Panikstörung / Agoraphobie. Definition

Was ist eine Panikstörung?

Die Panikstörung ist gekennzeichnet durch das Auftreten von plötzlichen und unerwarteten Panikattacken, bei denen körperliche Symptome, Katastrophengedanken und ein massives Angstgefühl miteinander einhergehen. Der Name der Erkrankung leitet sich vom griechischen Gott Pan ab, der den persischen Kriegern erschienen sein und diese in die Flucht geschlagen haben soll – sie seien in „panischer Angst“ geflohen. Die Symptomatik und das Auftreten "aus heiterem Himmel" lassen sowohl Betroffene als auch Ärzte zuerst eine organische Erkrankung als Ursache für die Beschwerden vermuten, meist im Sinne eines bevorstehenden Kreislaufkollaps, einer Herzerkrankung oder eines Schlaganfalles. Die Intensität der Beschwerden und die daraus resultierenden Krankheitsbefürchtungen führen die Patienten daher nicht selten zuerst in eine Notaufnahme, wobei beim Eintreffen im Krankenhaus jedoch in der Mehrzahl der Fälle die Panikattacke bereits abgeklungen ist.

Merkmale der krankhaften Angst.

Krankhafte Angst ist gekennzeichnet durch:

  • eine der Situation unangemessene Angstreaktion
  • die Angstreaktionen dauert an obwohl die Gefahr längst vorbei ist
  • der Mensch hat keine Möglichkeit der Erklärung, Verminderung oder Bewältigung der Angst
  • die Lebensqualität ist beeinträchtigt

Wie häufig ist eine Panikstörung?

Eine isolierte Panikattacke erleiden ca. 15 % aller Menschen einmal in ihrem Leben, ca. 3,5 – 5 % der Bevölkerung erkranken an einer manifesten Panikstörung. Dies bedeutet, dass etwa 20 – 30% aller Menschen, die einmal eine Panikattacke erleiden, auch eine Panikstörung entwickeln. Häufig beginnt die Erkankung zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

Agoraphobie als Folge einer Panikstörung

Als Folge der Panikstörung kann sich eine Agoraphobie entwickeln (agora = griech. Marktplatz) – die Betroffenen vermeiden Orte und Situationen, an denen es schwer wäre, Hilfe zu bekommen oder der Situation zu entfliehen. Von einer Agoraphobie spricht man allerdings auch dann, wenn die Betroffenen die Situationen zwar aufsuchen, aber nur unter größter Anspannung durchstehen.

Typisch angstauslösend sind z. B. öffentliche Plätze, Menschenmengen, das Anstellen in einer Warteschlanger, Reisen mit Bus, Zug oder Auto sowie allein außer Haus sein.

Panikstörung. Ursachen

Einschneidende Lebensereignisse können eine Panikstörung auslösen.

Panikstörung. Symptome

Bei einer Panikstörung treten immer wieder Panikattacken auf, die mit körperlichen Symptomen verbunden sind.

Fachliche Betreuung

Langs

Der Beitrag wird betreut durch

Univ.- Doz. Dr. med. Gernot Langs


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