Magersucht (Anorexia Nervosa). Symptome
1. Magersucht-Anzeichen: ständige Gewichts-Beschäftigung.
Erste Anzeichen einer Magersucht ist die ständige Beschäftigung mit dem Gewicht. Magersüchtige haben extreme Angst vor einer Gewichtszunahme oder davor, dick zu werden, obwohl sie schon untergewichtig sind. Sie kennen kaum ein anderes Gesprächsthema als über Essen und Diäten zu reden. Sie kontrollieren zudem ständig ihr Gewicht, teilweise sogar mehrmals täglich.
2. Magersucht-Anzeichen: Verändertes Essverhalten.
Magersüchtige weisen ein verändertes Essverhalten auf. Sie essen nicht mehr spontan und lustvoll sondern sehr kontrolliert. Um ihr vermeintlich zu hohes Gewicht zu reduzieren, nehmen sie nur geringe Mengen Nahrung zu sich und verweigern Lebensmittel, die zu viele Kalorien enthalten. Zeitweise verzichten sie komplett auf die Nahrungsaufnahme. Ungefähr die Hälfte der Magersüchtigen hält Diäten, während bei den anderen auch bulimische Symptome auftreten: sie erbrechen das Essen.
3. Magersucht-Anzeichen: extremer Gewichtsverlust.
Magersüchtige essen nur sehr wenig und wenn, dann nur Nahrungsmittel, die kaum Kalorien enthalten. Um Gewicht zu verlieren, werden nicht nur Diäten durchgeführt sondern auch exzessiv Sport getrieben. Sie verlieren durchschnittlich 45 - 50% ihres Ausgangsgewichts. Das Körpergewicht von Magersüchtigen liegt 15% niedriger als das Normalgewicht. Liegt der BMI niedriger als 17,5, gilt dies als sicheres Anzeichen einer Magersucht. Aber nicht alle Magersüchtige weisen einen BMI niedriger als 17,5 auf, haben dafür aber alle anderen Symptome einer Magersucht. Daher sollte man nicht ausschließlich auf den BMI schauen.
4. Magersucht-Anzeichen: Leugnung des geringen Körpergewichts.
Magersüchtige sehen sich selber immer als zu dick an, obwohl sie augenscheinlich schon untergewichtig sind. Dieser Irrglaube führt dazu, dass immer weitere Diäten durchführen bis hin zu einer kompletten Nahrungsverweigerung, nur um noch mehr abzunehmen.
5. Magersucht-Anzeichen: Haarausfall, keine Monatsblutung.
Neben dem Gewichtsverlust gibt es weitere körperliche Anzeichen, die typisch für eine Magersucht sind. Das sind neben Haarausfall, brüchigen Haaren und Nägeln auch eine trockene und schuppige Haut. Es kommt bei vielen auch zu einer sogenannten Lanugobehaarung, die am Rücken, Gesicht und Armen auftritt. Das Lanugohaar ist eigentlich ein Hautschutz des Fötus, um ihn vor Schall, Druck und Vibrationen zu schützen. Zu dem Wachstum kann es bei Magersüchtigen aufgrund der kaum noch vorhandenen schützenden Fettschicht kommen. Das Lanugohaar dient somit als Kälteschutz. Durch das Fehlen des Körperfetts sind Magersüchtige sehr kälteempfindlich und haben eine erniedrigte Körpertemperatur. Bei Frauen setzt die Menstruation aus, während bei Männern Potenzstörungen oder sogar Impotenz auftreten. Tritt die Magersucht vor der Pubertät auf, wird die Entwicklung entscheidend gestört. Das Wachstum endet vorzeitig und die Geschlechtsreife tritt nur verzögert oder gar nicht ein. Bei Mädchen bleibt die Entwicklung der Brust aus, bei Jungen der Hoden und der Penis.
6. Magersucht-Anzeichen: Psychische Veränderungen.
Magersüchtige haben extreme Angst vor einer Gewichtszunahme. Schon eine Zunahme von wenigen Gramm löst regelrecht Panik aus, was dazu führt, dass das Essverhalten noch strenger kontrolliert wird. Depressionen und eine starke Reizbarkeit sind eine Folge dieser extremen Kontrolle.
Warnsignale, die auf eine Magersucht hindeuten.
Angehörige und vor allem Eltern sollten bei veränderten Verhaltensweisen aufmerksam und wachsem sein, denn der Übergang von einer merkwürdigen Essweise zu einer Essstörung ist fließend. Wenn der Betroffene sich anders verhält als sonst, sollten Angehörige es nicht ignorieren. Dauern die Verhaltensweisen länger an, kann es sein, dass sie sich verselbstständigen. Treffen mehrere der aufgeführten Warnsignale zu, sollten Sie sich fachlichen Rat bei einem Arzt oder einer Beratungsstelle einholen.
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Warnsignal Unzufriedenheit mit dem Äußeren
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Der Betroffene findet sich zu dick
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Er findet sich auch zu dick, wenn andere sagen er ist zu dünn
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Angst vor einer Gewichtszunahme
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Nörgerlei über bestimmte Körperteile (zu breite, Hüften, zu dicker Bauch...)
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Häufiges Wiegen
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Eine bestimmte Kleidergröße muss erreicht oder eingehalten werden
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Warnsignal verändertes Essverhalten
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Sehr kontrolliertes Essen
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Gegessen wird nur zu bestimmten Uhrzeiten
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Es wird nur gesundes, kalorienarmes gegessen
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Einschränkung von gesunder / vegetarischer Ernährung
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Einteilung der Lebensmittel in gut und schlecht
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Auslassen von Mahlzeiten
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Erfinden von Ausreden, um nicht am Essen teilzunehmen (man hat schon gegessen, man hat Bauchschmerzen...)
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Winzige Portionen
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Hin und her schieben des Essens auf dem Teller
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Lesen von Kochbüchern
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Bekocht andere, isst aber nie mit
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Körperliche Warnsignale
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Abnahme von mehr als 6 kg in den letzen 3 Monaten
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Häufiges Frieren
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Kreislaufprobleme
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Haarausfall
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Ausbleiben der Regelblutung
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Impotenz
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Emotionale Warnsignale
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Verleugnung von Problemen
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Gereiztheit
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Depression
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Streit ums Essen
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Extremer Ehrgeiz
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Geringes Selbstwertgefühl
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Leistungsorientiert
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Weitere Warnsignale
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Extremes Sporttreiben, um abzunehmen trotz Erschöpfung und Schwäche (sofort nach dem Essen wird Sport getrieben, vor dem Fernseher Gymnastik gemacht...)
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Rückzug von Freunden
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Vernachlässigung der Hobbys
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Kauf und Einnahme von Abführmitteln
Magersucht. Folgen
Nierenschäden, Herz-Rhythmus-Störungen oder Osteoporose: Die Mangelernährung bei Magersucht kann Folgen nach sich ziehen.
Körperliche, psychische Folgen
Magersucht. Definition
Ganz bewusst auf Nahrung verzichten: Magersüchtige hungern sich schlank. Die Kontrolle über ihr Körpergewicht gibt Sicherheit.
Definition
Magersucht. Ursachen
Falsche Schönheitsideale, der Wunsch nach Anerkennung, die Faszination an Kontrolle: Magersucht hat viele Gründe.
Ursachen