Fibromyalgie. Therapie

Neben einigen Medikamenten haben sich physikalische Maßnahmen bewährt.

Die Bewegungstherapie hat das Ziel, das Vermeidungsverhalten abzubauen.

Die Bewegungstherapie hat das Ziel, das Vermeidungsverhalten abzubauen.

Durch eine frühzeitige und geeignete Schmerztherapie kann dem Chronifizierungsprozess entgegen gewirkt werden. Es stehen kaum Medikamente zur Verfügung, die eine Wirksamkeit nachweisen konnten. Bewährt hat sich Amitriptylin aufgrund seiner schlafmodulierenden, antidepressiven und coanalgetischen (Heraufsetzen der Schmerzschwelle) Wirkung. Auch Duloxetin und Pregabalin haben eine Wirksamkeit nachweisen können. Als physikalische Maßnahmen haben sich muskelentspannende Maßnahmen sowie Trainingsprogramme zur Steigerung der Fitness bewährt. Passive Maßnahmen in Form von z.B. Massagen, Wärme- oder Stromanwendungen habe keinen eindeutigen Nutzen ergeben. Vielmehr stehen aktivierende Maßnahmen in Form von Bewegungstherapie, Korrektur von Fehlhaltungen, Dehnung und Kräftigung der Muskulatur im Zentrum der Behandlung. Bei ggf. zunächst zunehmenden Schmerzen besteht das Ziel im Abbau des Schon- und Vermeidungsverhaltens. Eine wichtige Selbsthilfemaßnahme ist regelmäßiger Ausdauersport.

 

Fibromyalgie. Diagnostik & Therapie

Diagnostik. Wie wird Fibromyalgie festgestellt?

Eine umfassende Diagnostik ist bei Fibromyalgie notwendig.

Es ist eine umfassende diagnostische Abklärung durch verschiedene Fachgebiete (u.a. Psychosomatiker, Neurologe, Internist, Orthopäde) im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit notwendig, um dem Beschwerdebild gerecht werden zu können.

 

Medizinische Untersuchungen bei Fibromyalgie.

Neben einer eingehenden klinischen Untersuchung muss eine umfangreiche Anamneseerhebung zur Klärung von Dauer und Schwere der Erkrankung erfolgen. Darüber hinaus gilt es, die Allgemeinsymptome (wie Müdigkeit, Schwäche, Antriebs- und Schlafstörungen usw.) zu klären. Diese können zwar auch Im Zusammenhang mit einer Fibromyalgie auftreten, da es sich hierbei aber um unspezifische Symptome handelt, können diese auch Hinweis auf eine andere Erkrankung sein. Auch die Beeinträchtigung in den Alltagsfunktionen, subjektive Ursachenüberzeugungen oder Krankheitsängste sowie psychosoziale Stressoren sind zu erheben. Die Labordiagnostik umfasst u.a. Rheumafaktoren, Serotoninstatus im Urin, Entzündungsparameter wie Blutbild oder CRP (ein Eiweiß, dass bei Entzündungen gebildet wird) . Bei Bedarf ist eine Vorstellung bei einem Internisten oder Neurologen indiziert.

 

Fachpsychotherapeutische Untersuchungen bei Fibromyalgie.

Fachpsychotherapeutische Untersuchungen sollten bei Fibromyalgie in Erwähnung gezogen werden

Fachpsychotherapeutische Untersuchungen sollten bei Fibromyalgie in Erwähnung gezogen werden

Diese sollte immer in Erwägung gezogen werden, wenn in der Anamnese schwerwiegende psychosoziale Stressoren oder psychiatrische Vorerkrankungen erhoben wurden. Auch wenn ungünstige Krankheitsverarbeitungsaspekte (z.B. Schonverhalten, Katastrophisieren) oder eine subjektive psychische Ursachenüberzeugung vorliegen, ist eine entsprechende weiterführende Diagnostik indiziert. Darüber hinaus ist das Erheben einer Verhaltensanalyse zur Erfassung aufrechterhaltender und verstärkender Bedingungen sowie individueller Stressoren sehr hilfreich. Testpsychologische Untersuchungen in Form von Fragebögen insbesondere zum Umgang mit Schmerz, aber auch spezifische Verfahren z.B. zum Erfassen der Ausprägung etwaiger depressiver Symptome, runden die Diagnostik ab. So dient z. B. der Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung (FESV) der Erhebung von Daten zur Schmerzbewältigung sowie schmerzbedingter psychischer Beeinträchtigungen.

 

Therapie. Wie wird Fibromyalgie behandelt?

Psychotherapeutische Behandlung bei Fibromyalgie.

Weiterhin ist eine psychotherapeutische Behandlung zur Schmerzbewältigung notwendig. Psychische Störungen im Rahmen einer Fibromyalgie bedürfen ebenfalls einer entsprechenden psychotherapeutischen Behandlung. Darüber hinaus sind Entspannungstechniken sehr hilfreich.

 

Multimodaler Behandlungsansatz bei Fibromyalgie.

Insgesamt handelt es sich bei der Fibromyalgie um keine lebensbedrohliche Erkrankung. Es kommt zu keiner Zerstörung oder Versteifung der Gelenke, wie dies für rheumatische Erkrankungen typisch ist. Die Krankheit verläuft häufig wellenförmig. Nässe und Kälte werden von den Betroffenen weniger gut vertragen. Als besonders wirksam in der Therapie hat sich ein multimodaler Behandlungsansatz erwiesen. Die Kombination aus aeroben Ausdauertraining, ggf. medikamentöser Therapie (z.B. Amitriptylin), kognitiver Verhaltenstherapie (eine Form der Psychotherapie) sowie physikalischen Maßnahmen wird am ehesten dem vielschichtigen Beschwerdekomplex gerecht.

 

Spezialisierte Kliniken

Diese Kliniken sind auf die Behandlung von Fibromyalgie spezialisiert.

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