Tinnitus. Therapie mit Hörgeräten
Einzelne Nervenfasern übertragen verschiedene Frequenzen.
Sehr oft kommt der Tinnitus zusammen mit dem nachlassenden Gehör. Von Hause aus ist unser Ohr und seine Empfangsorgane so eingestellt, dass sie alle Tonhöhen gleichmäßig empfangen. Die inneren Haarzellen übertragen dabei entsprechend den verschiedenen Frequenzen ihre Signale an die einzelnen Fasern des Hörnervs.
Schwerhörigkeit erhöht die Aufmerksamkeit für Störgeräusche.
Wenn nun etwa die Haarzellen für hohe Töne nicht mehr so empfindlich sind - entweder durch das Alter oder durch Verletzungen - so versucht das Gehirn als Steuerzentrale zunächst einmal, die Empfindlichkeit für die schwächer werdenden Geräusche zu erhöhen. Wenn aber auch das nicht mehr ausreicht, müssen Filter abgeschaltet werden. Das bedeutet, dass es Störgeräusche nicht mehr unterdrückt. Diese Signale, die aus den defekten Haarzellen und nicht von außen kommen - nehmen wir dann auf einmal bewusst wahr - als Pfeifen, Rauschen oder Sausen. Gerade diese ungewohnten Laute erzeugen aber nun erst Recht unsere Aufmerksamkeit - wir konzentrieren uns mehr auf das Störgeräusch als auf die übrigen Höreindrücke.
Wenn nun zur Aufmerksamkeit auch noch Ärger oder Angst dazukommen, bewirkt das im Hörzentrum des Gehirns noch einmal eine zusätzliche Verstärkung anstatt dem gewünschten Gegenteil.
Das Hörgerät ersetzt den Verstärker im Gehirn.
Dieser Kreislauf schaukelt sich manchmal immer mehr auf, wenn er nicht rechtzeitig gestoppt wird. Ein Hörgerät setzt nun schon gleich bei den ersten Steuersignalen des Gehirns an. Wenn das Gerät anstatt des Gehirns die Verstärkung der schwächer werdenden Umgebungsgeräusche übernimmt, kann das zentrale Nervensystem auch wieder Störgeräusche aktiv herausfiltern. Das geht aber nur dann, wenn der Patient aktiv mitmacht. Er muss davon überzeugt sein, dass das Rauschen durch Störsignale im Vergleich zu den wieder deutlich zu hörenden Geräuschen seiner Umwelt keine Bedeutung hat.
Rauschgeräte unterdrücken die Aufmerksamkeit für den Tinnitus.
Neben dem Hörgerät bei zunehmender Schwerhörigkeit können so genannte "Rauschgeräte" die Fehlsteuerung im Gehirn wieder einregulieren. Etwas leiser als das Tinnitus-Rauschen geben sie ein weiteres "Störgeräusch" ab. Entscheidend ist auch hier, wie der Patient die zusätzlichen Signale einordnet. Wenn er weiß, dass sie sie im Vergleich zu Stimmen seiner Umgebung oder auch Musik keine Bedeutung haben, kann er sie genau wie den Tinnitus aktiv herausfiltern.
Tinnitus. Diagnostik
Hörtests und Untersuchungen des Ohres und des Rachens gehören zum Standard.
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Zwei unserer Kliniken sind auf die Behandlung von Tinnitus spezialisiert.
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. Olaf Hoffmann
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