Ein Traum erfüllt: Mutterglück nach Skoliose-OP.

Julia Müller* im 8. Monat, fast fünf Jahre nach der Skoliose-OP.

Julia Müller* im 8. Monat, fast fünf Jahre nach der Skoliose-OP.

Zwölf Jahre lebte Julia Müller* mit ihrer Skoliose. Aus Angst vor einer Operation entschied sie sich als junge Erwachsene, so gut es geht ihre Skoliose zu ignorieren und nicht mehr zum Arzt zu gehen. Im Mai 2010, nach sechs Jahren ohne ärztliche Betreuung, entschloss sie sich, den Schritt zu wagen und einen Experten aufzusuchen. Was sie zu der Entscheidung bewegte? Ihr Rücken wurde immer krummer und wie stark würde sich ihre Skoliose noch verschlechtern, wenn sie jetzt nicht handelte? Wie sähe ihre Zukunft aus?

 

Auf Expertensuche.

Frau Müller: „Eigentlich unvorstellbar, aber erst mit meiner Entscheidung, mich einer Operation unterziehen zu wollen, fing ich zum ersten Mal an, „Skoliose“ zu googeln. Nach ausgiebiger Recherche im Internet bin ich auf die Skoliose-Spezialisten Prof. Dr. Henry Halm in der Schön Klinik Neustadt sowie Dr. Dieter Hoffmann in Leonberg gestoßen. Da für mich Leonberg deutlich näher ist, entschied ich mich, einen Kombi-Termin mit Prof. Halm und Dr. Hoffmann in der Leonberger Praxis von Dr. Hoffmann zu vereinbaren.“

 

Das OP-Verfahren.

Die Skoliose der Patientin vor der OP und nach der Korrektur.

Die Skoliose der Patientin vor der OP und nach der Korrektur.

Nach eingehender Untersuchung wurde bei Frau Müller eine Skoliose von thorakal 33° und lumbal 54° festgestellt. Der OP-Termin in der Schön Klinik Neustadt wurde für Dezember 2010 festgesetzt. Prof. Dr. Halm: „Frau Müller unterzog sich einer modifizierten ventralen Derotationsspondylodese mit Halm-Zielke Instrumentation vom 11. Brustwirbel bis zum 3. Lendenwirbel. Damit konnte eine exzellente Korrektur mit lebenslanger Stabilität der Wirbelsäule erzielt werden.“

 

„Die OP hat sich gelohnt“.

Frau Müller: „Ich habe mich in der Schön Klinik Neustadt von Anfang an in guten Händen gefühlt und dieser positive Eindruck hat sich durchweg durch alle Funktionsbereiche, wie beispielsweise Ärzte, Pflegepersonal und Physiotherapeuten, bestätigt. Nachdem ich zum ersten Mal meinen schönen geraden Rücken im Spiegel betrachten konnte, wusste ich, die OP hatte sich für mich gelohnt.“ 

 

Komplikationsfreie Schwangerschaft ohne jegliche Schmerzen.

Die OP-Narbe bereitete während der Schwangerschaft keine Beschwerden.

Die OP-Narbe bereitete während der Schwangerschaft keine Beschwerden.

Frau Müller: „Mitte 2014, mit Herannahen meines 30. Geburtstags, beschlossen mein Freund und ich, uns dem Thema Familienplanung zu widmen. Natürlich macht man sich trotzdem Gedanken, ob eine Schwangerschaft bei einer Wirbelsäulenversteifung gut geht, aber Prof. Halm hatte mich bereits vor der OP beruhigt und aufgeklärt. Schnell merkte ich, dass ich wohl eine ganz normale Schwangerschaft habe und mein Körper sie besser zu verkraften scheint, als ich mir das je hätte erträumen lassen. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich trotz oder vielleicht gerade wegen der Versteifung eine komplikationsfreie Schwangerschaft hatte. Auch die Gewissheit, dass im Fall der Fälle sogar eine PDA bei mir möglich wäre, hat mich ungemein beruhigt.“

 

Nach Skoliose-OP: keine Einschränkungen bei Schwangerschaften.

Eine glückliche Mutter. Bereits ein Jahr nach einer Skoliose-OP können Patientinnen schwanger werden.

Eine glückliche Mutter. Bereits ein Jahr nach einer Skoliose-OP können Patientinnen schwanger werden.

Prof. Dr. Halm: „Ein Jahr nach der OP ist die Wirbelsäule absolut stabil ausgeheilt und ich schränke die Patienten danach auch in keiner Weise ein. Alles, was die Patienten machen wollen, dürfen sie auch: Skifahren, Snowboarden, Tennis, Joggen, etc. Auch in Bezug auf Schwangerschaften gibt es keine Einschränkungen. Die Patientinnen müssen sich hier keine Sorgen machen. Die Patientinnen, die von ventral, also von der Bauchseite, operiert wurden, können unter der Geburt sogar eine Spinalanästhesie bekommen. Bei von hinten (dorsal) operierten ist das letztgenannte oft nicht möglich, weil der Wirbelkanal bei hinterer Versteifung bis in die Lendenwirbelsäule für die Spinalanästhesie nicht zugänglich ist.“

 

*Name von der Redaktion geändert