Zwangsstörungen. Alltag, Ratgeber & Tipps

Was können Angehörige tun?

Leidet der Partner an einer Zwangsstörung, leiden die Angehörigen oft mit.

Leidet der Partner an einer Zwangsstörung, leiden die Angehörigen oft mit.

Nicht selten sind die Forderungen des Zwanges so ausgeprägt, dass sich die Betroffenen gar nicht mehr in der Lage sehen, alle Zwänge abwickeln zu können. In solchen Situationen kommt es häufig dazu, dass Angehörige in die Ausübung von Zwängen eingebunden werden. Sie können es kaum aushalten zu sehen, wie sehr der Betroffene leidet und möchten ihm helfen, indem sie ihm ein Stück der Last abnehmen. Das Dilemma besteht darin, dass diese Unterstützung nur sehr kurz Entlastung bringt, langfristig aber dem Zwang die Gelegenheit gibt, sich weiter auszubreiten.

 

Unterstützen Sie bei der Bewältigung des Zwangs.

Wirkliche Unterstützung ist nur durch Hilfe bei der Bewältigung des Zwanges und nicht durch Hilfe bei der Ausübung des Zwanges gegeben. Dies ist leichter gesagt als getan. Es ist hilfreich, wenn Angehörige selbst gut über die Erkrankung informiert sind und Verständnis für die Situation des Betroffenen aufbringen. Kritik ist an dieser Stelle oft hinderlich, da sie meist als Schuldzuweisung aufgefasst wird. Wenn es gelingt, ein gemeinsames Bündnis gegen den Zwang aufzubauen und klare Regeln im Umgang mit den problematischen Verhaltensweisen zu finden, ist schon viel gewonnen. Der Zwang sollte aber nicht zur Hauptbeschäftigung werden. Planen Sie gemeinsame angenehme Aktivitäten, die möglich sind und bei denen der Zwang nicht im Vordergrund steht. Oft ist es sinnvoll, sich auch als Angehöriger beraten zu lassen. Oft können gemeinsame psychotherapeutische Sitzungen hilfreich sein.

 

Beantworten Sie keine Vergewisserungsfragen.

Es ist schwierig für einen Angehörigen, dem Betroffenen keine Antwort auf seine Vergewisserungsfragen  zu geben, ob z.B. das Fenster auch wirklich zu ist. Eine entsprechende Antwort sorgt nur für eine kurzfristige Entlastung, verstärkt aber langfristig den Zwang. Man sollte stattdessen ausweichen und, falls eine entsprechende Vereinbarung getätigt wurde, antworten, dass man sich geeinigt hatte, dass man auf seine Fragen nicht darauf antworten muss.

 

Wie bedenklich sind Zwänge, die bei einem Kind auftreten?

In einem gewissen Alter ist es normal, dass Kinder zwanghafte Verhaltensweisen entwickeln. Für sie bedeutet es Sicherheit, wenn bestimmte Dinge an ihrem vorgesehenen Platz sind.

In einem gewissen Alter ist es normal, dass Kinder zwanghafte Verhaltensweisen entwickeln. Für sie bedeutet es Sicherheit, wenn bestimmte Dinge an ihrem vorgesehenen Platz sind.

In der Alterstufe von zwei bis vier Jahren treten zwanghafte Verhaltensweisen im Rahmen der normalen Entwicklung auf. Viele Kinder bestehen darauf, dass bestimmte Rituale, z. B. beim zu Bett gehen oder Anziehen in einer ganz bestimmten Art und Weise ablaufen müssen und protestieren, wenn es zu Abweichungen kommt. Häufig wird am Abend genau kontrolliert, ob Spielsachen oder Bekleidung am richtigen Platz oder in einer bestimmten Weise angeordnet sind. Diese Verhaltensweisen vermitteln Sicherheit und Geborgenheit. Das Kind weiß, wenn die Regeln eingehalten werden, ist alles in Ordnung. Diese zwanghaften Verhaltensweisen sind nicht besorgniserregend und verschwinden in der Regel im Laufe der Entwicklung. Zwangsrituale als Krankheitssymptome im Kindesalter entstehen häufiger erst um das 6. - 8. Lebensjahr, also in einem Alter, in dem die kindlichen Rituale deutlich rückläufig sind.

 

Kaufsucht. Wenn Geld ausgeben zur Falle wird

Schöne Dinge in Augenschein nehmen und zu Hause auszupacken erzeugt gute Gefühle. Auch Frau S. kaufte ein, um sich besser zu fühlen und konnte nicht mehr aufhören.

Eine Betroffene berichtet

 

Zwänge. Therapie

Die Verhaltenstherapie ist der wichtigste und erfolgreichste Bestandteil der Therapie von Zwangsstörungen.

Therapie Zwangsstörung

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