Depression. Ursachen

Wie entsteht eine Depression?

Depressive Störungen können unterschiedliche Ursachen haben. Sie können in Zusammenhang mit einschneidenden Veränderungen der Lebensverhältnisse, Schicksalsschlägen wie dem Tod einer nahestehenden Person, schwerer Krankheit oder im Zusammenhang mit länger andauernden Belastungen wie Konflikten in der Familie, der Ehe bzw. Partnerschaft oder mit chronischen Spannungen am Arbeitsplatz stehen. Depressionen können jedoch auch ohne direkt erkennbare äußere Anlässe oder Auslöser auftreten.

Vererbung.

Genetische Faktoren tragen zur Vulnerabilität (wörtlich: Verletzlichkeit, Anfälligkeit) für Depression bei, d. h. bestimmte genetische Merkmale erhöhen das Risiko, auf von außen kommende Einflüsse mit einer Depression zu reagieren.

Veränderungen der Systeme der Botenstoffe und Hormone.

Bei allen Formen der Depression, unabhängig vom Auslöser, finden sich Veränderungen in den komplexen Neurotransmittersystemen (Botenstoffsystemen) des Gehirns. Auch Veränderungen im Regelsystem der Hormone von Hypothalamus, Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und Nebenniere wurden nachgewiesen. Mit modernen bildgebenden Verfahren konnten für Forschungszwecke sowohl während der Depression bestehende Auffälligkeiten im Hirnstoffwechsel sichtbar gemacht werden, als auch deren Veränderung unter erfolgreicher medikamentöser oder psychotherapeutischer Behandlung.

Psyche.

Als psychologische Faktoren tragen u. a. verzerrte, einseitig negative Denkmuster zur Vulnerabilität für Depression bei, wobei während der Depression das einseitig negative und pessimistische Denken über sich selbst, die Umwelt und die Zukunft noch stärker ausgeprägt ist.

Soziales Umfeld.

Auch die Beziehungen zu anderen Menschen, biographische (wie etwa frühe, aber auch aktuelle Verlusterlebnisse), familiäre und soziale Faktoren, z. B. Einsamkeit können eine wichtige Rolle spielen.

Somatische (körperliche) Erkrankungen.

Aufgrund der häufig bestehenden Multimorbidität im Alter (= dem gleichzeitigen Auftreten von mehreren körperlichen Erkrankungen) treten häufig Altersdepressionen auf. Körperliche und psychischen Erkrankungen verstärken sich wechselseitig. Körperliche Krankheiten, insbesondere funktionelle Fähigkeitseinschränkungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, im Alter an einer Depression zu erkranken. Depressionen im Alter sind aber auch Risikofaktoren für körperliche Funktionseinschränkungen.

Depression. Symptome

Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Lustlosigkeit oder fehlender Antrieb gehen mit einer Reihe weiterer Symptome einher.

Depression. Therapie

Psychotherapie und die medikamentöse Behandlung sind wichtige Elemente der Depressions-Therapie.

Fachliche Betreuung

Leibl

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Carl Leibl


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