Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit). Ursachen

Hyperakusis. Organische und/ oder psychische Ursachen.

Eine Depression kann die Ursache für eine Hyperakusis sein.

Eine Depression kann die Ursache für eine Hyperakusis sein.

Die Hyperakusis hat ähnlich wie der Tinnitus viele Ursachen. Als organische Ursachen kommen zunehmende Hörschäden, eine Schädigung oder Verletzung des großen Gesichtsnerven (Nervus facialis), Vorzeichen einer Migräne, bestimmte Epilepsieformen oder Medikamentennebenwirkungen in Betracht. Darüber hinaus können psychische Erkrankungen wie Angst und Panikstörungen, Depressionen sowie psychotische Erkrankungen eine Geräuschüberempfindlichkeit verursachen.

Gestörte Hörverarbeitung

Eine wesentliche Funktion der Hörverarbeitung ist die Trennung von Stör- und Nutzschall. Hier sind funktionsfähige Filtermechanismen sowie eine funktionierende efferente (Informationen weiterleitende) Hemmung notwendig. Indem die Aufmerksamkeit auf bestimmte Geräusche gerichtet wird, können auch leise Geräusche akzentuiert werden. Darüber hinaus werden Geräusche, die besonders emotional besetzt sind, als unangenehm empfunden, auch wenn die Lautstärke nicht sehr hoch ist (z.B. quietschende Tür). Weiterhin können Stress und psychische Belastungen zu verstärkter Lautheitsempfindung führen. Bei der Hyperakusis wird ein Kreislauf aus Angst vor Geräuschen und negativer Verstärkung in Gang gesetzt. Die Betroffenen erleben sich den akustischen Informationen willenlos ausgeliefert.

Der Teufelskreis der Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit)

Dies führt häufig mehr und mehr zum Rückzug aus normalen Aktivitäten und sozialen Kontakten, da auch „normale“ d.h. für das Gehör eigentlich nicht schädliche Lautstärken, als zunehmend unerträglich empfunden werden. Die zunehmende Vermeidung von eigentlich alltäglichen, „lauteren“ Geräuschen führt aber zu einer Verstärkung der Geräuschempfindlichkeit. Damit verstärken sich auch die häufig auftretenden vegetativen Reaktionen, was wiederum zu einer anhaltenden „Überreizung“ und Stressbelastung führt mit der Folge einer weiter gesteigerten Wahrnehmung störender Geräusche. Dieser Prozess verstärkt sich weiter, wenn das Erregungsniveau des limbischen Systems durch Dauerbelastung ansteigt. Die Betroffenen geraten in einen Teufelskreis aus Aufmerksamkeitsfokussierung, unangenehmer Empfindung sowie den damit verbundenen biologischen Reaktionen, der negativen Bewertung und somit einer verstärkten Geräuschwahrnehmung, der häufig nicht mehr aus eigener Kraft durchbrochen werden kann.

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Hyperakusis. Symptome

Überempfindlichkeit, Angst vor Geräuschen, Schlafprobleme... Eine Hyperakusis hat psychische Folgen.

Hyperakusis. Therapie

In speziellen Hörtherapien werden Betroffene schrittweise an lautere Geräusche gewöhnt.

Fachliche Betreuung

Berthold

Der Beitrag wird betreut durch

Anke Berthold


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