Wie wird eine Binge-Eating-Störung diagnostiziert?
Um die Diagnose einer Binge-Eating-Störung zu stellen, müssen mindestens an zwei Tagen in der Woche über einen Zeitraum von 6 Monaten Essattacken auftreten. Weiteres Diagnosekriterium ist, dass die Betroffenen keine Maßnahmen anwenden, um einer Gewichtszunahme vorzubeugen. Dadurch kann die Erkrankung Bulimie ausgeschlossen werden, da Bulimiker durch Erbrechen, Fasten, Abführmittel etc. versuchen, eine Gewichtszunahme zu verhindern.
Wie wird eine Binge-Eating-Störung behandelt?
In der Therapie wird eine Änderung des Ernährungsverhalten angestrebt. So steht z.B. mehr Ausgewogenheit auf dem Speiseplan.
Ziel der Therapie ist, dass die Betroffenen wieder lernen, ein normales Essverhalten zu entwickeln und ein Gefühl für den normalen Essrhythmus bekommen. Sie werden außerdem angeleitet,die zugrunde liegenden psychischen Ursachen aufzuspüren, die zu der Binge Eating Störung führten.
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Tagebuch über das eigene Essverhalten.
Unsere Patienten führen ein Tagebuch, in dem sie niederschreiben, welche Nahrungsmittel sie aufgenommen haben und wie sie sich dabei fühlten. Das Führen eines Tagebuchs hilft den Therapeuten und den Betroffenen zu reflektieren, welche Gefühle und Gewohnheiten zu einer Essattacke geführt haben.
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Änderung der Ernährungsgewohnheiten.
In verschiedenen Therapieeinheiten lernen unsere Patienten, was gesundes Ernährungsverhalten ist (u.a. Regelmäßigkeit, Zusammensetzung, Ausgewogenheit) und versuchen mit Hilfe unserer Therapeuten ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen.
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Steigerung des Selbstwertgefühls und Bewältigung von Stresssituationen.
Wichtig ist uns, dass Patienten mit einer Binge Eating Störung wieder ihr Selbstwertgefühl steigern und sie lernen, wie sie Stresssituationen auch ohne Essattacken bewältigen können.
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Notfallplan für zu Hause.
Zum Schluss der Therapie erarbeiten wir gemeinsam mit dem Patienten eine Rückfallprophylaxe, die z.B. die Erarbeitung von „Notfallplänen“ für kritische Situationen zu Hause beinhaltet.