weniger gut ab. Durch den Druck kommt es zu knöchernen Auswüchsen, die dem Betroffenen Schmerzen verursachen - eine Osteochondrose ensteht.

Entlastung durch Schmerztherapie.

Je nach Schweregrad der Osteochondrose behandeln wir unsere Patienten in der Schön Klinik zunächst ohne operative Maßnahmen: Eine medikamentöse Schmerztherapie kombiniert mit Rückenschule und Entspannungsübungen kann in einem frühen Stadium von Osteochondrosen Entlastung bringen.

 

Osteochondrose. Informationen, Ursachen & Symptome.

Was versteht man unter einer Osteochondrose?

Osteochondrose. Was ist das?

Eine Osteochondrose kann in jedem Abschnitt der Wirbelsäule auftreten: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule.

Eine Osteochondrose kann in jedem Abschnitt der Wirbelsäule auftreten: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule.

Eine Osteochondrose ist eine durch Abnutzung der Bandscheiben bedingte knöcherne Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule. Es handelt sich somit um eine degenerative Veränderung der Bandscheibe. Eine Osteochondrose kann in jedem Abschnitt der Wirbelsäule auftreten: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule.

Der Prozess verläuft Stufenweise: Zuerst werden durch starke Überlastung des Rückens die Bandscheiben in der Wirbelsäule zusammengedrückt. Durch die dauerhafte Belastung können sich die Bandscheiben ab einem gewissen Zeitraum nicht mehr regenerieren – sie verbleiben in der zusammengepressten Form. Es kommt zu einer Reduzierung der Bandscheibenhöhe.

 

Dünnere Bandscheiben = wachsende Knorpel.

Drücken sich die Bandscheiben durch starke Belastung zusammen, bilden sich ausgleichend an den Wirbelzapfen knöcherne Auswüchse.

Drücken sich die Bandscheiben durch starke Belastung zusammen, bilden sich ausgleichend an den Wirbelzapfen knöcherne Auswüchse.

Die angrenzenden Wirbelkörper federn schlechter ab. Der Druck auf die einzelnen Wirbel ist größer als zuvor. Auf diesen Druck reagiert der Wirbel mit Knorpelwachstum an den seitlichen Enden – sehr wahrscheinlich, um den erhöhten Druck auf eine größere Fläche zu verteilen. So würde die Belastung des einzelnen Wirbels wieder geringer. Es bilden sich sogenannte Randzacken.

Reiben diese auf anderen Knorpelflächen, verspürt der Betroffene Schmerzen. Wachsen diese Verknöcherungen weiter, kann sich die Beweglichkeit der Wirbelsäule stark einschränken – bis hin zu völligen Versteifung des betroffenen Abschnitts der Wirbelsäule.

 

Symptome. Auftretende Beschwerden bei Osteochondrose

Welche Beschwerden treten bei einer Osteochondrose auf?

Hartnäckige, schwer zu beeinflussende Schmerzen im Rücken. Im Liegen. Im Stehen. Im Gehen – das sind die Anzeichen, die unsere Patienten zu uns führen.

Hartnäckige, schwer zu beeinflussende Schmerzen im Rücken. Im Liegen. Im Stehen. Im Gehen – das sind die Anzeichen, die unsere Patienten zu uns führen.

Hartnäckige, schwer zu beeinflussende Rückenschmerzen. Im Liegen. Im Stehen. Im Gehen – das sind die Anzeichen, die unsere Patienten zu uns führen. Je nach verändertem Wirbelsäulenabschnitt, ist entweder der Nacken oder das Kreuz betroffen. Nackenschmerzen können bis in die Arme ausstrahlen. Sind umliegende Nerven einbezogen, kann sich der Schmerz von der Halswirbelsäule über die Arme bis hin in die Fingerspitzen ziehen. Kreuzschmerzen strahlen entsprechend über die Beine bis hinunter in die Zehen. Die Symptome können in Ruhe, bei Belastung oder bei Bewegung auftreten – je nach Veränderung der Bandscheiben und Wirbelkörper.

 

Steifer Nacken. Kopfschmerzen. Bandscheibenvorfall.

Ein steifer Nacken kann ebenfalls durch eine Veränderung im Bereich der Halswirbelsäule auftreten. Auch Kopfschmerzen, bedingt durch Muskelverspannungen, sind häufig zu beobachten. Wirbelveränderungen bei Osteochondrose im Bereich der Brustwirbelsäule verursachen meist nur wenig Beschwerden und werden daher deutlich seltener diagnostiziert. Betroffene bemerken eher in einem späten Stadium die Steifigkeit ihrer Wirbelsäule.

Ein Bandscheibenvorfall kann ebenfalls Symptom einer Osteochondrose sein. Durch die Überbelastungen der Wirbelsäule, und damit der Bandscheiben, reißt der Faserring der Bandscheibe und der innen liegende Gallertkern wird in Richtung des Wirbelkanals gedrückt – der klassische Bandscheibenvorfall. Werden hierdurch Rückenmarksnerven abgedrückt, klagt der Betroffene über ein Kribbeln und Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen. Kommt es zum Kontrollverlust bestimmter Körperfunktionen, wie ungewolltem Harn- oder Stuhlverlust, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

 

Ursachen. Wie entsteht eine Osteochondrose?

Alles beginnt mit einer Überlastung der Bandscheiben.

Durch die Abnutzung der Bandscheiben bilden Wirbelkörper knöcherne Randzacken aus. Reiben diese aufeinander, verspüren Betroffene starke Schmerzen.

Durch die Abnutzung der Bandscheiben bilden Wirbelkörper knöcherne Randzacken aus. Reiben diese aufeinander, verspüren Betroffene starke Schmerzen.

Eine Osteochondrose beginnt mit einer Überlastung der Bandscheiben. Diese festen Faserringe mit gallertartigem Kern liegen als Stoßdämpfer gegen Erschütterungen zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule. Wie andere Körperteile zeigen auch Bandscheiben im Laufe eines Lebens Abnutzungserscheinungen – je nach Belastung äußern sich Verschleißerscheinungen früh oder spät, sind Beschwerden mild oder stark ausgeprägt. Der Verschleiß der Bandscheibe beginnt bereits ab dem 20sten Lebensjahr. Ab dem 60. sind Veränderungen bei mehr als 90% der Bevölkerung nachweisbar.

 

Beginn der Osteochondrose: Degeneration der Bandscheiben.

Ein Wirbelsäulensegment des Menschen: Wirbelkörper (BLAU) / Wirbelgelenke (ROT) / Bandscheibe (HELLBLAU) mit Gallertkern (WEISS).

Ein Wirbelsäulensegment des Menschen: Wirbelkörper (BLAU) / Wirbelgelenke (ROT) / Bandscheibe (HELLBLAU) mit Gallertkern (WEISS).

Der Gallertkern der Bandscheibe (siehe Bild: WEISS) verliert an Wasser. So reduziert sich die Höhe der Bandscheibe und verbleibt in einem zusammengedrückten Stadium (Chondrose).

Der Abstand zwischen den einzelnen Wirbeln wird geringer und die Wirbelsäule damit instabil. Insgesamt sind die Bandscheiben weniger elastisch und können weniger Druck abfedern. Die einzelnen Wirbel reagieren auf die erhöhte Belastung mit der Ausbildung von weiterem Knorpel an den Randleisten (im Bild BLAU, rechts) – so genannten knöcherne Randzacken. So soll der Druck auf eine größere Fläche abgeleitet werden. Reiben diese Randzacken auf anderen Wirbelkörpern, verspürt der Betroffene starke Schmerzen.

Mit Zunahme des knöchernen Wachstums im Alter nimmt die Beweglichkeit der Wirbelsäule stark ab. Durch die zunehmende Versteifung bessern sich jedoch die Rückenschmerzen. Denn diese entstehen ja vor allem in Folge von Reibung.

 

Veränderung der Wirbelsäulenstatik und des Muskel-Bandapparates.

Mit der Veränderung der Bandscheiben kommt es zu einer Veränderung der Wirbelsäulenstatik und des Muskel-Bandapparates. So kann sich die Wirbelsäule verstärkt nach vorne (Kyphose) oder nach hinten verbiegen (Lordose). Hierdurch werden wiederum die Bandscheiben verschoben. Die Lockerung des Bandapparates entlang der Wirbel ermöglicht ein Abgleiten der Wirbelkörper: Sie rutschen aus Ihrer ursprünglichen Position heraus und verursachen durch zusätzliche Reibung ebenfalls starke Rückenschmerzen.

Durch die veränderte Lage der Wirbel erhöht sich zudem die Reibung innerhalb der Gelenkfläche der Knorpel. Diese nützen sich stärker und damit vorzeitig ab. Es kommt zum Abrieb des Knorpels am Wirbelgelenk.

 

Risikofaktoren, die eine Osteochondrose begünstigen.

Folgende Faktoren begünstigen die Entwicklung einer Osteochondrose:

  • Bandscheibenoperationen
  • Entzündungen der Bandscheibe
  • Skoliose
  • Autofahren (v.a. Lastwagen oder schwere Fahrzeuge)
  • Rauchen (chronischer Husten)
  • Handwerksarbeiten
  • schweres Heben und Tragen
  • Gefährdete Berufe (z.B. Bau-, Transportgewerbe oder Krankenpflege)
 

Wie entstehen Rückenschmerzen? Unser Film klärt auf.


Diagnostik, Therapie & OP

Je nach Art und Ausprägung kann die Osteochondrose konservativ oder im Rahmen einer operativen Versorgung behandelt werden.

Diagnostik, Therapie & OP

Welche Therapie? Und wo?

Konservative Behandlung oder OP? Suchen Sie eine geeignete Therapie für Ihr individuelles Rückenproblem? Wir beraten Sie gerne.

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Ärzte & Therapeuten

Unsere Rückenspezialisten im Überblick: Finden Sie hier Ihren Orthopäden für die Behandlung von Osteochondrose der Wirbelsäule.

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Spezialisierte Kliniken

Diese Kliniken und Krankenhäuser sind auf die Diagnostik, Behandlung und Therapie von Osteochondrose der Wirbelsäule spezialisiert.

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