Burnout, Burnout-Syndrom. Symptome

Häufige Anzeichen & Symptome von Burnout.

Totale Erschöpfung. Schlafstörungen. Verdauungsprobleme. Bitterkeit. Rückzug: So zahlreich und individuell die Ursachen eines Burnouts, so vielfältig auch die Symptome – 130 verschiedene sind aktuell bekannt.

Typisch und namensgebend für die Krankheit ist vor allem das Gefühl „ausgebrannt“ zu sein und sich in einem Zustand andauernder Müdigkeit und absolutem Energiemangel zu befinden. Trotz länger werdender Pausen oder Erholungsphasen schaffen es Patienten mit Burnout  nicht, dieses Gefühl wieder loszuwerden.

Häufigste Symptome sind deshalb:  

  • Erschöpfung
  • Energiemangel
  • andauernde Müdigkeit
  • Schlafstörungen

Verminderte Leistungsfähigkeit.

Wer ausgebrannt ist, ist nicht nur erschöpft, sondern auch gefühlskalt. Betroffene ziehen sich zurück. Ihnen ist alles zu viel.

Wer ausgebrannt ist, ist nicht nur erschöpft, sondern auch gefühlskalt. Betroffene ziehen sich zurück. Ihnen ist alles zu viel.

Wer sich ausgebrannt fühlt, leistet auch weniger: Viele Burnout-Patienten klagen über Konzentrationsschwäche, Gedächtnisprobleme und innere Unruhe. Wenn die Festplatte übervoll ist oder einen Virus hat, können auch keine neuen Informationen mehr gespeichert werden. Die Rechenleistung ist extrem verlangsamt. Was wir vom PC kennen, ist auch auf den Menschen übertragbar.

So gelten als weitere Anzeichen für ein Burnout:

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Verringerte Initiative und Phantasie

Körperliche Beschwerden.

Burnout geht häufig mit körperlichen Beschwerden einher, für die ein Arzt keine organischen Ursachen feststellen kann. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Engegefühl in der Brust oder Atembeschwerden – wer eine körperliche Schwachstelle hat, wird diese spüren.

Körperliche Beschwerden im Zusammenhang mit Burnout:

  • Häufigere Erkältungen
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen
  • Atembeschwerden
  • Engegefühl in der Brust
  • Schwindel
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Tinnitus
  • Sexuelle Probleme
  • Schwitzen
  • Müdigkeit 

Verschollene Gefühle.

Auch Gefühle können ausgebrannt oder verdrängt worden sein. Viele Burnout-Patienten kommen sich selbst gleichgültig und desillusioniert vor. Sie fühlen sich schwach und neigen häufig zum Weinen. Sie gehen deshalb oft auf Distanz und ziehen sich zurück. Durch diesen Rückzug kommt  es häufig zu Partnerschafts- und Familienproblemen.

 So gelten als zusätzliche Anzeichen für ein Burnout:

  • Gleichgültigkeit
  • Desillusionierung
  • Neigung zum Weinen
  • Schwächegefühl
  • Ruhelosigkeit
  • Verlust an Empathie
  • Zynismus
  • Verlust von Idealismus
  • Bitterkeit
  • Partnerschafts- und/oder Familienprobleme

Warnsignale erkennen, ernst nehmen, gegensteuern!

Warnsignale werden von Betroffenen gerne ignoriert. Sei es, weil sie die Symptome tatsächlich nicht wahrnehmen oder weil sie die Beschwerden nicht wahrhaben wollen – Perfektionisten wollen sich nicht eingestehen überfordert zu sein. Das passt nicht zu ihrem Selbstbild.

So verläuft der Prozess schleichend: Es kann lange dauern, bis ein Burnout-Syndrom voll ausgebildet ist. So kann auch für sich genommen jedes bereits beschriebene Syndrom ein Warnhinweis auf ein Burnout sein.  

Warnsignale von Mehrarbeit:

  • Gefühl der Unentbehrlichkeit
  • Gefühl, nie ausreichend Zeit zu haben
  • Hyperaktivität
  • Nicht  „nein“ sagen können
  • Freiwillig unbezahlte Mehrarbeit

Kognitive Warnsignale:

  • Konzentrationsstörungen
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Ungenauigkeiten
  • Schwierigkeiten, komplexe Aufgaben durchzuführen
  • Tagträume (Fluchtphantasien)

Emotionale Warnsignale:

  • Unzufriedenheit mit der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Geringer werdende Freundlichkeit
  • Gefühl mangelnder Anerkennung und Wertschätzung
  • Humorlosigkeit
  • Schuldgefühle
  • Unbestimmte Angst und Nervosität
  • Ruhelosigkeit
  • Selbstmitleid
  • Misstrauen

Weitere Warnsignale:

  • Rückzug aus privaten Kontakten
  • Partnerschafts- und Eheprobleme
  • Sportunfälle
  • Vermehrter Alkoholkonsum
  • Vermehrter Tablettenkonsum
  • Häufiges nach der Uhr sehen am Arbeitsplatz
  • Sich durch Einkäufe belohnen
  • Vermehrt Konflikte mit Kollegen, Vorgesetzten oder Schülern
  • Veränderung des Essverhaltens

 

Um ein tatsächliches Burnout  zu vermeiden, ist es deshalb unabdingbar, die ersten Warnsignale wahrzunehmen und gegen zu steuern.

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Fachliche Betreuung

Hillert

Der Beitrag wird betreut durch

Prof. Dr. phil. Dr. med. Andreas Hillert


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