Soziale Ängste / Phobie. Diagnostik & Therapie
Wie werden Soziale Ängste festgestellt?
Im Allgemeinen ist die Diagnose einer Sozialen Phobie eine klinische Diagnose, die durch strukturierte Interviews und Fragebögen abgesichert wird. Differentialdiagnostisch müssen eine Agoraphobie bzw. eine Panikstörung mit Agoraphobie abgegrenzt werden. Generelle diagnostische Kriterien sind dabei
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eine ausgeprägte, anhaltende Angst vor sozialen oder Leistungssituationen, die länger als 6 Monate anhält, in denen die Betroffenen befürchten, sich zu blamieren
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Die Konfrontation mit einer sozialen bzw. Leistungsreaktion löst eine Angstreaktion bis hin zur Panikattacke aus
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Die Betroffenen erkennen, dass ihr Verhalten übertrieben ist
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Die Betroffenen meiden Situationen oder stehen sie nur unter großem Druck und Angstgefühlen durch
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Deutliche Einschränkung der Lebensqualität
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Die soziale Phobie wird nicht durch Medikamente, Drogen, andere psychische Störungen oder körperliche Erkrankungen ausgelöst
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Psychotherapeutische Interventionen sind dann besonders erfolgsversprechend, wenn ein vertrauensvolles Arbeitsbündnis zwischen Patient und Therapeut besteht. Auf dieser Basis wird ein individuelles Erklärungsmodell erarbeitet, dass von folgenden Grundannahmen ausgeht.
Grundannahmen für ein individuelles Erklärungsmodell
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Betroffene haben die Überzeugung, dass die Umwelt sie kritisch betrachtet und daher die Möglichkeit der negativen Beurteilung besteht – dies ist aufgrund an sich selbst gestellter überhöhter Leistungsansprüche aber mit dem Selbstbild nicht kompatibel.
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Sie schätzen ihre eigenen sozialen Kompetenzen schlechter als die anderer ein
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Sozial phobische Menschen sind weiterhin stark mit sich selbst, d. h. ihren Gedanken, Bewertungen und Körperreaktionen, beschäftigt.
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Eine der zentralen Befürchtungen lautet "Ich werde mich blamieren."
In der phobisch besetzten Situation versuchen sie nun, ihre eigenen Ansprüche zu erfüllen, wobei Reaktionen der Umgebung als potentiell kritisch aufgefasst werden. Physiologische Veränderungen werden verstärkt wahrgenommen und lösen automatische Gedanken ("Ich blamiere mich gerade.") aus.
Zentrales Therapieelement: Expositionen gegenüber angstauslösenden Reizen
Im Rahmen der Konfrontationstherapie solllen Betroffene bewusst im Speisesaal vor anderen essen und trinken.
Auf der Basis des individuellen Erklärungsmodells werden die Interventionen abgeleitet. Dabei werden die zugrunde liegenden Fehlbewertungen hinterfragt und logisch plausible Bewertungen für die Reaktionen der Umgebung erarbeitet und die an sich selbst gestellten Leistungsanforderungen korrigiert. Zentrales Element in der Behandlung der Sozialen Phobie sind Expositionen gegenüber angstauslösenden Reizen (z.B. im Speisesaal bewusst vor Anderen zu essen und zu trinken). Dabei wird die Erfahrung gemacht, dass die schlimmsten Befürchtungen nicht eintreten, sondern die Situation ohne „Aufsehen“ bewältigt werden kann. Bei entsprechender Indikation wird die Therapie durch eine „Gruppentherapie Sozialer Kompetenz“ ergänzt.
Spezialisierte Kliniken
Diese spezialisierten Kliniken sind auf die Behandlung von Sozialen Phobien spezialisiert.
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Ärzte & Therapeuten
Unsere Ärzte & Therapeuten, die auf die Erkrankung Soziale Phobie spezialisiert sind.
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Dr. med. Michael Armbrust
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