Bandscheibenschäden.

Im Laufe eines Lebens nutzen sich Bandscheiben ab.

Verlieren Bandscheiben an Elastizität, entstehen schmerzhafte Abnutzungserscheinungen an den einzelnen Wirbelkörpern.

Verlieren Bandscheiben an Elastizität, entstehen schmerzhafte Abnutzungserscheinungen an den einzelnen Wirbelkörpern.

Stellen Sie sich einen feuchten Schwamm vor. Wenn Sie ihn kräftig eindrücken, nimmt er, wenn Sie ihn loslassen, sofort wieder seine vorherige Form an. Er ist elastisch und flexibel. Legen Sie einen Stein auf den Schwamm und lassen ihn in der Sonne trocknen, ist der Schwamm plattgedrückt, steif und federt nicht mehr zurück in seine ursprüngliche Form. Er ist hart, porös und in seiner Form nicht mehr veränderbar. Ähnlich wie dem Schwamm ergeht es im Laufe des Lebens unseren Bandscheiben. Bandscheibenschäden sind Verschleißerscheinungen. Ihr Alterungsprozess setzt ein, sobald der Mensch ins Laufalter kommt: Schon bei 4jährigen Kindern sind Altersveränderungen an den Bandscheiben erkennbar.

 

Rückenschmerzen durch Verschleißerscheinungen.

In jungen Jahren sind Bandscheiben prall gefüllt mit Flüssigkeit und sitzen als optimale Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule. Sie leiten Druck ab und schützen die Wirbelknochen vor Abnützungserscheinungen. Durch die Bandscheiben sitzen die Wirbel stabil aufeinander und werden wie mit Kaugummi zusammengehalten. Gleichzeitig sind die Wirbel sehr beweglich ohne schmerzhaft aufeinander zu reiben.

Mit der Zeit verlieren Bandscheiben an Flüssigkeit. Büßen Elastizität ein. So werden sie bei Belastungen stärker zusammengedrückt – und können sich anschließend nicht mehr in ihre Ausgangsform zurückdehnen. Die Bandscheiben verlieren insgesamt an Höhe. Und wie alles das austrocknet, bekommt eine Bandscheibe leichte Risse und kann kaputt gehen. Betroffene klagen dann über starke Rückenschmerzen.

 

Definition, Ursachen & Symptome von Bandscheibenschäden.

Definition. Was sind Bandscheibenschäden?

Was versteht man unter Bandscheibenschäden?

Bandscheibenschäden sind Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. Sobald der Mensch aufrecht steht und geht, büßen die Bandscheiben täglich ein wenig ihrer ursprünglichen Perfektion ein.

 

Bandscheibenschäden und ihre Folgen.

Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring (Annulus fibrosus) und einem inneren Gallertkern (Nucleus pulposus).

Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring (Annulus fibrosus) und einem inneren Gallertkern (Nucleus pulposus).

Bandscheiben bestehen aus einer festen Außenhaut, dem so genannten Faserring (Anulus fibrosus). Dieser Faserring ist mit einem gelartigen Inhalt und einem festen Gallertkern (Nucleus pulposus) gefüllt. Mit der Zeit verlieren die Bandscheiben stetig an Flüssigkeit, büßen Elastizität und Flexibilität ein. So werden sie bei Belastungen stärker zusammen gedrückt – und können sich anschließend nicht mehr in ihre Ausgangsform zurückdehnen. Die Bandscheiben verlieren insgesamt an Höhe und können Ihre Aufgabe als "Stoßdämpfer" im Rücken nur noch eingeschränkt wahrnehmen.

 

Wenn Bandscheiben austrocknen.

Trocknet die Bandscheibe langsam aus, bekommt der Faserring im Laufe der Zeit Risse. Diese entstehen vor allem im hinteren Teil, an der Begrenzung zum Wirbelkanal, durch den die Nervenbahnen laufen. Anteile des weichen, gelartigen Inhalts der Bandscheibe  können in diese Risse laufen. Die Bandscheibe verändert ihre Form, wölbt sich vor Richtung Wirbelkanal. Reißt die Außenhaut komplett und entsteht ein Loch im Faserring, tritt der gelartige Inhalt wie auch der feste Zellkern in den Wirbelkanal aus – der klassische Bandscheibenvorfall. Dann drohen Nerven im Wirbelkanal abgedrückt zu werden. Patienten klagen in diesem Fall über Lähmungserscheinungen. Dann ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

 

Am häufigsten sind schmerzhafte Wirbelgelenkarthrosen.

Die häufigste Folge eines Bandscheibenschadens sind jedoch keine Bandscheibenvorfälle, sondern schmerzhafte Verschleißerscheinungen (Arthrose) an den Oberflächen der Wirbelkörper. Durch die defekten Stoßdämpfer müssen die Wirbel deutlich mehr Druck aufnehmen und sind stärker belastet. Sie können sich zudem durch die stetige Überbeanspruchung entzünden.

 

Symptome. Beschwerden bei Bandscheibenschäden

Wie äußern sich Bandscheibenschäden?

Starke Rückenschmerzen und teilweise sogar Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen – diese Symptome führen Patienten mit Bandscheibenproblemen zu uns. Was der Volksmund als „Hexenschuss“ bezeichnet, sind ebenfalls Symptome akut auftretender Beschwerden als Folge eines Bandscheibenschadens.

 

Rückenschmerzen mit Beteiligung der Nervenbahnen.

Bei einem Bandscheibenschaden klagen die Betroffene oft über starke Rückenschmerzen.

Bei einem Bandscheibenschaden klagen die Betroffene oft über starke Rückenschmerzen.

Geht der Schmerz direkt von der Bandscheibe aus, nimmt er in der Regel im Stehen oder Sitzen zu – wenn mehr Druck durch eine statische Belastung auf der Wirbelsäule und damit auf den Bandscheiben lastet. Beugen sich Betroffene mit Bandscheibenschäden nach vorne oder kreisen den Oberkörper, um den Rücken zu entlasten, kann auch diese Bewegung sehr schmerzhaft sein. Husten und Niesen verstärken den Rückenschmerz.

Drücken beschädigte Bandscheiben auf Nervenbahnen, die durch den Wirbelkanal verlaufen, strahlen die Schmerzen häufig auf Nacken und Arme oder Beine und Füße ab. Taubheitsgefühle mit einhergehenden Funktionseinschränkungen der betroffenen Areale sind bei abgedrückten Nerven ebenfalls häufig zu beobachten: Den Patienten „schlafen häufig die Arme und Finger ein“.

 

Rückenschmerzen mit Beteiligung des Wirbelgelenks.

Geht der Schmerz zusätzlich von den Wirbelgelenken aus, ist das Schmerzempfinden der Betroffenen ein anderes. Hier verstärkt sich der Rückenschmerz im Sitzen oder Stehen vor allem dann, wenn der Rücken nach hinten geneigt wird. Nach vorne und leicht gebeugtes Sitzen wirkt hingegen entlastend. Kreisförmige Bewegungen oder ein seitliches Kippen des Oberkörpers sind schmerzhaft. Klopft man Betroffenen entlang der Wirbelsäule den Rücken ab, erzeugt dies ebenfalls Schmerzen.

 

Kopfschmerzen durch Bandscheibenschaden.

Patienten mit Bandscheibenschaden weisen durch die instabilere Wirbelsäule häufig eine schmerzhaft stark verspannte Rückenmuskulatur auf. Verspannungen im Nackenbereich können bis in den Hinterkopf ausstrahlen und sich als Kopfschmerzen äußern. Teilweise lösen Bandscheibenschäden in der Halswirbelsäule keine Rücken- sondern Kopfschmerzen aus. So wird nicht selten bei Patienten mit starken Kopfschmerzen im Hinterkopf ein Bandscheibenschaden als Ursache diagnostiziert.

 

Ursachen. Wie entstehen Bandscheibenschäden?

Was führt zu Bandscheibenschäden?

Im Laufe des Lebens verschleißen die Bandscheiben - Bandscheibenschäden entstehen.

Im Laufe des Lebens verschleißen die Bandscheiben - Bandscheibenschäden entstehen.

Bandscheibenschäden sind altersbedingte Verschleißerscheinungen. Wie alles, was täglich und viel benutzt wird, zeigen sich mit der Zeit Gebrauchsspuren. Im Prinzip setzen die Verschleißerscheinungen ein, sobald der Mensch auf zwei Beinen steht und beginnt zu laufen. So können bereits bei 4jährigen Kindern beginnende Altersveränderungen an den Bandscheiben beobachtet werden. Bandscheibenschäden sind überdies genetisch vorprogrammiert und kommen familiär gehäuft vor.

 

Risiken: Fehlbelastung & starke Beanspruchung.

Schweres Heben beansprucht die Wirbelsäule und beschleunigt Verschleißerscheinungen der Bandscheiben.

Schweres Heben beansprucht die Wirbelsäule und beschleunigt Verschleißerscheinungen der Bandscheiben.

Übergewicht, sitzende Tätigkeiten und fehlende oder schwache Bauch- und Rückenmuskulatur können Verschleißerscheinungen erheblich beschleunigen. Ebenso starke Beanspruchung oder häufige Fehlhaltungen. So beobachten wir bei unseren Patienten: Fernfahrer oder Bauarbeiter beanspruchen ihren Rücken beispielsweise besonders stark, Erzieher im Kindergarten nehmen häufig eine gebeugte Haltung und damit eine Fehlhaltung ein. Viele heben auch schwere Gegenstände falsch oder tragen zu schwere Lasten, was einen akuten Bandscheibenvorfall auslösen kann.

 

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenschäden.

Schwangere haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Schädigung der Bandscheiben. In der Schwangerschaft verlagert sich der Körperschwerpunkt nach vorne. Es lastet mehr Gewicht und Druck auf der Wirbelsäule im hinteren Rückenbereich. Zudem speichern die Bandscheiben durch die Hormonumstellung vermehrt Wasser und verlieren an Stabilität.

 

Verformungen des Rückens beschleunigen den Verschleiß.

Beschleunigte Verschleißerscheinungen zeigen zudem Patienten mit angeborenen oder durch Unfälle erworbenen Verformungen der Wirbelsäule. Durch die dauerhafte Fehlbelastung der Wirbelsäule werden die Bandscheiben der betroffenen stärker belastet, ebenfalls dauerhaft verformt und übermäßig beansprucht.

 

Sportarten, die den Bandscheiben eher schaden.

Bestimmt Sportarten gelten ebenfalls als rückengefährdend, da sie aufgrund ihrer Bewegungsabläufe oder der auftretenden Belastung zu einer Schädigung der Bandscheiben führen können.

Dazu zählen wir unter anderem:

  • Delphinschwimmen
  • Kunstturnen
  • Tennis
  • Bungee Jumping
  • Squash
  • Ski alpin
 

Wie entstehen Bandscheibenschäden? Unser Film klärt auf.


Diagnostik, Therapie & OP

Bei der Behandlung haben Schmerzlinderung & Muskelaufbau Priorität. Eine Operation ist nur bei schweren Fällen erforderlich.

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