Depression.

Depression. Eine der häufigsten psychischen Störungen

90% unserer Patienten mit einer Depression empfehlen ihre Schön Klinik weiter.*

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Die Häufigkeit von behandlungsbedürftigen Depressionen wird mit circa 3-5% bei Männern und 8-10% bei Frauen angegeben. Etwa doppelt so viele Menschen erkranken irgendwann im Lauf ihres Lebens daran. Depressionen stellen nach einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit die häufigste Ursache von gesundheitlicher Beeinträchtigung dar. Keine andere Krankheit verursacht so viele mit Beeinträchtigung gelebte Jahre.

Was sind die Anzeichen einer Depression, wie entsteht sie und wo liegen die Ursachen der Erkrankung? Wir klären auf und zeigen, wie depressive Störungen festgestellt und behandelt werden können.

 

Depression. Informationen von A-Z

Internationales Klassifizierungssystem der ICD-10

Das Klassifikationssystem der ICD-10 klassifiziert depressive Störungen auf der Grundlage von Symptomatologie, Schweregrad, Dauer, Verlauf und Frequenz wiederkehrender Erkrankungsphasen.

Je nach Verlauf wird nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der WHO (ICD-10) unterschieden zwischen:

  • depressiven, erstmalig auftretenden Episoden, bei denen eine Mindestzahl der charakteristischen Symptome mindestens zwei Wochen lang fast durchgehend vorliegt
  • rezidivierenden depressiven Störungen, bei denen zum wiederholten Male eine depressive Episode aufgetreten ist
  • dysthymen Störungen, bei denen depressive Symptome in geringerer Zahl und leichterer Ausprägung über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren sehr häufig vorhanden sind
  • Anpassungsstörungen, bei denen depressive Symptome nach einer entscheidenden Lebensveränderung auftreten, die jedoch nicht so zahlreich und nicht so lang anhaltend sind wie bei depressiven Episoden oder dysthymen Störungen
  • Bipolare Störungen werden diagnostiziert, wenn neben depressiven Verstimmungen auch zeitlich abgrenzbare Episoden mit so genannten manischen oder hypomanischen Episoden vorkommen. Diese sind gekennzeichnet durch abnorm gehobene, euphorische oder gereizte Stimmung, die u. a. mit vermehrtem Antrieb, gesteigerter Aktivität, vermehrten Geldausgaben, gesteigertem Selbstbewusstsein und vermindertem Schlafbedürfnis einhergehen
 

Symptome. Anzeichen einer Depression

Welche Beschwerden treten auf?

Neben Gefühlen der Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Lustlosigkeit oder Antriebsminderung gehen Depressionen mit einer Reihe weiterer Symptome einher wie:

  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • vermindertes Selbstbewusstsein
  • Schuldgefühle
  • Ängste
  • innere Unruhe
  • Grübelneigung
  • Ermüdbarkeit
  • Erschöpftheit
  • Gefühlen der Hoffnungslosigkeit bis hin zu Todeswünschen und Suizidgedanken
  • körperliche Beschwerden

Letztere können im Erleben der Betroffenen sogar im Vordergrund stehen. Wenn die Verstimmung und weitere Symptome mehr als zwei Wochen lang fast durchgehend anhalten und zu deutlichen Beeinträchtigungen im alltäglichen Leben führen, stellt dies einen Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Störung dar.

Mit unserem Selbsttest auf Grundlage des PHQ-9-Fragebogen (Patient Health Questionnaire) lässt sich der Schweregrad einer Depression messen.

 

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Symptome. Anzeichen einer Altersdepression

Welche Symptome kennzeichnen eine Altersdepression?

  • Symptome auf der emotionalen Ebene: Gefühle von Niedergeschlagenheit, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verlassenheit, Einsamkeit, innere Leere, Unzufriedenheit, Angst und Sorgen, Schuldgefühle, Gefühl der Gefühllosigkeit und Distanz zur Umwelt
  • Symptome auf der Verhaltensebene (motorisch-behaviorale und interaktionelle Ebene):
    • Körperhaltung ist entweder kraftlos, gebeugt, spannungsleer sowie Verlangsamung der Bewegungen oder Agitiertheit (Unruhe), Nervosität, zappelige Unruhe;
    • Gesichtsausdruck: traurig, weinerlich, besorgt, herabgezogene Mundwinkel, maskenhaft erstarrt, manchmal auch nervöse, wechselnd angespannte Mimik
    • Sprache: leise, monoton, langsam
    • Allgemeine Aktivitätsverminderung,
    • Probleme bei der praktischen Bewältigung alltäglicher Anforderungen
    • Rückzugs- und Vermeidungsverhalten (insbesondere sozialer Rückzug)Rückzug bis zum Suizid oder Zunahme der Abhängigkeit von anderen
  • Symptome auf der körperlichen Ebene (physiologisch-vegetative Ebene):
    • Innere Unruhe, Erregung, Spannung, Reizbarkeit
    • Weinen
    • Ermüdung und Schwächegefühl
    • Schlafstörungen
    • Appetitsverlust
    • Schmerzen (Kopfschmerzen, Magen- und Verdauungsbeschwerden
    • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Symptome auf der Gedankenebene (imaginativ-kognitive Ebene):
    • Negative Einstellungen gegenüber sich selbst, gegenüber anderen und der Zukunft
    • Pessimismus
    • Selbstkritik, Selbstunsicherheit
    • Hypochondrie
    • Mühsames Denken und Konzentrationsprobleme
    • Grübeln
    • Suizidideen
  • Symptome auf der motivationalen Ebene: Misserfolgsorientiert, Interessenverlust, Antriebslosigkeit, Entschlussunfähigkeit, Gefühl des Überfordertseins, Erleben von Nicht-Kontrolle
 

Ursachen. Wie entsteht eine Depression?

Depressive Störungen können unterschiedliche Ursachen haben. Sie können in Zusammenhang mit einschneidenden Veränderungen der Lebensverhältnisse, Schicksalsschlägen wie dem Tod einer nahestehenden Person, schwerer Krankheit oder im Zusammenhang mit länger andauernden Belastungen wie Konflikten in der Familie, der Ehe bzw. Partnerschaft oder mit chronischen Spannungen am Arbeitsplatz stehen. Depressionen können jedoch auch ohne direkt erkennbare äußere Anlässe oder Auslöser auftreten.

 

Vererbung.

Genetische Faktoren tragen zur Vulnerabilität (wörtlich: Verletzlichkeit, Anfälligkeit) für Depression bei, d. h. bestimmte genetische Merkmale erhöhen das Risiko, auf von außen kommende Einflüsse mit einer Depression zu reagieren.

 

Veränderungen der Systeme der Botenstoffe und Hormone.

Bei allen Formen der Depression, unabhängig vom Auslöser, finden sich Veränderungen in den komplexen Neurotransmittersystemen (Botenstoffsystemen) des Gehirns. Auch Veränderungen im Regelsystem der Hormone von Hypothalamus, Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und Nebenniere wurden nachgewiesen. Mit modernen bildgebenden Verfahren konnten für Forschungszwecke sowohl während der Depression bestehende Auffälligkeiten im Hirnstoffwechsel sichtbar gemacht werden, als auch deren Veränderung unter erfolgreicher medikamentöser oder psychotherapeutischer Behandlung.

 

Psyche.

Als psychologische Faktoren tragen u. a. verzerrte, einseitig negative Denkmuster zur Vulnerabilität für Depression bei, wobei während der Depression das einseitig negative und pessimistische Denken über sich selbst, die Umwelt und die Zukunft noch stärker ausgeprägt ist.

 

Soziales Umfeld.

Auch die Beziehungen zu anderen Menschen, biographische (wie etwa frühe, aber auch aktuelle Verlusterlebnisse), familiäre und soziale Faktoren, z. B. Einsamkeit können eine wichtige Rolle spielen.

 

Somatische (körperliche) Erkrankungen.

Aufgrund der häufig bestehenden Multimorbidität im Alter (= dem gleichzeitigen Auftreten von mehreren körperlichen Erkrankungen) treten häufig Altersdepressionen auf. Körperliche und psychischen Erkrankungen verstärken sich wechselseitig. Körperliche Krankheiten, insbesondere funktionelle Fähigkeitseinschränkungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, im Alter an einer Depression zu erkranken. Depressionen im Alter sind aber auch Risikofaktoren für körperliche Funktionseinschränkungen.

 

Diagnostik. Wie wird eine Depression festgestellt?

Im Gespräch mit einem erfahrenen Therapeuten kann die Art der Depression festgestellt werden.

Im Gespräch mit einem erfahrenen Therapeuten kann die Art der Depression festgestellt werden.

Die Diagnose einer Depression wird klinisch gestellt, d. h. durch ein diagnostisches Gespräch. Meist wird dabei nach der spontanen Schilderung der Beschwerden durch gezielte Fragen geklärt, ob und ggf. welche Form einer Depression vorliegt. Psychologische Tests können die Diagnostik ergänzen. Laboruntersuchungen oder bildgebende Verfahren eignen sich nicht dazu, zu beurteilen, ob eine Depression vorliegt. Sie werden u. U. aber zum Ausschluss organischer Krankheiten, die mit gleichen oder ähnlichen Symptomen einhergehen, eingesetzt.

 

Diagnostik. Wie wird eine Altersdepression festgestellt?

Die Diagnose Altersdepression wird durch ein diagnostisches Gespräch sowie psychologische Tests gestellt. Nach der spontanen Symptomschilderung durch den Patienten wird durch gezielte Fragen nach depressiven Emotionen und Kognitionen durch den Therapeuten geklärt, ob und ggf. welche Form einer Depression vorliegt.

 

Organische Ursachen einer Altersdepression müssen medizinisch abgeklärt werden.

Aufgrund der Multimorbidität im Alter, d.h. dem gleichzeitigen Vorliegen einer Depression und einer somatischen Erkrankung, ist eine klare Trennung zwischen den somatischen und psychischen Symptomen leider in der Praxis oft nicht zu erreichen. Daher bleiben viele Altersdepressionen unerkannt. Schätzungen ergeben, dass 30-40 % der alten Patienten, die in einer Allgemeinarztpraxis in Behandlung sind, an nicht erkannten Depressionen leiden und als Folge davon nicht oder falsch behandelt werden. Häufig neigen ältere Patienten auch zu Bagatellisierung ihrer depressiven Gefühle und Gedanken und betonen ihre körperlichen Symptome. Ursache hierfür sind zum einen frühere Erziehungsgrundsätze („Weinen darf man nicht!“) als auch die in der Vergangenheit bestehende Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen. Daher ist zum Ausschluss von symptomatischen bzw. organischen Depressionen eine gründliche medizinische Abklärung notwendig.

 

Therapie & Rehabilitation

Psychotherapie und die medikamentöse Behandlung sind wichtige Elemente der Depressions-Therapie.

Therapie & Rehabilitation

Spezialisierte Kliniken

Diese spezialisierten Kliniken verfügen über qualifizierte Ärzte und Therapeuten zur Behandlung von Depression

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