Hörsturz.

Ein Hörsturz tritt plötzlich auf.

Der Infarkt im Ohr kommt meist wie aus heiterem Himmel. Plötzlich hören die Betroffenen auf einem Ohr schlecht oder im schlimmsten Fall gar nichts mehr. Viele klagen über lästige Ohrgeräusche, haben ein pelziges Gefühl um die Ohrmuschel oder bemerken ein Druckgefühl im Ohr. Zwar ist ein Hörsturz nicht lebensgefährlich, allerdings bedeutet er eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Denn die Hörminderung wirkt sich einschneidend auf das berufliche und private Leben aus.

 

Hörsturz (Ohrinfarkt). Informationen von A-Z

Information. Was ist ein Hörsturz?

Bei einem Hörsturz ist das Innenohr betroffen.

Im Innenohr kann ein Hörsturz schwerwiegende Folgen haben. Neben Schwerhörigkeit kann es bis zur Taubheit führen.

Im Innenohr kann ein Hörsturz schwerwiegende Folgen haben. Neben Schwerhörigkeit kann es bis zur Taubheit führen.

Laut den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO) ist der Hörsturz definiert als "plötzlich auftretende, in der Regel einseitige Schallempfindungs-schwerhörigkeit" mit Ursprung im Innenohr (cochleäre Genese). Die Schwere der Ohrstörung ist unterschiedlich und kann bis hin zur Ertaubung, Schwindel und/oder Ohrgeräuschen reichen.

 

Ein Hörsturz tritt häufig bei 40 - 50jährigen auf.

Schätzungen zufolge erleiden jährlich in Deutschland rund 15.000 Menschen einen Hörsturz. Neuere Daten gehen inzwischen sogar von einer größeren Verbreitung der Ohrenerkrankung aus. Im Stadtgebiet Dresden wurden zum Beispiel im Jahr 2004 bei einer Analyse von Behandlungsunterlagen 160 Fälle pro 100.000 Einwohner ermittelt. Die Rückfallquote liegt nach Angaben der DGHNO bei ungefähr 30 Prozent. Der Hörsturz tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen und häufig zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Kinder sind dagegen äußerst selten betroffen.

 

Symptome. Häufige Anzeichen von Hörsturz

Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche.

Bei einem Hörsturz verschlechtert sich innerhalb eines kurzen Zeitraumes meist auf einer Seite das Gehör. Es kann zu Schwerhörigkeit oder Taubheit kommen. Betroffene beschreiben den Zustand so, als ob Watte das Ohr verstopft. Darüber hinaus treten Ohrgeräusche auf, was die Erkrankten als ständiges Pfeifen, Klingeln oder Rauschen im Ohr wahrnehmen. Einige Patienten berichten auch von Schwindelgefühlen. Ohrenschmerzen treten beim Hörsturz hingegen nicht auf.

 

Ursachen. Wie entsteht ein Hörsturz?

Stress & Lärm als mögliche Ursache für einen Hörsturz.

Lärm gehört zu einer der Ursachen eines Hörsturzes.

Lärm gehört zu einer der Ursachen eines Hörsturzes.

Die Ursachen des Hörsturzes sind noch nicht eindeutig geklärt. Experten sind sich jedoch darüber einig, dass der Körper so auf eine Dauerbelastung mit Stress und Lärm reagiert. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Durchblutung im Innenohr gestört wird. Möglicherweise spielen dabei erhöhte Cholesterin- und Triglyceridspiegel eine Rolle. Zu einer verminderten Durchblutung des Innenohrs kommt es auch bei vermehrtem Ausstoß der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Die Durchblutungsstörung kann ebenso Folge von Virus-Infektionen und dadurch ausgelöster Entzündungen sein. Wie Studien belegen, können diese Entzündungen etwa an den Blutgefäßen des Innenohres auftreten oder an Fasern von Trigeminus-Nerven die helfen, die Innenohr-Durchblutung zu regeln. Nur in seltenen Fällen entdecken Hals-Nasen-Ohrenärzte eine eindeutige Ursache für den Hörsturz, wie einen Tumor am Hörnerv, Blutverdickung oder Multiple Sklerose.

 

Risikofaktoren Übergewicht, Bluthochdruck, Überlastung.

Die Risikofaktoren für einen Hörsturz ähneln denen, die auch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen können. Dazu gehören Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen. Besonders gefährdet sind auch Menschen, die ständig unter körperlicher und geistiger Hochspannung stehen und mit dieser Belastung nicht richtig umgehen können. Betroffen sind häufig diejenigen, die ihre Aufgaben stets mehr als hundertprozentig erfüllen wollen, immer für andere da sind und dabei selten an sich selbst denken.

 

Hörsturz. Therapie

Je früher der Hörsturz therapiert wird, desto besser sind die Chancen auf Wiederherstellung der Hörfähigkeit.

Therapie

Spezialisierte Kliniken

Zwei Kliniken sind auf die Behandlung eines Hörsturzes spezialisiert.

Spezialisierte Kliniken

 

Alltag, Ratgeber & Tipps

Tinnitus durch Alltagslärm? Tinntus nach einem lauten Konzert? Hier finden Sie Ratgeber und Tipps im Alltag.

Rat & Tat im Alltag