Wichtig ist die sichere Diagnose.

Entscheidend für die richtige Rückenbehandlung ist der Befund.

Voraussetzung für die individuell richtige Behandlung bei Rückenbeschwerden ist eine gesicherte Diagnose.

Voraussetzung für die individuell richtige Behandlung bei Rückenbeschwerden ist eine gesicherte Diagnose.

Jährlich werden in Deutschland mehr als 200.000 Operationen am Rücken durchgeführt. Meistens haben die Betroffenen Probleme mit den Bandscheiben oder leiden an einer Verengung des Wirbelkanals. „Ein sofortiger chirurgischer Eingriff ist aber nur selten notwendig“, erklärt Prof. Dr. Michael Mayer, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie der Schön Klinik München Harlaching.

Der Wirbelsäulenspezialist kennt die Diskussionen in den Medien, ob hierzulande nicht zu oft am Rücken operiert wird. „Ich gehe davon aus, dass die Eingriffe alle indiziert sind, also aus ärztlicher Sicht notwendig“, meint Prof. Mayer. Wichtig sei es, vorab eine gesicherte Diagnose zu stellen, um entscheiden zu können, was für den Patienten genau richtig ist.

 

Warum steigt die Anzahl an Operationen in Deutschland?

Prof. Mayer erklärt sich die Zunahme von chirurgischen Eingriffen mit dem medizinischen Fortschritt und den sich eröffnenden Möglichkeiten, noch zu therapieren. Aber gleichzeitig mahnt er, sich die Zahlen genauer anzuschauen. So bekommen beispielsweise in Deutschland auch Schmerzkatheter eine OP-Ziffer und tauchen in der Statistik dann als „Operationen“ auf. Mit Hilfe von Schmerzkathetern verabreichen Rückenspezialisten Patienten schmerz- und entzündungsstillende Medikamente direkt in die betroffenen Regionen. Es wird sozusagen eine Infusion gelegt und nicht operiert.

 

Nur im Notfall wird sofort operiert.

Im Normalfall werden Patienten mit verschleißbedingten Rückenerkrankungen erst einmal konservativ behandelt – meist mit einer Kombination aus Physiotherapie sowie schmerz- und entzündungsstillenden Medikamenten.
„Nur etwa  1,5 Prozent unserer Patienten sind Notfälle, die wir sofort operieren müssen“, erklärt Prof. Mayer. „Die Betroffenen haben Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle im Unterleib mit eingeschränkter Funktion von Blase und Darm.“ Ein chirurgischer Eingriff ist daher sofort notwendig, da sich Blasen- und Darmtätigkeit sonst nicht mehr erholen können.

 

Das richtige Timing ist entscheidend für Erfolg.

Wenn Patienten mit Bandscheibenvorfall oder Spinalkanalstenose jedoch nach vier bis sechs Wochen keine signifikante Linderung der Schmerzen oder Verbesserung der Bewegungseinschränkungen und Mobilität haben, sollte doch über eine Operation nachgedacht werden. „Das Zeitfenster, bei dem wir konstant gute Ergebnisse mit einem chirurgischen Eingriff erzielen, also Schmerzfreiheit und völlige Wiederherstellung, liegt bei vier bis zehn Wochen“, erklärt der Rückenspezialist und erfahrene Chirurg. Prof. Mayer und seine Kollegen nutzen bei Operationen minimal-invasive Methoden, damit die Patienten möglichst schnell wieder fit werden.

 

Im Zweifelsfall eine zweite Meinung einholen.

Wer vor einer Rückenoperation besorgt ist, sollte im Arztgespräch alle Fragen stellen und seine Ängste, Sorgen und Nöte ansprechen. Betroffene können sich auch eine zweite ärztliche Meinung einholen. „Wichtig ist, dass die Patienten hinter der Behandlung stehen. Damit steht und fällt der Erfolg“, erklärt Prof. Mayer. Und die Erreichung des Ziels: Schmerzfreiheit und ein beschwerdefreier Alltag.

 

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