Skoliose. Definition
Was versteht man unter einer Skoliose?
Mitte und links sind die Abweichungen der Wirbelsäule von der geraden Mittellinie deutlich zu sehen. Rechts eine normale Wirbelsäule.
Die Skoliose (abgeleitet vom griechischen Wort „skolios = krumm“) ist in den aller meisten Fällen eine Wachstumsdeformität der Wirbelsäule, d.h. während des Wachstums im Kindes- und / oder Jugendalter kommt es zu einer krankhaften, mehrdimensionalen Verkrümmung der Wirbelsäule. Das führende und die im Wesentlichen den Schweregrad einer Skoliose bestimmende Kennzeichen ist die Seitausbiegung eines oder mehrerer Abschnitte der Wirbelsäule in der frontalen Ebene. Die Abweichung von der geraden Mittellinie erkennt man deutlich bei der Betrachtung des Rückens von hinten. Zugleich ist diese Verbiegung aber auch mit einer mehr oder minder ausgeprägten Verdrehung der Wirbel um deren eigene Achse (Fehlrotation) sowie häufig auch einer Abweichung vom normalen Profil der entsprechenden Wirbelsäulenabschnitte verbunden. Dies macht die Skoliose zu einer mindestens zwei-, häufig auch dreidimensionalen Deformität.
Abweichung von der natürlichen Form der Wirbelsäule.
Einzelne oder auch mehrere Wirbelkörper, wie auch die entsprechenden Bandscheiben, Bänder und Gelenke des skoliotischen Wirbelsäulenabschnittes sind dabei nicht nur zueinander verdreht, sondern auch deformiert, weisen also nicht mehr ihre natürliche Form auf. Die Verformung der einzelnen Wirbel wird als Torsion bzw. Torquierung bezeichnet. Durch diese anatomischen Veränderungen entsteht im weiteren Verlauf einer fortschreitenden Verkrümmung eine zunehmende Einsteifung des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes, wobei der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, die Fehlstellung des entsprechenden Wirbelsäulenabschnittes selbständig zu korrigieren. Durch die Verdrehung der Wirbel entsteht im Brustwirbelsäulenbereich infolge der mit den Wirbeln verbundenen Rippen typischerweise auf der konvexen Seite des Skoliosebogens ein Hervortreten der Rippen nach hinten, was als „Rippenbuckel“ bezeichnet wird. Auf der Gegenseite kommt es analog dazu zu einer Abflachung der den Brustkorb bildenden Rippen, dem sogenannten „Rippental“.
Wie häufig tritt eine Skoliose auf?
Die Angaben zur Häufigkeit des Auftretens der Erkrankung unterliegt in der Literatur einer großen Schwankungsbreite zwischen 1 und 15 %. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Kriterien der jeweiligen Untersucher bzgl. des kleinsten als pathologisch anzunehmenden Krümmungswinkels. Heute gelten 10 Grad als Mindestwinkel für die Diagnosestellung einer Skoliose. Übereinstimmenden Angaben großer Schuluntersuchungen zufolge wird die Häufigkeit eines Krümmungswinkels > 10 ° mit ca. 2% angegeben. Generell gilt, das leichte Skoliosen mit kleineren Winkelgraden deutlich häufiger auftreten als höhergradige oder gar operativ behandlungsbedürftige Skoliosen.
Skoliose. Symptome
Körperliche Beschwerden treten meist erst im Erwachsenalter auf, wie z.B. Rückenschmerzen.
Symptome
Skoliose. Therapie
Für die Therapie einer Skoliose kommen verschiedene konservative und operative Maßnahmen in Frage.
Therapie
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Björn Thomsen
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