Panikstörung (Agoraphobie). Therapie
Wie wird eine Panikstörung diagnostiziert?
Da in den meisten Fällen als erste Ursache für die Symptomatik eine körperliche Grunderkrankung vermutet wird, ist die organische Diagnostik meist abgeschlossen, bevor eine psychosomatische Diagnostik und Behandlung eingeleitet werden. Je nach Symptomatik während der Panikattacke werden z. B. Herzerkrankungen, Hirntumore, Schilddrüsenerkrankungen, Multiple Sklerose oder Kreislaufregulationsstörungen als organischer Hintergrund vermutet und untersucht. Hat sich hier kein wegweisender Befund ergeben, wird eine psychosomatische Diagnostik eingeleitet. Dazu zählen vor allem eine genaue Anamneseerhebung, der Einsatz strukturierter klinischer Interviews sowie spezielle Fragebögen.
Behandlung einer Panikstörung (Agoraphobie).
Untersuchungen zu Folge, bietet sich in erster Linie die Verhaltenstherapie zur Behandlung einer Panikstörung (Agoraphobie) an. Auf der Grundlage einer ausführlichen Anamnese wird mit dem Patienten gemeinsam ein so genanntes bio-psycho-soziales Erklärungsmodell erstellt. Man reflektiert, welche biologischen, psychologischen oder sozialen Faktoren zur Entstehung der Panikstörung beitrugen. In diesem Modell werden folgende Faktoren integriert
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vorausgehende, die Entstehung der Erkrankung begünstigende Faktoren
z. B. Erlebnisse in Kindheit und Jugend, der erinnerte Erziehungsstil oder traumatische Ereignisse
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auslösende Faktoren (meist besonders stressbelastete Lebensabschnitte)
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aufrechterhaltende Faktoren der Panikstörung (Agoraphobie) .
Beste Strategie in der Behandlung der Panikstörung.
Aus dem bio-psycho-sozialen Erklärungsmodell werden in der Folge die wichtigen und maßgeblichen Strategien der Behandlung abgeleitet. Nach dem Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung werden die Patienten motiviert, zuerst in therapeutischer Begleitung, später unbegleitet, die gefürchteten Situationen und Orte aufzusuchen, um die Ängste wieder abzubauen und die Panikattacken zu vermindern. In der Fachsprache wird dies als Expositions- oder Konfrontationstherapie bezeichnet.
Konfrontation mit der Panikstörung
Nach einem Herzinfarkt entwickeln einige Betroffene eine Panikstörung. In der Konfrontationstherapie lernen sie, sich ihrer Angst zu stellen.
Die Konfrontationstherapie
Angst beim Autofahren
Autofahrer stehen unter besonderer Anspannung. Manche so sehr, dass sie Angst vor oder beim Autofahren entwickeln.
Panik hinterm Steuer
Erfolgreich in der Therapie: Die Kombination aus Aufklärung, Hinterfragen und Exposition.
In der Therapie werden die Patienten über ihre Erkrankung aufgeklärt. Sie erfahren, dass die Panikattacken von alleine wieder abklingen und ihr Herz nicht stehen bleiben wird. Das theroretische Wissen wird dann in der Konfrontationstherapie praktisch umgesetzt. Ziel der Therapie ist, dass die Betroffenen wieder lernen, ihrem Körper zu vertrauen. Die ständige Selbstbeobachtung wird auf äußere Ereignisse umgelenkt, d.h. man konzentriert sich wieder auf seine Umgebung und wird nicht von körperlichen Reaktionen abgelenkt, die man dann als Zeichen einer schlimmen Erkrankung bewertet. Entspannungstechniken helfen den Betroffenen, ihren Körper bewusst zu entspannen.
Panikstörung & Laufsport
Ausdauersport ist effektiv bei der Therapie einer Panikstörung und wird auch zur Prävention empfohlen.
Panikstörung & Ausdauersport
Spezialisierte Kliniken
Diese spezialisierten Kliniken sind auf die Behandlung der Panikstörung spezialisiert.
Spezialisierte Kliniken
Ärzte & Therapeuten
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Univ.- Doz. Dr. med. Gernot Langs
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