Gesundheitsängste (Hypochondrie). Diagnostik & Therapien
Wie wird die Hypochondrie diagnostiziert?
Die Diagnosestellung ist meist einfach: Die Patienten haben im Allgemeinen eine Vielzahl von Arztbesuchen hinter sich und sind organisch abgeklärt. Es hat sich dabei kein wegweisender Befund für die Beschwerden und Ängste (!) ergeben. Wichtig ist in der diagnostischen Phase, dass auf die Ängste eingegangen wird. Die klinische Diagnose kann durch spezifische Fragebögen untermauert werden. Weiterführende körperliche Untersuchungen sind meist nicht notwendig, sofern sich aus der Anamnese keine neuen Anhaltspunkte ergeben. Bei medizinischer Indikation werden selbstverständlich die entsprechenden Fachärzte zu Rate gezogen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Vielen fällt es schwer, über ihre Ängste zu reden
Da es sich bei Gesundheitsängsten im Kern um eine Angsterkrankung handelt, werden mit den Betroffenen primär die Ängste besprochen und Methoden gesucht, wie sie in Zukunft damit anders umgehen können. Zu Beginn der Therapie besprechen die behandelnden Ärzte alle vorliegenden Befunde mit den Patienten durch, nur bei entsprechender medizinischer Indikation werden ausstehende Untersuchungen durchgeführt. Parallel wird ein psychosomatisches Erklärungsmodell erarbeitet, in das neben organmedizinischen Faktoren auch andere mögliche Einflüsse integriert werden. Dazu zählen neben Erfahrungen aus Kindheit und Jugend (z.B. schwere Erkrankungen in der Familie; ein ängstlicher Erziehungsstil), auch auslösende Ereignisse (z. B. Geburt des eigenen Kindes und die damit verbundene Verantwortungsübernahme; kurzfristiger Verdacht auf eine schwere Erkrankung) und die aufrechterhaltenden Faktoren.
"Vertraue wieder deinem Körper"
Die kurzfristig angstreduzierenden, aufrechterhaltenden Faktoren werden besprochen und andere, aber langfristig wirksame, angstlösende Methoden werden dem Patienten aufgezeigt und mit therapeutischer Unterstützung umgesetzt. Ein wichtiger Bestandteil ist es, Vertrauen in den eigenen Körper wieder zu gewinnen, was auch mit Hilfe der Sporttherapie erreicht werden kann.
Therapie bei komorbiden Störungen wie Depression.
Ziel der Therapie ist es, Lösungen für weiter bestehende belastende Lebensereignisse zu finden und das "Beschwerdengedächtnis" so zu verändern, dass die Symptome abklingen. Grundsätzlich ist für den Erfolg der Therapie ein hoher aktiver Beitrag des Patienten unerlässlich.
Spezialisierte Kliniken
Diese Kliniken sind auf die Behandlung der Hypochondrie spezialisiert.
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Ärzte & Therapeuten
Wir haben Ärzte & Therapeuten gelistet, die auf Hypochondrie spezialisiert sind.
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Fachliche Betreuung
Der Beitrag wird betreut durch
Univ.- Doz. Dr. med. Gernot Langs
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