Morbus Menière (Schwindel). Diagnostik
Wie wird ein Morbus Menière festgestellt?
Beim Morbus Menière führen die Häufigkeit, die Art und die Dauer der Schwindelanfälle sowie die Begleiterscheinungen wie Nystagmus (heftiges unwillkürliches Rucken der Augäpfel), Tinnitus und Hörverlust zur Diagnose. Ein sicherer Nachweis gelingt meist beim Anfall selbst: Fixieren eines festen Gegenstandes ist nicht möglich, Heftiges Auftreten oder Bewegung sind nur schwer möglich, führen zu Verschlimmerung des Schwindels. Im Gegensatz zu einem „Angstschwindel“ hat die Anwesenheit eines vertrauten Menschen keinen direkten Einfluss auf den Schwindel.
Chrarkteristisch ist das Augenzittern.
Schwindelanfälle werden von einem typischen Augenzittern begleitet, das mithilfe der Frenzelbrille erkannt werden kann.
Bei der Fachuntersuchung erkennt der Arzt im Anfall bei der Untersuchung mittels der „Frenzelbrille“ das charakteristische „Augenzittern" (Nystagmus), wie es z. B. auch nach längerem Drehen um die eigene Körperachse auslösbar ist. Das Problem ist, dass die Betroffenen beim Anfall selbst wegen der Übelkeit es kaum schaffen, in eine HNO-Praxis zu kommen, so dass längere Zeit eine große Verunsichertheit herrscht.
Neurotologische Basisuntersuchungen.
Beim Gleichgewichtstest kann die Diagnose auf eine Schwindelerkrankung gesichert werden
Neurootologische Basisuntersuchungen helfen, über den typischerweise Tieftonverlust im Hörtest (Audiogramm) und eine - allerdings nicht immer nachzuweisende - Unterregbarkeit in der Gleichgewichtsprüfung die Diagnose zu sichern. Der Hydrops lässt sich z. B. durch die Gabe eines wasserentziehenden Mittels wie dem Furosemid (Lasix; Futaki-Test) beweisen, wenn anschließend der Tieftonverlust deutlich (mindestens 5 dB in drei benachbarten Frequenzen) zurückgeht.
Differentialdiagnostik.
Bei nicht sicherer Diagnose kann zumindest ein Hörsturz mit oder ohne Tinnitus nicht ausgeschlossen werden. Ein isolierter Drehschwindelanfall kann auch durch einen idiopathischen Labyrinthausfall verursacht sein. Psychisch bedingt- und damit oft auch verwirrend-, ist wahrscheinlich jeder über den organisch nachvollziehbaren Befund hinaus empfundene Dauerschwindel, wenn keine Gangstörung oder eine Hirnnerven-Beeinträchtigung vorliegt. Auch der beim Morbus Menière zunehmende Gleichgewichtsausfall wird meist nach wenigen Wochen vom Gehirn kompensiert. Als Anhaltspunkt gilt, dass, je vielfältiger die Beschwerden erlebt und geschildert werden, desto eher ein psychogener Schwindel vorliegt, selbst wenn ein Drehschwindel empfunden wird. Voraussetzung ist aber, dass es auch im Anfall mit Frenzelbrille nicht gelingt, einen Nystagmus festzustellen.
Morbus Menière. Therapien
In erster Linie wird ein Morbus Menière medikamentös behandelt.
Therapien
Spezialisierte Kliniken
Zwei unserer Kliniken sind auf die Behandlung von Morbus Menière spezialisiert.
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Gerhard Goebel
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Das Schwindel-Forum
Das Forum ist offen für Betroffene, Patienten & Angehörige und wird von einem HNO-Arzt moderiert.