Morbus Menière (Schwindel). Ursachen

Die Ursache eines Morbus Menière ist häufig ein Virus, auf den das Innenohr mit einer Entzündung reagiert. Die Entzündung wirkt sich auf das Gleichgewichtsorgan aus. Schwindelanfälle entstehen.

Die Ursache eines Morbus Menière ist häufig ein Virus, auf den das Innenohr mit einer Entzündung reagiert. Die Entzündung wirkt sich auf das Gleichgewichtsorgan aus. Schwindelanfälle entstehen.

Als Ausgangspunkt der Erkrankung wird die Aufnahme eines von Außen (exogen) in den Organismus eindringender Antiköper (Antigen) angesehen. Vermutlich handelt es sich dabei um ein Virus. Das periphere Gleichgewichtsorgan (Vestibularis) ist im Felsenbein des Schädels in unmittelbarer Nähe des Innenohrs eingebettet und steht über ein „kommunizierendes Röhrensystem“ mit ihm in direkter Verbindung. Es dient der Erfassung von angulären (z. B. Nicken) und linearen Kopfbewegungen (z. B. Kopfwendung) sowie der Kopfposition im Raum. Damit ist es entscheidend an der Aufrechterhaltung einer sicheren Orientierung in der Welt beteiligt.

Der Krankheitsverlauf

Die das Innenohr befallende entzündliche Reaktion führt zu einer bindegewebigen Veränderung (Fibrosierung). Diese Rückresoptionsstörung der Endolymphe ruft letztlich den seit 1938 als pathophysiologisches Korrelat der Menièr’schen-Erkrankung anerkannten endolymphatischen Hydrops (Überdruck des inneren, mit Endolymphe gefüllten Gleichgewichtsgang-Schlauch) hervor. Der Krankheitsverlauf ist typischerweise gekennzeichnet durch die anfallsweise Durchmischung dieser Endolymphe mit der Flüssigkeit des äußeren, mit Perilymphe gefüllten Gleichgewichtsgang-Schlauch. Diese Durchmischung erfolgt durch die Überdrucksituation, die eine zarte Trennwand (Reissnersche Membran) zwischen Endolympe und Perilymphe zerreist, was klinisch mit dem Anfallereignis korreliert. Dadurch werden die Haarzellen, die als Hörsinneszellen fungieren, vor allem im Tieftonbereich durch Druck geschädigt, weswegen der „Tieftonhörsturz“, begleitet durch einen eher tiefffrequenten Tinnitus als Leitsymptom des Endolymphydrops gilt.

Bei Nicht-Behandlung treten bleibende Funktionsdefizite auf

Kommt es anfangs noch zu einer Verklebung im Bereich der Membran und zu einer Wiederherstellung des für die Innenohr- (chochleären) und Gleichgewichts-(vestibulären) Funktionen notwendigen Elektrolyt-Ungleichgewichts, so findet dieser Heilvorgang im weiteren Verlauf der Krankheit nicht mehr statt, so dass bleibende Funktionsdefizite entstehen.

Morbus Menière. Symptome

Die minutenlangen Drehschwindelanfälle werden oft von Erbrechen und Tinnitus begleitet.

Morbus Menière. Therapien

In erster Linie wird ein Morbus Menière medikamentös behandelt.

Fachliche Betreuung

Goebel

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Gerhard Goebel


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