Kunst- und Musiktherapie. Inhalte & Methoden
Wenn Worte fehlen... Gefühle werden künstlerisch ausgedrückt.
Patienten drücken in ihren Kunstwerken ihre Gefühle aus. Vergleicht man Bilder, die am Anfang einer Therapie entstanden, mit später gemalten, erkennt man eine viel positivere Gestaltung.
Alles, was uns berührt, begeistert oder belastet, können wir gestalterisch darstellen. Diese Möglichkeit, neben positiven Gefühlen auch Konflikte und Ängste kreativ auszudrücken, nutzen die künstlerischen Therapieformen. Dabei werden keinerlei Vorkenntnisse erwartet. Die Patienten müssen weder ein Instrument beherrschen, noch Erfahrungen als Maler oder Bildhauer mitbringen, denn wichtiger als das Ergebnis der künstlerischen Arbeit ist der gesamte Entstehungsprozess. Indem der Patient aktiv wird und seine Empfindungen sichtbar macht, durchläuft er eine entscheidende Entwicklung. Er lernt, sich selber wahrzunehmen und seine Wünsche und Bedürfnisse gegenüber anderen deutlich zu machen.
Musik wirkt entspannend und beruhigend.
Durch das gemeinsame Musizieren können Gefühle hinausgetragen werden.
Musik berührt und bewegt uns - Töne, Melodien und Rhythmen erreichen die Seele. Eine großartige Wirkung, die Musiktherapeuten in ihrer Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen nutzen. Der Patient improvisiert dabei alleine, gemeinsam mit dem Therapeuten oder in der Gruppe auf verschiedenen Instrumenten. Auch die eigene Stimme wird zum Erzeugen von Tönen eingesetzt. So kann der Patient seine Gefühle und Stimmungen ohne Worte hörbar machen und sich und seine Situation besser verstehen lernen. Intensive aufarbeitende Gespräche vervollständigen eine erfolgreiche musiktherapeutische Behandlung. Neben dem aktiven Spiel gehören aber auch das Anhören von Musik und das Spielen für den Patienten zur musiktherapeutischen Vorgehensweise. Die stimmlichen und klanglichen Angebote beruhigen und entspannen und sie erleichtern die Kontaktaufnahme.
Sich selber kennenlernen.
Das Malen hilft, sich seiner Situation bewusst zu werden und sie zu verarbeiten.
In der Kunsttherapie arbeiten die Patienten mit den Mitteln der bildenden Kunst. Dazu gehört das Malen, Modellieren oder das Bearbeiten von Skulpturen. Thematische Vorgaben wie das Darstellen von Gefühlen oder Portraitieren von sich oder anderen, helfen den Therapeuten, über die künstlerische Arbeit einen Zugang zum Patienten und seiner besonderen Situation zu finden. Eine wichtige therapeutische Rolle spielt auch die Analyse des entstandenen Werkes. Schon während des Entstehungsprozesses bezieht der Patient Position, reflektiert seine Arbeit, verändert Details. In der Gruppe hört er die Assoziationen anderer zu seinem Werk und lernt dadurch auch, sich selber besser zu verstehen. Ein liebevoller, wertschätzender Umgang mit sich und der eigenen Arbeit ist für viele Patienten eine neue, wertvolle Erfahrung.
Anwendungsgebiete
Bei psychosomatischen Störungen können die Betroffenen ihre Gefühle in Bildern und Werken ausdrücken.
Anwendungsgebiete
Zielsetzung
Ziel ist es, Konflikte zu erkennen und zu verarbeiten, die für die persönliche Weiterentwicklung notwendig sind.
Zielsetzung
Fachliche Betreuung
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