ADHS. Häufige Fragen (FAQ)
Kann die ADHS auch erst im Erwachsenenalter entstehen?
Nein, Voraussetzung für diese Diagnose ist ein klarer Beginn im Kindesalter. Falls dies nicht zutrifft, müssen die Symptome durch eine andere diagnostische Zuordnung erklärt werden.
Kann die Diagnose durch einen psychologischen Test bewiesen werden?
Auch wenn spezifische Tests wie z.B. die Wender Utah Rating Scale (WURS) die Diagnostik durch retrospektive Validierung unterstützen, gibt es keinen Test, der die Diagnose beweist. Diese muss klinisch entschieden werden.
Kann die ADHS geheilt werden?
Als stark genetisch bedingte organische Grundstörung ist eine vollständige Heilung nicht möglich. Insbesondere durch die bewältigungsorientierte Psychotherapie in Kombination mit symptomverbessernder Medikation ist eine deutliche Besserung bis hin zur relativen Symptomfreiheit möglich.
Muss die ADHS medikamentös behandelt werden?
Medikamente haben angesichts der organischen Grundstörung einen beträchtlichen positiven Effekt, stellen aber kein Muss dar. Viele Betroffene entscheiden sich ganz bewusst gegen eine medikamentöse Einstellung, da sie sich zwar symptomfreier, aber unter Medikation durchaus auch in ihrer Persönlichkeit verändert fühlen. Die Frage sollte im Einzelfall sehr gründlich von allen Seiten beleuchtet, abgewogen und dann entschieden werden.
Muss die ADHS stationär behandelt werden?
Grundsätzlich ist die Störung ambulant behandlungsfähig. Ein spezifisches psychosomatisches Behandlungswissen für diese Störung ist bei ambulanten Behandlern aber eher gering. Insgesamt muss deshalb die ambulante Behandlungssituation als noch unbefriedigend eingeschätzt werden und die sich oft ergebenden Verschlechterungen oder eine Eskalation der z.B. familiären Situation erzwingen stationäre Behandlungen. Insbesondere in den ersten Phasen der Behandlung ist v.a. aufgrund der Komplexität der Problemstellungen der stationäre Rahmen mit multimodalen Behandlungskonzepten, hochspezialisierten Behandlungsteams und Kriseninterventionsmöglichkeiten nötig. Zudem ist sie bezüglich der auch relativ zur Zeit gesehenen Effektivtät der Behandlung sehr sinnvoll.
ADHS. Alltag
Die ADHS hat Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen, auf Beruf und Partnerschaft.
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ADHS. Therapie
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Michael Armbrust
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