ADHS. Ursachen & Symptome
Kernsymptome bei ADHS.
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist gekennzeichnet durch drei sogenannte Kernsymptome:
-
verminderte Aufmerksamkeit
-
Hyperaktivtät
-
Impulsivität.
Diese Grundstörung der ADHS entspricht einer organischen Erkrankung. Da diese aber schon im Kindesalter deutliche Auffälligkeiten zeigt, entwickeln sich in der Regel zusätzliche Schwierigkeiten und Symptome in den Bereichen Selbstregulation und Interaktion (aufeinanderbezogenes Handeln zweier oder mehrerer Personen).
Hierbei kann es v.a. zu Organisationsproblemen im Alltag kommen, zu Stimmungs-schwankungen, verminderter Stress- und Frustrationstoleranz und zu einer Vielzahl von zwischenmenschlichen Schwierigkeiten und Belastungen. Betroffene besitzen z.B. die Neigung, Termine und Vereinbarungen zu vergessen, sich bei Tätigkeiten zu verzetteln oder planvolles Vorgehen und Überblick vermissen zu lassen.
Die ADHS ist im Kinder- und Jugendalter mit 3-6 % recht häufig, bei ca. 60 % besteht die Erkrankung im Erwachsenenalter weiter, wenn auch nicht immer behandlungsbedürftig.
Ursachen bei ADHS sind genetische und umweltbedingte Faktoren
Bei der ADHS handelt es sich primär um eine neurobiologische Funktionsstörung, die durch genetische und umweltbedingte Faktoren verursacht wird. Im wesentlichen besteht die Verursachung durch eine Beeinflussung neuronaler Systeme, vor allem der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin. Deren Balance und Funktion ist, zum Teil auch im Zusammenhang mit anderen Neurotransmittersystemen, gestört.
Genetische Faktoren sind bei ADHS stark ausgeprägt.
Genetische Defekte sind die Ursache von ADHS.
Im Gegensatz zu anderen psychischen Erkrankungen ist der genetische Anteil an der Verursachung besonders stark ausgeprägt. Auffälligkeiten wurden beim Dopamintransporter-Gen sowie bei den D2- und D4-Dopaminrezeptor-Genen gefunden. Dopamin spielt eine große Rolle in der kontrollierten Hemmung von Handlungsimpulsen. Außerdem kommt es gehäuft in mesostriatalen Gehirnstrukturen vor, die als wesentlich für die Zuwendung und Aufrecherhaltung der Aufmerksamkeit gesehen werden. Auch der Neurotransmitter Noradenalin, für Aufmerksamkeitsleistungen ebenfalls unabdingbar, ist funktionell beeinträchtigt.
Größere Anzahl an Genen sind bei ADHS beteiligt
Die ADHS tritt meist bei mehreren Familienangehörigen über mehrere Generationen auf. Das Erkrankungsrisiko bei Verwandten I. Grades ist um das 3-5fache erhöht. Die sicher gegebene genetische Ursache ist aber nicht auf einzelne Gene beschränkt, sondern es dürfte eine größere Zahl von Genen daran beteiligt sein. Zuordnungen dieser Gene zu Unterformen der ADHS - z. B. ADHS in Kombination mit Störungen des Sozialverhaltens – werden noch diskutiert.
Umwelteinflüsse birgen ebenfalls ein Risiko für ADHS
Gewisse Umwelteinflüsse führen ebenfalls dazu, dass Kinder eine ADHS entwickeln. Ein erhöhtes Risiko liegt bei Frühgeburten und Geburtskomplikationen sowie bei der Einnahme von Drogen oder Nikotinkonsum während der Schwangerschaft vor.
Neben ADHS entwickeln sich andere Verhaltensprobleme
Zusätzlich zur psychosomatischen Grundstörung entwickeln sich im Verlauf der Erkrankung sekundäre Verhaltensprobleme, die im Spannungsfeld der ADHS-Kernsymptomatik und den beträchtlichen psychosozialen Entwicklungsaufgaben entstehen. Diese werden dann oft nur eingeschränkt bewältigt und führen zu Störungen in interaktionellen Feldern, v.a. mit den Eltern oder in der Schule, aber auch im Bereich der Selbstwertregulation.
ADHS. Therapie
Welche Therapie hilft bei ADHS? Tabletten, Psychotherapie...
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Zwei unserer Kliniken sind auf die Behandlung von ADHS bei Erwachsenen spezialisiert.
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