Spina bifida (offener Rücken). Ursachen & Symptome
Wie entsteht eine Spina bifida?
Spina bifida entseht zwischen dem 22. und 28. Tag in der Schwangerschaft.
Die Entstehung der Spinia bifida liegt in der Embryonalentwicklung zwischen der dritten und vierten Schwangerschaftswoche. In diesem Zeitraum erfolgt der Verschluss des bei dieser Krankheit betroffenen Neuralrohrs aus der Neuralplatte. Warum dieser Defekt der Wirbelsäule auftritt, ist bislang unbekannt. Es können sowohl genetische Faktoren aber auch bestimmte Einflüsse der Außenwelt eine Rolle spielen. Ein Mangel an Folsäure in der Schwangerschaft und die Einnahme von Medikamenten gegen Epilepsie erhöhen das Risiko, dass das Kind mit einer Spina bifida auf die Welt kommt.
Welche Formen der Spina bifida gibt es?
Die Beschwerden hängen davon ab, welche Anteile des Rückenmarks betroffen sind und auf welcher Höhe der Wirbelsäule der Spalt liegt. Insgesamt unterscheidet man folgende Arten der Spina bifida:
Spina bifida occulta
Dabei handelt es sich um eine Form der Spina bifida, die geschlossen bzw. nicht sichtbar ist. Es zeigt sich ein gespaltener Wirbelbogen, ohne Beteiligung der Rückenmarkshäute (Meningen) und des Rückenmarkes. Dadurch ist sie von außen nicht sichtbar. Da die Spina bifida occulta meist symptomlos verläuft, ist keine Behandlung erforderlich. Sie hat keine besondere medizinische Bedeutung und bleibt weitgehend unentdeckt.
Spina bifida aperta
Sie beschreibt die offene/ sichtbare Form der Spina bifida. Der Schweregrad und die Auswirkungen hängen von der Höhe und Ausprägung des Defektes ab. Zu den auftauchenden Problemen zählen beispielsweise Lähmungen an den Extremitäten, der Blase und des Darms. Ein Hydrocephalus (Wasserkopf) der ggf. mit einer geistigen Entwicklungsstörung einhergeht, kann ebenfalls auftreten. Mögliche orthopädische Probleme sind z.B. Skoliose, Gelenkkontrakturen und Fußfehlstellungen wie neurogener Klumpfuß oder Hackenfuß sowie Hüftluxation. Es werden drei Formen der Spina bifida aperta unterschieden:
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Meningozele: Zele leitet sich von Bruch ab. Es liegt ein gespaltener Wirbelbogen vor, durch den sich die Rückenmarkshäute (Meningen) unter der Haut nach außen wölben. Sichtbar ist eine Zyste, die operativ entfernt werden kann, ohne das Rückenmark nachhaltig zu schädigen, da es in seiner üblichen Position im Wirbelkanal bleibt.
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Meningomyelozele: Diese Art der Spina bifida bezeichnet eine Spaltbildung der Wirbelsäule mit Beteiligung des Rückenmarks und seiner Häute. Durch den betreffenden Spalt treten Teile des Rückenmarks (Myelon), Rückenmarkshäute (Meningen) und Nerven aus. Die dadurch gebildete Blase (Zyste) tritt durch die Haut und ist von außen sichtbar. Bei dieser schweren Form der Spina bifida verlieren auf diese Weise die Nervenstränge an Schutz, und es kommt zu Schädigungen. Dieser Defekt wird direkt nach der Geburt operativ verschlossen, wobei immer neurologische Symptome auf Höhe der Schädigung bestehen bleiben.
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Myeloschisis: Dieser Begriff wird häufig für besonders schwere Befunde einer Spina bifida aperta verwendet, bei denen das Nervengewebe an der betroffenen Stelle sichtbar völlig freiliegt und nicht von Bindegewebe bedeckt ist.
Welche Symptome treten bei einer Spina bifida auf?
Die Folgeschäden der Spina bifida setzen bereits in der frühen Kindheit ein, machen sich möglicherweise aber auch erst im Erwachsenenalter bemerkbar. Als typische Folgeerscheinungen sind neben dem Darm- und Blasentrakt je nach Ort ebenso bestimmte Muskeln in ihrer Funktion beeinträchtigt. Bei einer gestörten Blasenfunktion kommt es zu Entleerungsproblemen, die entweder eine vollständige Entleerung der Blase verhindern oder eine Blasenentleerung unkontrollierbar machen. Hinzu treten Muskelschwäche in den Beinen bis hin zu einer Querschnittslähmung mit Gefühlsstörungen und kompletter Lähmungen der Beine; schwerwiegend können auch die Wirbelsäulendeformierungen sein, zusätzlich treten Fußdeformitäten und Luxation der Hüften auf.
Gemeinsam mit der Spina bifida tritt häufig auch ein Hydrocephalus auf, auch Wasserkopf genannt. Aufgrund einer Ableitungsstörung sammelt sich Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit in den Hirnwasserkammern an.
Diagnostik & Therapie
Direkt nach der Geburt wird der Defekt operativ geschlossen. Danach folgt Physiotherapie.
Diagnostik & Therapie
Spezialisierte Kliniken
Diese Kliniken sind auf die Behandlung von Spina bifida spezialisiert.
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Sean Nader
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