Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Ursachen

Ursachen bei ADHS sind genetische und umweltbedingte Faktoren

Bei der ADHS handelt es sich primär um eine neurobiologische Funktionsstörung, die durch genetische und umweltbedingte Faktoren verursacht wird. Im wesentlichen besteht die Verursachung durch eine Beeinflussung neuronaler Systeme, vor allem der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin. Deren Balance und Funktion ist, zum Teil auch im Zusammenhang mit anderen Neurotransmittersystemen, gestört.

 

Genetische Risikofaktoren sind bei ADHS stark ausgeprägt.

Genetische Defekte sind die Ursache von ADHS.

Genetische Defekte sind die Ursache von ADHS.

Die Ursachen und Entstehungsbedingungen der ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Es gilt aber als erwiesen, dass das Störungsbild auf mehrere genetische und äußere Faktoren zurückzuführen ist. Die ADHS gehört zu den psychischen Erkrankungsbildern, die nach heutigem Kenntnisstand mit am stärksten genetisch bedingt ist, d. h. es ist eine ausgeprägte familiäre Häufung zu beobachten. Dies wurde vor allem durch Familien-, Adoptions- und Zwillingsstudien nachgewiesen. Hat ein Mitglied der Kernfamilie eine ADHS, so ist das Risiko für die anderen Mitglieder immerhin 3,5 bis 5-fach erhöht. Viele Eltern kommen der Erklärung für ihre eigenen Probleme erst auf die Spur, wenn ihr eigenes Kind mit einer ADHS-assoziierten Problematik in der Schule auffällt.

Bei der ADHS handelt es sich primär um eine neurobiologische Funktionsstörung, die durch genetische und umweltbedingte Faktoren verursacht wird. Im wesentlichen besteht die Verursachung durch eine Beeinflussung neuronaler Systeme, vor allem der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin. Deren Balance und Funktion ist, zum Teil auch im Zusammenhang mit anderen Neurotransmittersystemen, gestört. Somit ist die sensorische Verarbeitung bereits auf einer grundlegenden Stufe negativ beeinflusst. Woraus eine mangelnde Handlungskontrolle resultiert.Zudem sind einige Bereiche im Gehirn im Volumen gemindert, z. B. im sogenannten präfrontalen Kortex, im anterioren Gyrus cinguli sowie in den Basalganglien. Diese müssen als bereits frühkindliche ‚Abweichungen der Hirnentwicklung verstanden werden. 

 

Umwelteinflüsse birgen ebenfalls ein Risiko für ADHS (Exogene Risikofaktoren)

Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, ein erniedrigtes Geburtsgewicht, Infektionen und Toxine (z. B. pränataler Alkohol-, Benzodiazepin- oder Nikotinmissbrauch), Erkrankungen des zentralen Nervessystems sowie ungünstige psychosoziale Bedingungen gelten als exogene Risikofaktoren. Schwere Vernachlässigung in der frühen Kindheit sind bedeutsam, tragen aber vor allem zu Schweregrad und Stabilität der Symptomatik sowie zum Auftreten assoziierter Beeinträchtigungen bei, insbesondere zu aggressiven und dissozialen Verhaltensauffälligkeiten


 

ADHS. Therapie

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