Osteoporotische Wirbelkörperfraktur.

Frakturen der Wirbelsäule sind die häufigsten Brüche im Alter.

Vor allem Frauen über 50 sind von Osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen betroffen.

Vor allem Frauen über 50 sind von Osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen betroffen.

Die Osteoporotische Wirbelkörperfraktur ist eine der am häufigsten vorkommenden Arten von Knochenbrüchen und stellt angesichts des steigenden Altersdurchschnitts der Bevölkerung ein ernstes klinisches Problem dar. Sie wird bei etwa 10% der Frauen über 55 Jahren gefunden, wobei die Häufigkeit auf über 40% um das 80. Lebensjahr ansteigt. Meist sind die mittlere Brustwirbelsäule (BWS) und der Übergang zwischen der Brustwirbelsäule und der Lendenwirbelsäule (LWS) betroffen. Folgen dieser Frakturen sind schwere Schmerzen mit Deformierungen der Wirbelsäule. Nur etwa ein Drittel der Wirbelkörperfrakturen wird klinisch symptomatisch.

Wirbelkörperfrakturen bleiben häufig unentdeckt, können aber auch schwerste Rückenschmerzen bis hin zum Vernichtungsschmerz verursachen.

 

Osteoporotische Wirbelkörperfraktur. Ursachen & Symptome

Information. Was sind osteoporotische Frakturen?

Drei Frakturtypen der Wirbelsäule werden unterschieden:

  • Die bikonkave Wirbelsäulenfraktur mit Sinterung (Zusammensacken) des zentralen Wirbelkörperbereichs, am häufigsten im Lumbalbereich zu finden.
  • Die Keilfraktur mit Kollaps der vorderen (anterioren) Säule und einer weitgehend intakten hinteren (posterioren) Säule. Sie treten vorzugsweise im Bereich der mittleren Brustwirbelsäule und des Brust-Lendenwirbelsäulenübergangs auf.
  • Der komplette Stauchungsbruch mit Kollaps des gesamten Wirbelkörpers. Er tritt ebenfalls vor allem in der mittleren Brustwirbelsäule und im Brust-Lendenwirbelsäulenübergangsbereich auf. Zahlenmäßig ist die Keilfraktur am häufigsten, gefolgt von den bikonkaven und den kompletten Stauchungsbrüchen. Frakturkombinationen sind im fortgeschrittenen Stadium typisch.
 

Häufigkeit von Osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen.

Osteoporotische Brüche der Wirbelsäule müssen nicht zwangsläufig durch einen Sturz verursacht werden, sondern können auch bei Alltagsaktivitäten auftreten.

Osteoporotische Brüche der Wirbelsäule müssen nicht zwangsläufig durch einen Sturz verursacht werden, sondern können auch bei Alltagsaktivitäten auftreten.

Eine Osteoporotische Wirbelkörperfraktur ist oft Folge eines Sturzes, häufiger aber tritt sie spontan als Folge eines minimalen Traumas auf (z.B. beim Husten, Verhebeverletzungen, Rumpfbeugung oder Drehung). Mehr als 50% der Wirbelkörperfrakturen können keinem bestimmten Ereignis zugeordnet werden. Sie treten besonders häufig im Übergangsbereich zwischen Brust-Lendenwirbelsäule (Th10-L2), sowie in der Mitte des thorakalen Bereichs (Th4-10) auf. Dagegen sind Brüche des oberen Anteils der Brustwirbelsäule (Th1-6) häufiger durch einen metastatischen Prozess oder im Rahmen eines sonstigen bösartigen Knochenprozesses (Plasmozytom) zu finden. Die Magnetresonanztomographie erlaubt in der Regel die Unterscheidung zwischen einer gutartigen oder bösartigen Erkrankung, sie kann jedoch nicht zwischen einem traumatischen (gewalteinwirkungsbedingten) und einem Bruch durch Osteoporose unterscheiden.

 

Symptome. Anzeichen bei Osteoporotische Wirbelfraktur

Beschwerden bei Osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen.

Während manche Patienten nach einer osteoporotischen Fraktur nahezu schmerzfrei sind, leiden andere an starken und teilweise ausstrahlenden Schmerzen im Rücken.

Während manche Patienten nach einer osteoporotischen Fraktur nahezu schmerzfrei sind, leiden andere an starken und teilweise ausstrahlenden Schmerzen im Rücken.

Die Symptome einer osteoporotischen Wirbelkörperfraktur sind sehr unterschiedlich. Die meisten Patienten sind nahezu schmerzfrei, während andere über schwerste, gürtelförmig ausstrahlende Schmerzen bis hin zum Vernichtungsschmerz klagen. Die Gründe für die Breite des Schmerzerlebnisses sind unbekannt. Neben wiederholt auftretenden trabekulären Mikrofrakturen, einer kyphotisch (gekrümmt) bedingten chronischen Überlastung der Rückenmuskulatur, einer möglichen sekundären Arthrose der Wirbelgelenke und Nervenreizungen, wird auch eine Dauerreizung der Knochenhaut des Wirbelkörpers als Schmerzursache diskutiert. Obwohl viele Patienten bereits nach wenigen Monaten konservativer Therapie schmerzfrei werden, klagen andere Patienten auch nach Jahren über anhaltende, bei Belastung (z. B Bücken, Aufstehen) auftretende Spannungsschmerzen. Zu einer Verstärkung dieser diffusen Spannungsschmerzen kann es beim Auftreten von erneuten Wirbelkörperfrakturen kommen. Nur selten verursachen Wirbelbrüche neurologische Defizite, ähnlich denen einer Radikulopathie (Schädigung der Nervenwurzel) bei Bandscheibenschädigung.

 

Veränderung der Körperform durch Wirbelkörperfrakturen.

Durch osteoporotische Frakturen kommt es zunehmend zu einer Veränderung der Wirbelsäulenform.

Durch osteoporotische Frakturen kommt es zunehmend zu einer Veränderung der Wirbelsäulenform.

Die Veränderungen der Körperform durch osteoporotische Wirbelkörperfrakturen mit einer Verkürzung der Rumpfhöhe, einer Buckelbildung und Auftreten eines Osteoporosebäuchleins führen neben einer Funktionsbeeinträchtigung von Lunge und Darm zu einem Verlust des Selbstwertgefühls und einer Einbuße der Lebensqualität.

 

Ursachen. Wie entstehen osteoporotische Frakturen?

Osteoporotische Wirbelfrakturen betreffen meist Frauen.

Bei der Osteoporose kommt es zu einer Abnahme der stabilisierenden Knochenstruktur.

Bei der Osteoporose kommt es zu einer Abnahme der stabilisierenden Knochenstruktur.

Eine Osteoporotische Wirbelkörperfraktur tritt bevorzugt bei älteren Frauen auf, da hier vor allem ein Verlust des trabekulären Knochens auftritt. Darunter versteht man das zum größten Teil aus feinen schwammartigen Knochenbälkchen bestehende Knocheninnere (lat. trabecula = Bälkchen). Der Anteil der kortikalen Hülle (äußere Knochenschicht) eines Wirbelkörpers zum Abfangen von Druckkräften beträgt hierbei nur etwa 10%. Eine trabekuläre Radifizierung des Wirbelkörpers führt zusammen mit einer im Alter fortschreitenden Degeneration der Zwischenwirbelsegmente zu einer verstärkten axialen (von oben nach unten) Druckbelastung der Grund- und Deckplatten, welche nach Überschreiten eines kritischen Wertes zur Wirbelkörperfraktur führt. Obwohl Mikrofrakturen mit neu gebildetem Knochengewebe (Kallusbildung) ausheilen können, führt ihre Häufung zu Kompressionsfrakturen mit Abnahme der individuellen Wirbelkörperhöhe. Eine Reduzierung der Wirbelkörperhöhe um 20% bzw. um 4 mm ist beweisend für eine Kompressionsfraktur des Wirbels, die in der seitlichen Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule diagnostiziert werden kann.

 

Osteoporose

Die auch Knochenschwund genannte Krankheit ist ein echtes Volksleiden und gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Alters.

Osteoporose

 

Diagnostik, Therapie & OP

Viele Wirbelkörperfrakturen können erfolgreich konservativ behandelt werden. Bei schweren Fällen ist jedoch eine OP notwendig.

Diagnostik, Therapie & OP

Spezialisierte Kliniken

Diese Kliniken sind auf die Behandlung von osteoporotischen Frakturen und Brüchen an der Wirbelsäule spezialisiert.

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Welche Therapie? Und wo?

Konservative Behandlung oder OP? Suchen Sie eine geeignete Therapie für Ihr individuelles Rückenproblem? Wir beraten Sie gerne.

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Ärzte & Therapeuten

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