Fibromyalgie. Diagnostik
Eine umfassende Diagnostik ist bei Fibromyalgie notwendig.
Es ist eine umfassende diagnostische Abklärung durch verschiedene Fachgebiete (u.a. Psychosomatiker, Neurologe, Internist, Orthopäde) im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit notwendig, um dem Beschwerdebild gerecht werden zu können.
Medizinische Untersuchungen bei Fibromyalgie.
Neben einer eingehenden klinischen Untersuchung muss eine umfangreiche Anamneseerhebung zur Klärung von Dauer und Schwere der Erkrankung erfolgen. Darüber hinaus gilt es, die Allgemeinsymptome (wie Müdigkeit, Schwäche, Antriebs- und Schlafstörungen usw.) zu klären. Diese können zwar auch Im Zusammenhang mit einer Fibromyalgie auftreten, da es sich hierbei aber um unspezifische Symptome handelt, können diese auch Hinweis auf eine andere Erkrankung sein. Auch die Beeinträchtigung in den Alltagsfunktionen, subjektive Ursachenüberzeugungen oder Krankheitsängste sowie psychosoziale Stressoren sind zu erheben. Die Labordiagnostik umfasst u.a. Rheumafaktoren, Serotoninstatus im Urin, Entzündungsparameter wie Blutbild oder CRP (ein Eiweiß, dass bei Entzündungen gebildet wird) . Bei Bedarf ist eine Vorstellung bei einem Internisten oder Neurologen indiziert.
Fachpsychotherapeutische Untersuchungen bei Fibromyalgie.
Fachpsychotherapeutische Untersuchungen sollten bei Fibromyalgie in Erwähnung gezogen werden
Diese sollte immer in Erwägung gezogen werden, wenn in der Anamnese schwerwiegende psychosoziale Stressoren oder psychiatrische Vorerkrankungen erhoben wurden. Auch wenn ungünstige Krankheitsverarbeitungsaspekte (z.B. Schonverhalten, Katastrophisieren) oder eine subjektive psychische Ursachenüberzeugung vorliegen, ist eine entsprechende weiterführende Diagnostik indiziert. Darüber hinaus ist das Erheben einer Verhaltensanalyse zur Erfassung aufrechterhaltender und verstärkender Bedingungen sowie individueller Stressoren sehr hilfreich. Testpsychologische Untersuchungen in Form von Fragebögen insbesondere zum Umgang mit Schmerz, aber auch spezifische Verfahren z.B. zum Erfassen der Ausprägung etwaiger depressiver Symptome, runden die Diagnostik ab. So dient z. B. der Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung (FESV) der Erhebung von Daten zur Schmerzbewältigung sowie schmerzbedingter psychischer Beeinträchtigungen.
Therapie
Bewegungstherapie, Schmerzbewältigung und Verhaltenstherapie sind die effektivsten Therapiemethoden.
Spezialisierte Kliniken
Diese Kliniken sind auf die Behandlung von Fibromyalgie spezialisiert.
