Schmerzen. Ursachen
Wodurch entstehen Schmerzen?
Bei den meisten Schmerzpatienten findet sich ein organischer Kern, der ursprünglich „akute“ Schmerzen verursacht hat. Aus unterschiedlichen Gründen können diese Schmerzen schließlich chronisch werden, wobei der ursprüngliche somatische Hintergrund oft nicht mehr nachweisbar ist. Der Verlauf wird beispielsweise durch den persönlichen Umgang mit dem Schmerz beeinflusst – so werden ängstliche Menschen weniger aktiv mit den Beschwerden umgehen, da sie befürchten, die Symptomatik durch Bewegung oder andere körperliche Aktivitäten zu verschlimmern. Aber auch gleichzeitig auftretende Depressionen können bewirken, dass der Schmerz chronifiziert. Nicht zuletzt ist chronischer Schmerz für viele verantwortungsbewusste Menschen die einzige Möglichkeit, vor sich selbst einen Rückzug vor dauerhaft belastenden, unangenehmen Tätigkeiten zu rechtfertigen.
Das Denken kreist nur noch um die Schmerzen.
Durch die Schmerzen ist die Lebensqualität stark beeinträchtigt.
Chronische Schmerzerkrankungen sind dadurch charakterisiert, dass Schmerzen fast die ganze Zeit über vorhanden sind, dass häufig das Denken der Betroffenen nur mehr um die Schmerzen kreist und die Lebensqualität durch die Beschwerden deutlich vermindert wird. Trotz intensiver Untersuchungen kann oft keine ausreichende organische Ursache am „Schmerzort“ für die Schmerzen nachgewiesen werden. Viele Betroffene fühlen sich nun nicht ernst genommen und suchen weitere Ärzte, immer auf der Suche nach einer organischen Erklärung, auf. Doch die Suche bleibt häufig erfolglos, da der Schmerz nicht immer nur dort entsteht, wo er empfunden wird. Die Patienten probieren viele Schmerzmittel aus, die allerdings ebenfalls nicht die gewünschte und erhoffte Linderung bringen. Im Gegenteil, dies kann zu einer Abhängigkeit führen und bei Absetzversuchen zu einer Schmerzverstärkung – ein zusätzliches Problem ist dazugekommen.
Wie entsteht eine Schmerzstörung?
Nach dem so genannten Diathese-Stress-Modell ergeben sich bei einer somatoformen Störung die Symptome aus den komplexen Wechselwirkungen von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren. Genetische körperliche Prädispositionen (Empfänglichkeit für bestimmte Erkrankungen) und frühere Schmerzerfahrungen, die im Schmerzgedächtnis abgespeichert wurden, führen zu einer speziellen Sensibilisierung, die durch bestimmte Denkmuster und emotionale Befindlichkeiten sowie soziale Faktoren wie Familie und Beruf verstärkt oder gemildert werden kann. Im Zuge eines Lernprozesses entwickeln die Patienten ein Schmerzverhalten, das nicht mehr als direkte Reaktion auf den Schmerz zu verstehen ist, sondern als persönlichkeitsspezifischer Umgang mit diesem. Das muss nicht bedeuten, dass biologisch-organische Ursachen gar keine Rolle spielen. Sie reichen eben nur nicht aus, die individuellen Beschwerden hinreichend zu erklären.
Symptome & Diagnostik
Die genaue Anamnese ist wichtig, um den Schmerzen auf den Grund zu gehen.
Symptome & Diagnostik
Schmerzen. Therapie
Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu verringern. Unterstützend wirkt sportliche Aktivität.
Therapie
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Susanne Pesalla
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