Morbus Bechterew. Therapie
Ein Morbus Bechterew ist gut behandelbar.
Physiotherapie, Bewegungsübungen, Medikamente: Morbus Bechterew ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Der Verlauf der Krankheit lässt sich mit dieser Kombination entscheidend beeinflussen.
Die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Gelenke zu erhalten – das ist unser wichtigstes Therapieziel. Durch konsequentes Training kann der Status quo lange erhalten werden. Wir empfehlen außerdem unseren Patienten, mit dem Rauchen aufzuhören.
Baustein eins: Physiotherapie und Bewegungsübungen.
Eine spezielle Morbus Bechterew Gymnasik erhält die Beweglichkeit der Patienten.
Bewegung hält beweglich! In der Schön Klinik empfehlen wir unseren Patienten vor allem eines: „Gestalten Sie Ihren Alltag aktiv! Gehen Sie viel zu Fuß. Fahren Sie Rad." Bewegung, tägliche Krankengymnastik zu Hause und Atemtraining sind zusammen ein wichtiger Therapiebaustein. Gut bewährt hat sich auch eine zusätzliche Gruppentherapie unter physiotherapeutischer Anleitung.
Warme Bäder. Elektrotherapie. Massagen.
In der Physikalischen Therapie werden bei Morbus Bechterew warme Bäder, Elektrotherapie und Massagen eingesetzt. Auch ein Stangerbad kann helfen. Hier sitzt der Patient in einer mit Wasser gefüllten Wanne, durch die Gleichstrom geleitet wird. Auf der einen Seite wird so die Durchblutung sowie der Stoffwechsel gesteigert. Auf der anderen Seite wird die Leitfähigkeit der Nerven gebremst. Der Patient empfindet weniger Schmerz.
Physiotherapie bzw. aktive Bewegungsübungen helfen
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die Körperhaltung und Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten bzw. zu verbessern.
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die Beweglichkeit der Gelenke, die direkt an den Rumpf anschließen (besonders Schulter- und Hüftgelenke) zu erhalten bzw. zu verbessern.
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verkürzte Muskeln zu dehnen.
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schwache Muskulatur zu kräftigen.
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Schmerzen zu lindern.
Baustein zwei: Medikamentöse Therapie.
Medikamente werden in der Therapie vor allem eingesetzt, um Entzündungsreaktionen zu normalisieren und Schmerzen zu lindern. So werden zur Schmerzregulierung nicht-steroidale Antirheumatika zusammen mit H2-Blockern als Magenschutz eingesetzt sowie Analgetika. Gezielt werden auch schmerzstillende Mittel in das Iliosakralgelenk, die Sehnenansätze oder in Gelenke infiltriert.
Um den Krankheitsverlauf für den Patienten positiv zu beeinflussen, werden zudem Muskelrelaxantien, Steroide und Antirheumatika in der Therapie von Morbus Bechterew eingesetzt. In der Schön Klinik haben wir aktuell gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten mit Morbus Bechterew mit Tumornekrose-Faktor-Alpha-Rezeptor-Antagonisten erzielen können.
Medikamente helfen,
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Entzündung, Schmerzen und Steifigkeit zu reduzieren.
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Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit zu erhalten.
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die grundlegende Entzündungsursache, die zu Schmerzen, Steifigkeit und Müdigkeit führt, zu bekämpfen.
Operationen im fortgeschrittenen Stadium.
Schreitet die chronische Entzündungen so weit voran, dass ein Gelenk zerstört oder stark beschädigt wird, kann auch ein Gelenkersatz Teil der Therapie werden. Hier sind vor allem die Hüftgelenke betroffen, die dann durch ein künstliches Hüftgelenk ersetzt werden. Bei starker Krümmung der Wirbelsäule (wenn z.B. Blickkontakt zu anderen Menschen nicht mehr möglich ist) werden zur Wiederherstellung der Aufrichtung die Wirbelkörper miteinander fixiert.
Zur operativen Therapie bei Morbus Bechterew gehören:
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cervikale Fusion (operative Versteifung der Wirbelkörper bei Instabilitäten der Halswirbelsäule)
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Keilosteotomie (bei zunehmender Verkrümmung der Wirbelsäule in Fehlstellung werden Knochenkeile entfernt, um die Wirbelsäule wieder gerade zu richten)
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Hüfttotalendoprothesen (bei zunehmender Zerstörung der Hüftgelenke wird das krankhafte Gelenk durch ein künstliches Hüftgelenk ersetzt)
Krankheitsverlauf
Morbus Bechterew hat viele Gesichter. Mit einer individuellen Behandlung ist ein Leben mit der Krankheit aber gut möglich.
Krankheitsverlauf
Spezialisierte Kliniken
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