Gesundheitsängste (Hypochondrie). Symptome
Welche Beschwerden treten auf?
Schon kleine Anmerkungen, dass man z.B. blass ausschaut, schürt die Angst vor einer Erkrankung.
Im Vordergrund der „Hypochondrie“ steht das Gefühl Angst – im Konkreten, die Angst um die eigene Gesundheit und vor Krankheiten. Daher trifft der Begriff Gesundheitsängste viel mehr das zentrale Element des Störungsbildes als „Hypochondrie“: Es handelt sich nämlich im Kern um eine Angsterkrankung. Und aus diesem Verständnis lassen sich auch die Symptome, das Erklärungsmodell und die daraus resultierende Therapie ableiten. Ziel des Menschen ist es, unangenehme Gefühle so rasch wie möglich zu beseitigen, und Angst ist ein unangenehmes Gefühl. Wenn also Beschwerden auftreten und diese Angst auslösen, wird der Gesundheitsängstliche gesundes „Krankheitsverhalten“ zeigen: Er wird sich schonen, er wird Hausmittel anwenden und bei Nicht-Besserung den Arzt aufsuchen. Aber - wie jeder Mensch geht er zum Arzt, um zu hören, dass seine Beschwerden harmlos sind und leicht geheilt werden können.
Wenn die Gesundheitsangst das Leben bestimmt
Krankheitscharakter liegt jedoch dann vor, wenn die Ängste das Leben bestimmen oder die Lebensqualität dadurch beeinträchtigt wird. Aufgrund der Stigmatisierung der Gesundheitsängste wagen viele Betroffene nicht, mit ihrer Umgebung darüber zu sprechen. Gesundheitsängste treten häufig gemeinsam mit einer Panikstörung auf, wobei bei der „Hypochondrie“ die Angst vor den Folgen der Erkrankung in der nahen oder fernen Zukunft im Vordergrund steht, bei der Panikstörung die unmittelbar bevorstehende Katastrophe (z. B. ein Herzinfarkt).
Viele leiden auch unter Depressionen.
In Zusammenhang mit Krankheitsängsten treten bei vielen Patienten komorbide Störungen auf, das heißt sie leiden unter verschiedenen psychischen Störungen. Bis zu etwa 40 Prozent sind nach Ergebnissen klinischer Studien von Depressionen betroffen – wobei diese primär oder als Folgeerkrankung entstehen kann. Als weitere Komorbidität kommen bei bis zu 20 Prozent der Patienten Somatisierungsstörungen vor. Diese zeichnen sich durch körperliche Beschwerden aus, die keine ausreichende organische Ursache haben.
Die angstfreien Phasen werden immer kürzer.
Wenn die Symptome aber nicht verschwinden, werden die Ängste aufrechterhalten und das Krankheitsverhalten bleibt bestehen. Weitere Schonung, weitere Arztbesuche, Wiederholung der Untersuchungen und neue Untersuchungen sind die Folge. Die Betroffenen beginnen häufig selbst im Internet zu recherchieren, suchen eine harmlose Erklärung für die Beschwerden. Leider stoßen sie dabei eher auf angstmachende als auf angstreduzierende Berichte, so dass das Gegenteil des Erhofften erreicht wird. Selbstuntersuchungen (= Checken), um festzustellen, dass keine Symptome vorhanden sind, ständiges „nach innen schauen“ (= scanning) und das Suchen nach Rückversicherung bei Familienmitgliedern und Freunden, immer in der Hoffnung beruhigt zu werden, bewirken meist das Gegenteil. Es gibt keine 100% Beschwerdefreiheit und die angstfreien Phasen werden nach einer Untersuchung, die wieder einmal keinen Befund gebracht hat, immer kürzer.
Hypochondrie. Ursachen
Häufig entstehen Gesundheitsängste z.B. durch schwere Erkrankungen in der Kindheit und Jugend.
Ursachen
Diagnostik & Therapie
Durch die Sporttherapie gewinnen die Patienten wieder Vertrauen in den eigenen Körper.
Diagnostik & Therapie
Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Univ.- Doz. Dr. med. Gernot Langs
Die beste Klinik finden...

Unsere Klinikberatung hilft Ihnen dabei, das beste Krankenhaus für Sie und/oder Ihre Lieben zu finden.