Katalog der Zwangsformen.

Waschzwang.

Bei einem Waschzwang wird der Körper bzw. einzelne Körperteile wie die Hände mehrmals täglich exzessiv gewaschen und geschrubbt.

Bei einem Waschzwang wird der Körper bzw. einzelne Körperteile wie die Hände mehrmals täglich exzessiv gewaschen und geschrubbt.

Ein Waschzwang spiegelt entweder die Angst vor Bakterien bzw. Krankheiten wider oder man versucht sich dadurch von sündigen Gedanken zu befreien. Der Betroffene fühlt sich schmutzig bzw. ist von der Angst besessen, durch die Berührung mit bestimmten Gegenständen oder in bestimmten Situationen verunreinigt zu werden. Die aus diesen Gedankengängen resultierenden Zwangshandlungen führen oft zu stundenlangen Waschungen, mehrstündigem Duschen oder dem Sterilisieren und Desinfizieren der gesamten Umgebung. Aber trotz der gründlichen Reinigung verspüren die Betroffenen keine oder nur eine kurze Befriedigung.
Das ausgiebige Waschen zerstört die Haut.
Durch das ständige Reinigen und Schrubben der Haut erreicht der Betroffene aber genau das Gegenteil: Die schützende Säureschutzschicht der Haut wird zerstört und Krankheitserreger können leichter eindringen. Generell wir die Haut sehr trocken, teilweise rissig und rau. Rötungen, Entzündungen schuppende Haut und starke Austrockungsekzeme sind die Folge.

Kontrollzwang.

Wer unter einem Kontrollzwang leidet, muss z.B. ständig kontrollieren, ob der Herd auch tatsächlich ausgeschaltet ist.

Wer unter einem Kontrollzwang leidet, muss z.B. ständig kontrollieren, ob der Herd auch tatsächlich ausgeschaltet ist.

Betroffene, die unter einem Kontrollzwang leiden, müssen alles genau überprüfen. Sie haben Angst, durch Versäumnisse oder Unachtsamkeiten eine Katastrophe auszulösen. Sie kontrollieren z.B. ständig, ob der Herd auch tatsächlich ausgeschaltet oder ob die Tür auch wirklich abgeschlossen ist. Trotz des häufigen Kontrollierens haben die Betroffenen nicht das Gefühl, dass alles in Ordnung ist, denn sie vertrauen nicht mal mehr ihrer eigenen Wahrnehmung. Daher wird ständig nachgesehen oder sogar bestimmte Strecken abgefahren um zu kontrollieren, dass auch wirklich niemand angefahren wurde. Diese Kontrollen können sich stundenlang hinziehen, weshalb man häufig zu Verabredungen oder zur Arbeit verspätet erscheint. 

Ordnungszwang.

Betroffene, die unter einem Ordnungszwang leiden, haben strenge Ordnungskriterien. Unordnung macht sie nervös und daher verbringen sie viel Zeit damit, die Ordnung wieder herzustellen. Gegenstände werden z.B. nach den eigenen Regeln angeordnet oder gestapelt. Pullis müssen z.B. exakt aufeinanderliegen oder werden nach Farben geordnet. 

Wiederholungszwang. Zählzwang.

Bestimmte, alltägliche Handlungen werden von Betroffenen mit einem Wiederholungszwang ständig wiederholt. Meist, bis eine bestimme Anzahl erreicht wurde. Erst dann fühlen sich die Betroffenen wohl. Wird die Anzahl nicht erreicht glauben sie, ihm oder einer nahe stehenden Person könnte etwas schlimmes zustoßen.

Bei einem Zählzwang verspüren die Betroffenen den Drang, bestimmte Dinge zählen zu müssen. Das können Pflastersteine, Autos etc. sein.

Sammelzwang.

Bei einem Sammelzwang können Betroffene nichts wegwerfen, da sie Angst haben, es könnte etwas Wertvolles oder Wichtiges sein. Sie können daher nicht mehr zwischen wirklich wichtigen Erinnerungsstücken und wertlosem Müll unterscheiden. Leere Flaschen, alte Zeitungen, kaputte Möbel bis hin zum Hausmüll werden in der Wohnung gelagert.

Die sogenannten Messies leiden nicht nur meist an Sammelzwängen, sie zeichnen sich zudem noch durch das Verwahrlosungssyndrom aus.

Zwangsgedanken ohne Zwangshandlungen.

Zwangsgedanken können z.B. sein, dass man jemanden mit einer Schere verletzen möchte.

Zwangsgedanken können z.B. sein, dass man jemanden mit einer Schere verletzen möchte.

Einige Zwangserkrankte leiden nur unter Zwangsgedanken ohne das daraus irgendwelche Zwangshandlungen entstehen. Meist haben die Betroffenen, aggressive, sexuelle oder religiöse Zwangsgedanken wie z.B. "Ich könnte meinen Nachbarn umbringen", "Ich könnte eine Frau sexuell misshandeln", "Ich könnte in der Kirche über Gott lästern". Solche Gedanken können für den Betroffenen äußerst quälend werden, denn sie haben große Angst davor, dass sie ihre Gedanken in die Tat umsetzen könnten. Diese Angst scheint aber unbegründet zu sein, denn bis dato ist noch kein Fall bekannt, das tatsächlich ein Zwangserkrankter seine Gedanken ausgelebt hat.

Zwänge. Symptome

Betroffene spüren einen starken Drang Dinge zu tun, die sie selbst für unsinnig halten.

Katalog der Zwangsobjekte

In unserer Galerie stellen wir Ihnen die häufigsten Zwangsobjekte vor.

Zwänge. Therapie

Die Verhaltenstherapie ist der wichtigste und erfolgreichste Bestandteil der Therapie von Zwangsstörungen.

Fachliche Betreuung

Osen

Der Beitrag wird betreut durch

Dr. med. Bernhard Osen


Die beste Klinik finden...

Unsere Kliniken melden freie Plätze - wir suchen den bestmöglichen Platz für Sie - gemeinsam mit Ihnen!

Unsere Klinikberatung hilft Ihnen dabei, das beste Krankenhaus für Sie und/oder Ihre Lieben zu finden.