Chronische Schmerzen (somatoforme Störung).

Schmerzen sind Warnsignale.

Schmerz gehört zu den unangenehmsten Empfindungen für den Menschen. Schmerzen werden von ihrer Qualität her beispielsweise als dumpf, stechend, brennend oder pulsierend beschrieben. So unangenehm das Schmerzerleben ist, so wichtig ist es für unser Überleben. Denn Schmerz, vor allem akuter Schmerz, ist ein Warnsignal und bedeutet, dass etwas mit oder in unserem Körper nicht in Ordnung ist. Denken Sie an Zahnschmerzen: Spätestens dann, wenn dieser unangenehme Zustand auftritt, werden die meisten Menschen einen Zahnarzt aufsuchen, um die Ursache des Schmerzes beseitigen und damit den Krankheitsherd sanieren zu lassen. Akuter Schmerz ist also ein Warnsignal!

Anders bei chronischen Schmerzen.

Chronische Kopfschmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität

Chronische Kopfschmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität

Anders verhält es sich mit chronischen Schmerzen. Diese können selbstverständlich Ausdruck einer chronischen, manchmal lebensbedrohenden Erkrankung sein (z. B. Tumorschmerzen), aber nicht immer ist ein organischer Hintergrund zu finden, der das Ausmaß der Schmerzen vollständig erklärt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass beispielsweise die Stärke von Rückenschmerzen nicht mit den Veränderungen, die am Röntgenbild zu sehen sind, übereinstimmen. Weitere Untersuchungen, die mittels bildgebender Verfahren, zum Beispiel dem fMRT (= funktionelle Magnetresonanztomographie) am Gehirn von Schmerzpatienten durchgeführt wurden, zeigten jedoch, dass das Ausmaß der Beschwerden mit der Aktivierung s ogenannter Schmerzzentren im Gehirn korreliert. Es gibt also ein Schmerzgedächtnis, welches bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist und das „chronische“ Schmerzerleben beeinflusst.

Was sind chronische Schmerzen?

Von chronischem Schmerz spricht man dann, wenn die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten. Von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ASS) spricht man, wenn ein Patient über Monate hin anhaltend über schwere und quälende Schmerzen klagt, für deren Erklärung adäquat durchgeführte somatische Untersuchungen keinen ausreichenden Anhalt ergeben und wenn emotionale und psychosoziale Belastungsfaktoren als ursächlich angesehen werden müssen. Diese Definition ist nicht unumstritten, da sie subjektiver Interpretation viel Raum lässt. Fakt ist jedoch, dass organische Befunde nicht mit dem Schmerzerleben übereinstimmen. Daher ist bei vielen Schmerzpatienten eine rein somatische Behandlung nicht zielführend, sondern ein psychosomatisches Störungsverständnis ist anzustreben.

Schmerzen. Ursachen

Wie kann es zu chronischen Schmerzen kommen?

Symptome & Diagnostik

Die genaue Anamnese ist wichtig, um den Schmerzen auf den Grund zu gehen.

Schmerzen. Therapie

Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu verringern. Unterstützend wirkt sportliche Aktivität.

Schmerzen. FAQ

Dr. Gernot Langs beantwortet häufige Fragen, die bei chronischen Schmerzen gestellt werden.

Fachliche Betreuung

Pesalla

Der Beitrag wird betreut durch

Susanne Pesalla


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