Skoliose. Ursachen

Wie entsteht eine Skoliose?

Die Ursachen der Skoliose sind unterschiedlich. Hier ist unbedingt zwischen den sogenannten idiopathischen Skoliosen, deren Ursachen bis heute noch nicht genau bekannt sind, und solchen Skoliosen, die auf dem Boden einer bekannten Grunderkrankung entstehen, zu unterscheiden. Bekannte Ursachen können z.B. angeborene Fehlbildungen der Wirbel sein. Weitere Gründe sind gewisse Erkrankungen der Muskeln oder Nerven sowie bestimmte Erkrankungen des Bindegewebes und Stoffwechsels. Häufigste Ursachen solcher Skoliosen sind:

  • Angeborene (kongenitale) Skoliosen -  z.B. bei Halb,- Keil,- oder Blockwirbeln 
  • Skoliosen bei Muskel- oder Nervenerkrankungen (neuromyopathische Skoliosen) -  z.B. wegen Muskelschwund oder Lähmungen, Folgen frühkindlichen Sauerstoffmangels
  • Skoliosen bei Erkrankungen des Bindegewebes -  z.B. dem Marfan- Syndrom

Meist ist die Ursache der Skoliose unbekannt.

In den meisten Fällen hierzulande (> 80%) ist die Ursache jedoch unbekannt und man bezeichnet sie als idiopathische Skoliose. Diese Form der Skoliose ist eine sogenannte Wachstumsdeformität, d. h. sie entsteht im Kindes- und Jugendalter und schreitet meist während der Phasen des stärksten Körperwachstums, also insbesondere während der pubertären Wachstumsphase, fort. Dabei sind Mädchen bei behandlungsbedürftigen idiopathischen Skoliosen etwa 7-8 mal häufiger betroffen als Jungen, wobei die genauen Ursachen hierfür noch unbekannt sind. Neueste genetische Untersuchungen idiopathischer Skoliosepatienten legen nahe, dass bestimmte „chromosomale Marker“, also bestimmte das Erbgut charakterisierende Eiweißstrukturen für die Entstehung der idiopathischen Skoliose verantwortlich sind.

Einteilung von idiopathischen Skoliosen.

Die Therapie von Skoliosen bedarf der Kenntnis des natürlichen Verlaufes. Dies ist insbesondere wichtig, um die Wahrscheinlichkeit des Fortschreitens einer Skoliose bestmöglich einzuschätzen und daraus folgende evtl. notwendige Behandlungsmaßnahmen rechtzeitig einleiten zu können. Deshalb ist es zum Einen wichtig, den Beginn der Skoliose zu kennen, denn: je früher im Kindes-/ Jugendalter die idiopathische Skoliose auftritt, desto mehr Zeit verbleibt für ein fortschreitendes Fehlwachstum während der Wachstumsphase. Je früher also eine fortschreitende Skoliose auftritt, umso ungünstiger ist die Prognose.

Einteilung nach dem Zeitpunkt des Auftretens der idiopathischen Skoliose.

  • Infantile idiopathische Skoliose: 0. - 3. Lebensjahr
  • Juvenile idiopathische Skoliose: 4. – 10. Lebensjahr
  • Adoleszente idiopathische Skoliose: 11. Lebensjahr bis Wachstumsabschluss

Je nachdem, welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist, werden verschiedene Formen der Skoliose unterschieden.

Die häufigsten Formen der Skoliose.

  • Thorakale Skoliose: Brustwirbelsäulenbereich
  • Lumbale Skoliose: Lendenwirbelsäulenbereich
  • Thorakolumbale Skoliose: Übergangsbereich zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Thorakale und lumbale ( doppelbogige) Skoliose: Brust- und Lendenwirbelsäulenbereich

Je nachdem, in welche Richtung die Wirbelsäule verkrümmt ist, unterscheidet man zwischen einer nach links gebogenen (linkskonvexen) Skoliose und einer nach rechts gebogenen (rechtskonvexen) Skoliose. Dabei bildet die Wirbelsäule neben der eigentlichen Krümmung auch ausgleichende Ausbiegungen zur Gegenseite aus, die sich ober- bzw. unterhalb einer solchen anschließen. Dies passiert, um einen insgesamt lotgerechten Stand zu ermöglichen, d.h. der Körper versucht spontan durch Ausbildung von Ausgleichskrümmungen den Kopf über dem Becken zu zentrieren.

Skoliose. Symptome

Körperliche Beschwerden treten meist erst im Erwachsenalter auf, wie z.B. Rückenschmerzen.

Skoliose. Diagnostik

Charakteristisch für eine Skoliose ist der sogenannte Rippenbuckel.

Fachliche Betreuung

Thomsen

Der Beitrag wird betreut durch

Björn Thomsen


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