Binge Eating Störung (BED). Definition

Was ist eine Binge Eating Störung?

Das Wort „Binge“ kommt aus dem Englischen und bedeutet eine Episode des ungezügelten und exzessiven Konsums. „Binge eating“ ist daher eine andere Bezeichnung für Essanfälle, welche das zentrale Kennzeichen dieser Essstörung darstellen. Innerhalb kürzester Zeit werden große Nahrungsmengen aufgenommen. Betroffene können nicht mehr kontrollieren, wie viel sie essen geschweige denn, dass sie mit dem Essen aufhören können. Sie essen auch dann, wenn sie nicht hungrig sind, bis sie ein unangenehmes Völlegefühl verspüren.

Binge-Eating-Störung ist die häufigste Essstörung.

4% der Allgemeinbevölkerung sind von einer Binge Eating Störung betroffen.

4% der Allgemeinbevölkerung sind von einer Binge Eating Störung betroffen.

Binge-Eating-Störung ist die häufigste Essstörung und nicht wie viele glauben Magersucht oder Bulimie. Bis zu 4% der Allgemeinbevölkerung sind davon betroffen. Die Störung tritt typischerweise im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Das Geschlechterverhältnis ist dabei ausgeglichener als bei anderen Essstörungen. Etwa ein Drittel der Betroffenen sind männlich.

Weitere Formen des ungezügelten Essverhaltens.

Wenn nicht alle Kriterien auf eine Binge Eating Störung zutreffen bzw. sie nur in leichter Ausprägung vorhanden sind, bezeichnet man es als subsyndromale Esstörung. Dies kommt nicht nur bei der Binge Eating Störung vor sondern auch bei allen anderen Esstörungen wie Magersucht und Bulimie.

Personen, die adipös sind und unter subsyndromalen Essstörungen leiden unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die unter dem Vollbild einer Binge Eating Störung leiden. Denn das Ausmaß der psychischen Erkrankung oder der Verlauf sind oft sehr ähnlich.

 

  • Binge-Verhalten , also sporadische Essattacken mit Kontrollverlust, ohne dass die zeitlichen oder mengenmäßigen Kriterien der Binge Eating Störung vollständig gegeben sind.
  • Grazing bezeichnet ein über Stunden, z. T. über Tage anhaltendes ständiges Essen, ohne dass dieses Verhalten kontrolliert werden kann (analog einem verlängerten Essanfall)
  • Night-Eating ist gekennzeichnet durch übermäßiges Essen, insbesondere abends von mehr als 25 % der täglichen Kalorienmenge nach dem Abendessen und/oder nächtliches Erwachen mit Nahrungsaufnahme in mindestens drei Nächten pro Woche. Häufig treten morgendliche Appetitlosigkeit, Schlafprobleme, depressive Verstimmungen und vermehrtes Stresserleben auf.
  • Emotional-Eating hat häufig eine Funktion zur Stimmungsstabilisierung, zum Vermeiden von aversiven Emotionen wie Ärger, Angst, Frust, Enttäuschungen oder Langeweile. Hat häufig auch Belohnungscharakter und ist sehr häufig mit depressiven Verstimmungszuständen verknüpft. Zentral bestehen enge Zusammenhänge zwischen Nahrungsaufnahme, dem Serotonin- und dem Dopaminstoffwechsel.
  • Suchtartiges Essen wird von einer Reihe von Patienten berichtet mit typischen Symptomen wie Verlangen, ständiger gedanklicher Beschäftigung mit Nahrungsmitteln, dem Gefühl immer mehr essen zu müssen und negativen Auswirkungen auf die soziale Funktion. Möglicherweise besteht hier auch ein Zusammenhang mit Defiziten in der Impulskontrolle.

Ursachen & Symptome

Bei einer Binge-Eating-Störung treten immer wieder Essanfälle auf.

Diagnostik & Therapie

In der Therapie wird eine Änderung des Ernährungsverhaltens angestrebt.

Fachliche Betreuung

Balling

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Alexander Balling


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