Generalisierte Angststörung (GAS).

Eine der häufigsten Angststörungen

Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist eine der häufigsten Angststörungen: Bei etwa 8% aller Menschen lassen sich im Verlauf des Lebens die Symptome dieses Angstsyndroms diagnostizieren. Zusätzlich findet sich bei über 90% der Betroffenen eine weitere psychische Erkrankung, meist sind dies eine zusätzliche Angsterkrankung (z.B. Panikstörung) oder Depressionen. Viele Betroffene leiden auch an einem Reizdarmsyndrom, so dass diese Patienten primär einen Gastroenterologen aufsuchen. Nach Behandlung des Colon irritabile (= Reizdarmsyndrom) bleiben allerdings die Symptome der Angststörung weiterhin bestehen oder die Symptome treten erst danach offen zu Tage.

 

Generalisierte Angststörung. Informationen von A-Z

Information. Was ist eine Generalisierte Angststörung?

Was versteht man unter einer Generalisierten Angststörung?

Die Angst vor unerwarteten Ereignissen beeinträchtigt das Leben.

Die Angst vor unerwarteten Ereignissen beeinträchtigt das Leben.

Die Generalisierte Angststörung ist charakterisiert durch Angst, Sorge bzw. furchtsame Erwartung von Ereignissen, die evtl. eintreten könnten. Diese Befürchtungen betreffen im Allgemeinen drei oder mehr Lebensbereiche (z.B. Arbeit, Ehe, Finanzen) und dauern über mindestens 6 Monate an. Typischerweise findet sich bei der Generalisierten Angststörung (=GAS) drei oder mehr der folgenden Symptome:

 

Symptome. Anzeichen für eine Generalisierte Angststörung

Welche Beschwerden treten auf?

Ein umfassendes Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Generalisierten Angststörung (GAS) konzentriert sich auf das sorgenvolle Grübeln, die physiologische Anspannung und Angstgefühle. Bestimmte Situationen (z.B. Kind ist zur vereinbarten Zeit nicht zu Hause) rufen bei Patienten mit einer GAS angstbesetzte Gefühle hervor, verbunden mit Katastrophengedanken über die Unkontrollierbarkeit der zu erwarteten Katastrophe ("Mein Kind hat einen Unfall mit dem Fahrrad gehabt und liegt hilflos im Straßengraben"). Dieses Angstgefühl und die Katastrophengedanken sind mit physiologischen Reaktionen (Schwitzen, Muskelspannung, Reizbarkeit) verbunden.

 

Der Kreislauf aus Sorgen, Angstgefühle und körperliche Stressreaktionen kann nur schwer unterbrochen werden

Überall werden plötzlich Gefahren gesehen...

Überall werden plötzlich Gefahren gesehen...

Die Betroffenen fokussieren in der Folge auf die angstauslösenden Gedanken und versuchen diese zu unterdrücken, der Fokus ist nunmehr nach innen gerichtet. Die Gedankenunterdrückung (Lieber Leser - probieren Sie es aus: "Denken Sie nicht an einen rosaroten Elefanten") ist aber nicht möglich, vielmehr kommt es dadurch zur vermehrten Beschäftigung mit den angstbesetzten Gedanken. Dies führt beispielsweise wiederum zu einer verminderten Aufmerksamkeit bei der gerade zu erledigenden Tätigkeit, damit zu Fehlern, was wiederum katastrophisierend interpretiert wird ("Nicht einmal das schaffe ich, ich habe als Mutter völlig versagt“). Im Sinne eines Teufelskreises werden nun die Sorgen, Angstgefühle und körperliche Stressreaktionen aufrechterhalten und dieser Kreislauf kann nur schwer durchbrochen werden. Wenn nun die befürchtete Katastrophe nicht eintritt, ist der Grübelkreislauf zwar kurzfristig unterbrochen, wird beim nächsten Mal aber wieder aktiviert: Denn – „besser einmal zuviel sorgen und nichts passiert, als Nicht-Sorgen und die Katastrophe wäre eingetreten“.

 

Ursachen. Wie entsteht eine Generalisierte Angststörung?

Kinder, die sich frei entfalten können, leiden weniger unter Angststörungen

Kinder, die sich frei entfalten können, leiden weniger unter Angststörungen

Die eine Ursache für die Entwicklung einer Generalisierten Angststörung lässt sich nicht ermitteln. Es gibt Hinweise dafür, dass ein ängstlicher, überbehütender Erziehungsstil die Entstehung einer Generalisierten Angststörung begünstigt. Ebenso gibt es erste Hinwiese darauf, dass zurückhaltende Babies eher ängstliche Kinder werden als „fordernde“ Säuglinge. Inwieweit sich jedoch daraus eine Generalisierte Angststörung entwickeln kann, ist nicht geklärt.

 

GAS. Therapie

Mit Entspannungsverfahren sollen Betroffene ihren Grübelkreis durchbrechen.

Therapie generalisierte Angst

 

Angststörungen. Qualität.

Geht es den Patienten spürbar und messbar besser? Daran wollen wir uns als Schön Klinik messen lassen.

Schön Klinik Qualität

Spezialisierte Kliniken

Diese Kliniken sind auf die Behandlung der generalisierten Angststörung spezialisiert.

Spezialisierte Kliniken