Skoliose. Diagnostik, Therapie & OP

Von Korsett-Behandlung bis OP. Therapie bei Skoliose

Je nach Ausprägung und Grad der Beeinträchtigung kann eine Skoliose durch Physiotherapie, ein Korsett oder eine OP behandelt werden.

Je nach Ausprägung und Grad der Beeinträchtigung kann eine Skoliose durch Physiotherapie, ein Korsett oder eine OP behandelt werden.

Ein asymetrischer Rücken, Probleme mit der Atmung oder Schmerzen bei bestimmten Bewegungen sind nur einige der Anzeichen, die bei fortgeschrittenen Skoliose auftreten können. Im Anfangsstadium der Erkrankung hingegen haben nur wenige der Betroffenen körperliche Beschwerden, weshalb sie bis häufig bis zur Pubertät unentdeckt bleibt.

Durch eine ärztliche Untersuchung lässt sich die Verkrümmung des Rückens und die Ausprägung der Skoliose feststellen. Die notwendigen Behandlungsschritte gegen die Fehlstellung der Wirbelsäule können dann eingeleitet werden.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten einer Skoliose gibt es?

Für die Therapie einer Skoliose kommen verschiedene konservative und operative Maßnahmen in Frage. Gemeinsames Ziel ist es, das Fortschreiten der Skoliose zu schwereren Formen und den damit erfahrungsgemäß verbundenen Folgeerscheinungen (Lungenbeeinträchtigung, Rückenschmerzen etc.) zu verhindern. Maßgeblich für die Therapie einer Skoliose sind die Ursache, das Alter des Patienten sowie der Grad der Fehlstellung und der wahrscheinliche Verlauf der Erkrankung.

 

Diagnostik, Therapie & Behandlung bei Skoliose am Rücken.

Diagnostik. So wird eine Skoliose untersucht & festgestellt

Kann man eine Skoliose im Anfangsstadium erkennen?

Eine Skoliose ist im Anfangsstadium schwer zu erkennen, zumal sie auch keine Beschwerden verursacht. Die idiopathischen Skoliosen laufen insbesondere in der Zeit des stärksten Größenzugewinnes der Wirbelsäule, also während der Pubertät, Gefahr, ein mehr oder minder starkes Fortschreiten zu entwickeln. Durch die Verformung der Wirbelsäule und entsprechende Asymmetrien des Rumpfes wird eine Skoliose im Verlauf der Erkrankung meist bei der Ansicht von hinten auffä

 

Wie wird eine Skoliose diagnostiziert?

Zunächst steht die genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt im Mittelpunkt. Manchmal lässt sich eine Skoliose schon durch bloße Betrachtung der Wirbelsäule diagnostizieren. Es zeigt sich das Bild einer Drehfehlstellung des Rumpfes, bei der infolge der Seitausbiegung und Asymmetrien die Proportionen des Stammes grundlegend verändert sein können. Der Arzt prüft dabei den Gleichstand der Schultern und des Beckens und ob die Wirbelsäule im Lot steht, also die Halswirbelsäule über der Mitte des Kreuzbeines in der frontalen Ebene im geraden Stand zentriert ist. Zudem wird in der Seitansicht eine evtl. Abweichung vom normalen Profil beurteilt. Ein ausgeprägter Rippenbuckel oder Lendenwulst sind bei ausgeprägten Formen bereits im Stehen oft augenfällig.

 

Der Vorbeugetest bei leichten Skoliosen.

Leichte Skoliosen erkennt man am besten durch den sogennanten Vorbeugetest.

Leichte Skoliosen erkennt man am besten durch den sogennanten Vorbeugetest.

Bei leichteren Formen ist dieser häufig besser durch den sog. Vorbeugetest nach Adams zu entdecken. Dabei beugt sich der stehende Patient mit entblößtem Oberkörper nach vorne. Bei der Ansicht von hinten kann der Arzt so besser feststellen, ob die Rippen sich nach hinten vorwölben (Rippenbuckel). In diesem Fall liegt eine thorakale Skoliose vor. Entsteht ein so genannter Lendenwulst im Lendenwirbelbereich, besteht eine lumbale Skoliose. Zudem ist das Taillendreieck (= Dreieck, das durch Taille und die herabhängenden Arme gebildet wird) ungleichmäßig.

 

Nach der Diagnose: Ursachenforschung.

Hat der Arzt eine Skoliose diagnostiziert, muss nach möglichen Ursachen gesucht und Ausmaß und Form der Skoliose festgestellt werden. Hierzu dienen neben der genauen körperlichen Untersuchung sowohl die Krankengeschichte des Patienten als auch ggf. weitere Untersuchungen.

 

Weitere Untersuchungen bei Skoliose.

  • Röntgenbild: Sofern eine Skoliose diagnostiziert wurde, ist die Anfertigung entsprechender Röntgenbilder obligat. Optimal ist die Anfertigung einer Röntgen- Aufnahme im Stehen der gesamten Wirbelsäule in zwei Ebenen (von hinten=frontal und von der Seite=sagittal). Diese Bilder geben weitere Auskunft über potentielle Ursache, Form und Ausmaß der Skoliose.
  • Bending- Röntgenaufnahmen = Umkrümmungsaufnahmen: Notwendig, sofern eine Korsetttherapie oder OP geplant ist. Hierbei versucht der Patient durch entsprechende Neigung zur Seite die bestehenden Krümmungen aktiv zu korrigieren. So kann das Ausmaß der bestehenden Fixierung (Steifigkeit) einer Krümmung beurteilt und flexible ausgleichende Krümmungen von "echten", also den eigentlichen strukturellen und fixierten Krümmungen unterschieden werden.
  • Rasterstereographie: wird zur Verlaufsbeurteilung von Skoliosen eingesetzt.   Dieses lichtoptische, röntgenstrahlenfreie System vermisst 3-dimensional die Körperoberfläche, hierdurch kann hinreichend exakt auf das Ausmaß der Skoliose rückgeschlosssen werden.
  • Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT): ist insbesondere vor einer evtl. OP bei bestimmten Skoliosen, insbesondere angeborenen Fehlbildungen der Wirbelsäule notwendig. Evtl. müssen auffällige Bereiche, gerade vor einer evtl. geplanten Operation, ergänzt werden durch eine CT.
  • Computertomographie (CT)
  • Lungenfunktionsuntersuchung: Zur Beurteilung der Lungenfunktion, gerade bei schwereren Formen oder vor einer Operation.
 

Wie wird die Stärke einer Skoliose festgestellt?

Anhand des Krümmungswinkels (Cobb-Winkel) wird der Grad der Skoliose bestimmt.

Anhand des Krümmungswinkels (Cobb-Winkel) wird der Grad der Skoliose bestimmt.

Die Stärke der Wirbelsäulenverkrümmung wird nach einer speziellen Winkelmessmethode gemessen (Messmethode nach Cobb). Dabei wird am frontalen Röntgenbild anhand der am meisten verkippten Wirbel einer Krümmung (der sogenannte Endwirbel) der Schweregrad der Krümmung bestimmt - der sogenannte Cobb-Winkel. Hierbei werden auf die Endplatten dieser Wirbel die Lote gefällt, so dass am Schnittpunkt dieser Lotlinien mit einem Winkelmesser der Winkelgrad bestimmt werden kann.

Wegen der Bedeutung dieser Winkelmaße, u.a. für die Wahrscheinlichkeit des Fortschreitens der Skoliose sowie den bestehenden Therapiemöglichkeiten, werden Skoliosen relativ willkürlich oft in verschieden Schweregrade eingeteilt. Demzufolge bedeutet ein Winkel bis zu 30 ° eine leichte Skoliose, mittelschwere Skoliosen liegen im Bereich von 30 - 60°, bei 60 -90° liegt eine schwere Skoliose vor und bei über 90° handelt es sich um eine sehr schwere Skoliose.

 

4D-Wirbelsäulenvermessung

Durch die 4D-Wirbelsäulenvermessung können Fehlstellungen wie eine Skoliose exakt bestimmt werden.

4D-Wirbelsäulenvermessung

 

Konservative Therapie. Behandlung der Skoliose ohne OP

Physiotherapie bei Skoliosen von unter 20°.

In der Physiotherapie können bei einer Skoliose einzelne Muskelgruppen gezielt gestärkt werden.

In der Physiotherapie können bei einer Skoliose einzelne Muskelgruppen gezielt gestärkt werden.

Eine Skoliose im Kindes- oder Jugendalter mit Krümmungswinkel unter 20-25 Grad hat generell eine nur geringe Wahrscheinlichkeit (<=20%), im weiteren Wachstumsverlauf fortzuschreiten und später relevante Beschwerden zu verursachen. Es wird daher lediglich eine krankengymnastische Therapie empfohlen. Durch physiotherapeutische Übungen (z.B. mit der "dreidimensionalen Skoliosetherapie nach Katharina Schroth") ist es möglich, die Rückenmuskulatur insgesamt sowie einzelne Muskelgruppen im Speziellen zu stärken und dadurch einer weiteren Verkrümmung entgegenzuwirken. Überdehnte Muskeln werden gekräftigt, damit sie den verdrehten Wirbeln mehr Zug entgegensetzen können. Mit diesem speziell entwickelten Therapiekonzept wird die verkrümmte Wirbelsäule gestreckt und korrigiert sowie muskulär stabilisiert.

Ein weiterer Bestandteil der Behandlung ist außerdem die Drehwinkelatmung nach Katharina Schroth. Ziel ist, das gestörte Atemmuster zu korrigieren. Es gibt jedoch keine hochrangigen wissenschaftlichen Studien, die einen alleinigen Effekt der Physiotherapie auf den Verlauf der Skoliose dokumentieren.

 

Korsetttherapie bei Kindern

Korsett klingt für viele Kinder unbequem, auffällig und lästig. Trotzdem ist es bei Skoliose die wirkungsvollste Therapieform.

Korsetttherapie bei Kindern

 

Ziel ist, das Fortschreiten der Skoliose zu verhindern.

Letztendliches Ziel eines solchen Korsetts ist es, ein weiteres Fortschreiten der Skoliose im Wachstumsalter und evtl. Folgeschäden oder gar eine Operation zu vermeiden. Bei Kindern muss das Korsett deshalb bis zum Wachstumsabschluss getragen werden. Zudem sind regelmäßige Kontrollen erforderlich, um ein evtl. Fortschreiten der Skoliose trotz Korsetttherapie frühzeitig zu erkennen. Auch bedarf es wegen der sich verändernden Körperproportionen während des Wachstums einer entsprechenden Anpassung bzw. gelegentlichen Neuanfertigung des Korsetts. Wir empfehlen daher mindestens halbjährliche Kontrollen.

 

Bei Erwachsenen ist eine Korsetttherapie nicht mehr möglich.

Bei idiopathischen Skoliosen des Erwachsenen ist eine Korsetttherapie typischerweise nicht mehr angebracht. Während im Kindes- und Jugendalter das Wachstum noch gelenkt werden kann, ist das bei Erwachsenen nicht mehr möglich, da das Wachstum beendet ist. Eine Ausnahme bilden schmerzhafte idiopathische Skoliosen von Patienten, die der operativen Therapie ablehnend gegenüberstehen. Allerdings hat hier das Korsett eine stabilisierende Funktion, um die Schmerzen zu lindern.

 

Operation. Chirurgische Korrektur der Skoliose durch OP

Ab welchen Krümmungsgrad sollten Kinder und Jugendliche operiert werden?

  • Thorakalskoliosen ab 50° (Krümmungen der   Brustwirbelsäule)
  • Doppel-S-Skoliosen ab 40-50°
  • (Thorako-)Lumbalskoliosen ab 35-40° (Krümmungen der Lendenwirbelsäule)
 

Bei Erwachsenen muss erst zwischen einer ideopathischen und de novo Skoliose unterschieden werden.

Bei Erwachsenen muss erst geklärt werden, ob die Skoliose durch einen Bandscheibenverschleiß aufgetreten ist.

Bei Erwachsenen muss erst geklärt werden, ob die Skoliose durch einen Bandscheibenverschleiß aufgetreten ist.

Die oben genannten Indikationen zur operativen Therapie lassen sich nicht ohne weiteres auf eine Skoliose im Erwachsenalter übertragen. Unterschieden werden muss z.B., ob eine idiopathische Skoliose vorliegt, oder aber ob es sich um eine verschleißbedingte, also degenerative, Skoliose handelt, die typischerweise in der Lendenwirbelsäule lokalisiert ist. Da diese Skoliose bei Erwachsenen durch asymmetrischen Bandscheibenverschleiß neu auftritt, wird sie als "de novo Skoliose" bezeichnet und ist von idiopathischen Skoliosen des Erwachsenen abzugrenzen. Definitionsgemäß sind idiopathische Erwachsenenskoliosen solche, die in der Kindheit und Jungend nicht oder nicht ausreichend behandelt wurden und daher in der Folgezeit fortbestehen.

 

Wann sollten Erwachsene bei Skoliose operiert werden?

Hauptgrund der Therapie von Skoliose bei Erwachsenen ist jedoch meist der konservativ nicht ausreichend beherrschbare neu auftretende Schmerz durch vorauseilenden Verschleiß der fehlbelasteten Wirbelsäulenabschnitte. Dieser ist meist verbunden mit einer Zunahme der Skoliose. Wie bereits erwähnt haben Skoliosen von über 35 - 40° im Bereich der Lendenwirbelsäule sowie von mehr als 50° im Bereich der Brustwirbelsäule ein hohes Risiko, im Erwachsenenalter fortzuschreiten. Auch die kosmetische Entstellung des Rumpfes kann einen Grund zur Operation darstellen.

 

Wie wird die Skoliose-OP durchgeführt?

Bei einer Skoliose-OP werden metallische Schrauben-Stabsysteme zur Korrektur eingebracht. Der Zugang zur Wirbelsäule ist dabei unterschiedlich. Er erfolgt entweder von hinten oder von vorne. Nach erfolgter Korrektur muss dann der operativ behandelte Wirbelsäulenabschnitt versteift werden, damit eine langfristige Korrekturstabilität über den Rest des Lebens gewährleistet ist.

 

Skoliose. OP-Verfahren

Bei der Skoliose-OP können verschiedene Verfahren angewendet werden. Informieren Sie sich über die Operations-Methode.

OP-Verfahren bei Skoliose

 

Die Ziele der operativen Therapie bei Skoliose:

  • 3-dimensionale Formkorrektur mit
    • Bestmöglicher Korrektur der Krümmungen, lotgerechter Wirbelsäulenausrichtung mit Schultergeradstand
    • Optimierung des Profils
    • Korrektur der Fehlrotation und damit des Rippenbuckels, bzw. Lendenwulstes
  • Kurze Versteifungsstrecke
    • Operiert werden muss nur eine "echte"- sogenannte strukturelle Krümmung der Wirbelsäule. Dies geschieht typischerweise von den jeweiligen Endwirbeln der zu operierenden Krümmung nach sorgfältiger Analyse der bestehenden Krümmungen.
    • Primärstabilität
      • Dies meint, das das verwendete Implantatsystem so stabil in den Wirbeln verankert ist, das es auch ohne eine zusätzliche Korsettversorgung nach der Operation die notwendige Stabilität bei der Mobilisation ermöglicht. Zudem ermöglicht es auch eine langfristige knöcherne Versteifung ohne Korrekturverlust. Dies ist mit der Verwendung moderner Implantatsysteme heute fast immer möglich.
  • Gutes kosmetisches Ergebnis
  • Größtmögliche Sicherheit
    • Zur Minimierung evtl. Komplikationen kommen z.B. auch die präoperative Eigenblutspende sowie die Wiederaufbereitung des bei der Operation verloren gegangenen Blutes und die intraoperative Messung der Nerven während der OP (sogenanntes Neuromonitoring) zur Anwendung. Alternativ zum Neuromonitoring kann nach erfolgter Korrektur während der OP auch ein Aufwachtest durchgeführt werden. Der Patient wird unter Schmerzmittelgabe während der Operation erweckt und muss auf Ansprache die Beine und Füße bewegen, damit sich der Operateur von der Intaktheit des Rückemarkes und der Nerven überzeugen kann.
 

Mitwachsende Skoliosestäbe

Schonendere Skoliosebehandlung dank dem neuen, mitwachsenden MAGEC-System: Interview mit Chefarzt Prof. Cornelius Wimmer.

Mitwachsende Skoliosetherapie

 

Gibt es Risiken bei einer Skoliose-OP?

Skoliose-Operationen gehören zu den großen Eingriffen an der Wirbelsäule. Je stärker und steifer die Verkrümmung der Wirbelsäule ist, desto schwieriger, aufwendiger und risikoreicher ist die Operation. In seltenen Fällen können Komplikationen auftreten, die eventuell weitere Eingriffe notwendig machen. Ein Beispiel wäre eine Lockerung oder Bruch des Implantates mit einem anschließenden Verlust der erzielten Korrektur. Solche Komplikationen sind mit den heutzutage verwendeten modernen schraubenfixierten Implantaten selten. Auch mögliche neurologische Komplikationen sind in erfahrenen Händen selten, zur Minimierung kommen z.B. auch Testung der Nervenfunktionen während der OP zum Einsatz (z.B. Neuromonitoring).

 

Was passiert nach der OP?

Durch eine OP kann eine Skoliose oftmals gut begradigt werden.

Durch eine OP kann eine Skoliose oftmals gut begradigt werden.

Mit Ausnahme weniger Fälle wird der Patient bereits am Tag nach der Skoliose-Operation mobilisiert. Damit die Patienten direkt nach der Operation möglichst wenig Wundschmerzen verspüren und schnell mobilisierbar sind, wird gegen Ende der Operation ein Schmerzkatheter in den Wirbelkanal eingeführt, der in den ersten Tagen nach der Operation mit Betäubungsmitteln und morphinähnlichen Substanzen kontinuierlich befüllt wird.

Ein Gips oder Korsett ist nur in Ausnahmefällen (z.B. sehr schlechte Knochenqualität) erforderlich. Zunächst wird unter Aufsicht und Anleitung von Physiotherapeuten dann mit Bewegungsübungen und stufenweiser Steigerung der Mobilisation begonnen. Wenn der Patient sicher steh- und gehfähig ist, also ausreichend mobilisiert ist, kann er aus dem Krankenhaus entlassen werden.

 

Nachsorge. Wie es nach der Skoliose-Operation weitergeht

Körperliche Belastung sollte zunächst gemieden werden.

Wundschmerzen bestehen erfahrungsgemäß noch für einige Wochen nach der Skoliose-Operation bei erheblicher individueller Schwankungsbreite. Ambulant wird die Schmerzmittelgabe beschwerdeabhängig stufenweise abgebaut. Dies ist in den meisten Fällen nach 12 - 14 Tagen der Fall. Anschließend sollten prophylaktisch für 3 - 6 Monate schwere körperliche Belastungen unterlassen werden. Sportarten mit Sturzgefahr sollten für ca. 1 Jahr nicht betrieben werden.

 

Empfiehlt sich eine Reha nach einer Skoliose-OP?

Schwimmen ist ein Teil der Belastungstherapie, die nach einer Skoliose-OP beginnt.

Schwimmen ist ein Teil der Belastungstherapie, die nach einer Skoliose-OP beginnt.

Eine sich direkt  an den Krankenhausaufenthalt anschließende stationäre intensive Rehabilitation empfehlen wir nach einer Skoliose-OP nicht, diese ist auch nicht zwingend oder generell notwendig. Nach Abschluss der Wundheilung und in Abhängigkeit des noch bestehenden postoperativen Wundschmerzes kann jedoch zeitnah mit krankengymnastischen Spannungsübungen der Muskulatur begonnen werden. Danach beginnt eine Belastungstherapie, z.B. auch mit Schwimmen zu krankengymnastischen Zwecken.

Welche Einschränkungen zunächst notwendig sind und wann sportliche Betätigungen wieder möglich sind, hängt u.a. von dem versteiften Wirbelsäulenabschnitt ab. Sofern keine Versteifung bis zum Kreuzbein erfolgen musste, was insbesondere bei einer idiopathischen Skoliose nur in Ausnahmefällen nötig ist, bestehen prinzipiell keine Einschränkungen bzgl. des Stehens, Gehens und Sitzens.

 

Wie lange sollte auf Sport verzichtet werden?

Ein Jahr lang sollte man nach einer Skoliose-OP jegliche Sportarten mit Sturzgefahr vermeiden.

Ein Jahr lang sollte man nach einer Skoliose-OP jegliche Sportarten mit Sturzgefahr vermeiden.

Sportarten mit Sturzgefahr einschließlich des Schulsports sollten prophylaktisch für ein Jahr nach der Skoliose-OP gemieden werden. Anschließend bestehen bei unkompliziertem Verlauf bezüglich der Belastung und auch der sportlichen Betätigung der üblichen Breitensportarten keine relevanten Beschränkungen. Einzelheiten sollten aber immer mit dem Operateur besprochen werden.

 

Skoliose

Bei einer Skoliose kommt es zur Veränderung der natürlichen Wirbelsäulenkrümmung und dadurch zur Fehlstellung im Rücken.

Skoliose

Skoliose bei Kindern

Lesen Sie hier ein Interview mit Prof. Wimmer über Skoliose bei Kindern und ihre besorgten Eltern.

Skoliose bei Kindern & Jugendlichen

 

Behandlungserfolg & Qualität

Geht es unseren Patienten nach der Behandlung spürbar und messbar besser? Daran wollen wir uns als Schön Klinik messen lassen.

Behandlungsqualität Skoliose

Ärzte & Therapeuten

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Spezialisierte Kliniken

Diese Kliniken und Krankenhäuser sind auf die Behandlung von Skoliose und Fehlstellungen der Wirbelsäule spezialisiert.

Kliniken für Skoliose

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